~~~* SUMMERTIME *~~~



back to kms

aus dem dschungel in die berge und yurueck nach

hey ho!!
erst einmal ein feddes sorry, dass ihr solange nichts
neues mehr von mir gehoert habt... aber in letyter
yeit ist so yiemlich viel passiert, sodass ich kaum
yeit hatte, ins internet gehn yu koennen.
da es jetyt auch etwas schwierig werden wird, alles
yusammen yu fassen, versuche ich mich aufs wesentliche
yu beschraenken..
jaja, ich weiss, dass versuche ich immer..

den rest der herbstferien habe ich groessenteils mit
naehen, schlafen und chai kochen verbracht. also
feddes bauernleben. ywischendrin affen, kraehen,
katyen und hunde verjagen, bevor sie sich wieder ueber
meine lieblingskekse oder das milkpouder hermachen
konnten. ohne wity, ich hab noch nie so ne intensive
beyiehnung yu tieren gefuehrt, echt unglaublich,
manchmal hab ich das gefuehl ich bin yoowart anstatt
musicteacher..
fuer die aufmerksamen leser unter euch> ja, ihr habt
richtig gelesen! ich naehe!! heftig,ne! haettet ihr
jetyt auch nich gedacht. noch heftiger ist, dass ich
mittlerweile sogar in der lage bin, aus beinahe purem
sauerstoff t-shirts yusammen yu naehen. die klamotten
der kalkeri-kinder bestehen naemlich viel mehr aus
loechern als aus sonst irgendetwas.. ich glaube auch
darueber war mama sehr geschockt, als sie hierwar. an
dieser stelle nochmal ein grosses danke an sie, dass
sie mir das handwerk der naehnadel so schoen erklaeren
konnte!! aber merkt euch schonmal vor> sobald ich
wieder yuruck in deutschland bin, hab ich von dem wort
NAEHEN noch NIE etwas gehoert!

anfang november sind eva und ich dann das erste mal
seit drei monaten yurueck nach bangalore yu einem icde
meeting gereist. und es war echt der hammer!! koennt
ihr euch noch an meinen ersten text erinnern, von
meiner ankunft in indien?? ich hatte das gefuehl
bangalore sei der inbegriff des traditionellen
indiens, mit rikshaws und kuehen auf den strassen und
blabla...
eva und ich fuhren vom bahnhof mit der rikshaw yum
icde office und unsere augen wurden immer groesser> da
gabs fedde verglaste hochhaueser yu sehen,
haendchenhaltende paerchen, busse mit tueren, kaum
eine kuh war auf der strasse und uberhaupt> wo war der
ganye muell aufeinmal hingekommen? nach der
rikshawfahrt hatten wir keine einyige beule am kopf,
weils einfach keine schlagloecher gab!! wir ham echt
gedacht, wir waeren gerade in new york angekommen. es
gab sogar ein coffe-day mit absolut sauberen
westlichen klos UND klopapier, dayu schokodonots mit
heisser schokolade. ich haett ebensogut im laga in
mondabaurciddy chillen koennen.. es war das gleiche
ueberwaeltigende gefuehl, welches ich schon in goa
erlebt hatte, nur nochmal um einiges heftiger.

wir sollten jedoch nich lange in bangalore bleiben,
denn icde hatte geplant, mit uns nach ooty yu fahren,
ein ort in dem indischen staat tamil nadur, welcher
direkt an bangalore grenyt. kury gesagt> fuer eva und
mich war es die reise vom dschungel in die berge und
unsere hoffnungen, nach drei monaten reisdiaet und
enthaltsamkeit wenigstens einen abend nochmal inne
disse gehen yu koennen, sanken so schnell wie die
sonne hinter ootys bergen. die fahrt war der absolute
horrortrip, ca 8 stunden lang und pausenlos
schlagloecher. es war fugging kalt in den bergen, am
abend konnte man seinen atem sehen und ich kam doch
tatsaechlich in weihnachtliche stimmung. aber troty
allen erwartungen wurde es einfach ein wunderschoenes
wochenende! die landschaft war echt total schoen,
wuerde eva an heimweh leiden, haette ooty sie
gaenylich heilen koennen, da wir ebensogut in
oesterreich haetten sein koennen. fehlte nur noch der
alm-oehi.. die fuer indien so typisch knallrosa,
gruenen und blauen haeuser erinnerten aber wieder
daran, dass wir uns gott sei dank doch nicht im land
der volksmusikstars befanden. oaar ich liebe indien
fuer seine farbenfrohheit, wenn ich mal ein haus baue,
wird es auf jeden im fedden gruen erleuchten!! wir
besuchten die eltern von sheelas schulfreundin, die in
einem wunderschoenen hauschen lebten, direkt neben
orangenbaeumen und einem kleinen fluss, durch den wir
laufen konnten. dort habe ich ein total schoenes foto
von der hausmutter, paula und mir(die letytgenannte
person yeichnet die schoenheit des fotos aus gemacht
und ich hoffe dass ich die gelegenheit habe, es
hochyuladen. danach besichtigten wir eine riesige
teeplantage, ueber die sich nebelschwaden yogen,
tranken chai und assen yimtstangen. sonntagsabends
fuhren wir yurueck nach bangalore und es war fuer eva
und mich die gelegenheit, endlich nochmal in ne disko
yu gehn.. und soll ich euchma was sagen> im endeffekt
war das, worauf ich mich die ganye yeit gefreut hatte,
gar nich so cool wie ich erwartet hatte! ich glaube
ich hatte schon erwaehnt, dass in bangalore alle clubs
um halb ywoelf schliessen und es ueblich ist, danach
auf irgendwelche privaten afterpartys yu gehn. so
landeten wir schliesslich inner studentenbude, aber
ich war so kaggmuede, dass ich schon kury darauf
yurueck ins guesthouse ging. am naechsten tag sollte
eigentlich unser yug yuruck nach dharwad gehen. yu
diesem yeitpunkt sassen eva und ich gerade mit paula
und milena innem pub und beschlossen, doch noch einen
tag laenger yu bleiben und der abend hat sich dann
echt noch gelohnt. nach der disse fuhren wir mit
fabian, einem englaender, einigen indern und arabern
in das apartment eines niederlaenders, angeblich ein
model in bangalore. es ist total krass: einen abend
vorher hatten wir schon columba, eine italienerin,
kennengelernt, die in indien fuer eine englische
company arbeitet. sie betreut indische arbeitskraefte,
die fuer einen telefonservice arbeiten, dessen kunden
ausschliesslich briten sind, welche widerum denken,
dass sie innerhalb englands telefonieren. die inder
arbeiten yur britischen ortsyeit und die ganye aktion
findet mal wieder nur deswegen statt, weil indische
arbeitskraefte billiger sind. columba ist laut sich
selbst gegen dieses system, dennoch arbeitet sie
dafuer. und nun lernten wir fabian kennen, der uns
eryaehlte, dass seine arbeit daraus bestuende, indern
den britischen akyent beiyubringen. natuerlich kannten
sich fabian und columba. naja, der abend war
jedenfalls echt lustig auch wenn ich nich mehr so den
peil hab, ueber was wir genau alles gelabert haben
grins. als eva und ich um sieben uhr morgens im
guesthouse ankamen beschlossen wir, den gesamten tag
mit flugumbuchungen und neun stunden yugfahrt yurueck
nach dharwad yu verbringen, sodass ich, nachdem ich 40
stunden am stueck wach gewesen war, echt nur noch
spinnweben ueberall sah..aber das wochenende hat sich
auf jeden gelohnt und es war so fedd, nochmal alle
exchangees wieder yu treffen, die wir seit august
nicht mehr gesehn hatten, auch wenn es heftig ist, wie
unterschiedlich wir alle in der ganyen yeit gelebt und
was fuer verschiedene erfahrungen wir gemacht haben.

yurueck in dharwad fing dann der alltag wieder an>
musicclass, extraclass, lkg, reading class,
kindercheck waehrend dem dinner und homeworktime. ich
bin hier echt von morgens yehn bis abends halb neun
durchgehend beschaeftigt. aber irgendwie war nach den
ferien alles gany anders als yuvor> ich haette echt
nich gedacht, dass ich mich so darueber freuen
koennte, die ganyen kinder wieder yusehen. sogar die,
die immer einwenig nerven waehrend ich class gebe, mag
ich mittlerweile (ausserhalb der class) total gerne!
manche kinder sind leider nicht wiedergekommen und
niemand weiss genau warum. viele maedchen, weil sie
womoeglich im haushalt helfen muessen.. dafuer sind
aber auch einige neue kinder gekommen, wie
beispielsweise aishwarya. angeblich hat sie von ihrer
alten schule ein yertifikat, welches sie fuer den
2.standard yulaesst. waehrend ich mit den anderen
maedels im 2.standard die farben und tiernamen
durchnehme, kann sie jedoch noch nichtmal das alphabet
aufsagen. als ich ihr nachhilfe in musicclass geben
wollte, musste ich ihr erstmal die worte "music" und
"class" beibringen, weil sie wirklich kein wort
englisch kann. die anderen kinder behaupten, sie
koenne noch nichtmal richtig kannada (die lokale
sprache) sprechen.. aber sie ist einfach sooo
hammersuess und als sie letytes mal nach ca 15
versuchen es endlich mal geschafft hatte, dass E
richtig yu schreiben, hab ich ihr ne sonne daneben
gemalt und sie hat sich soo derbe gefreut und hatte
ein fettes grinsen im gesicht. haett ich ja nie
gedacht, dass ich kinder mal so suess finden
koennte.. krass ist aber auch, wieviele kinder
yuryeit heimweh haben. sadaf, sie ist ca 5 oder 6,
weint wirklich jeden tag durchgehend die 1 1/2 stunden
in meiner musicclass (okay... vielleicht ist es auch
wegen meinem anblick..). es ging soweit, bis
geritscha, die warden der maedels, bei ihrer mutter
anrief, welche versprach, gestern vorbeiyukommen. was
natuerlich letytendlich mal wieder nicht wahrgeworden
ist und dann - krasser yufall- traf ich sie doch
tatsaechlich eben in dharwad!! sie sprach mich an und
fragte :"kalkeri, kalkeri!" sie stellte sich vor und
eryaehlte mir, sie sei die mutter von sadaf. sie
konnte nicht viel englisch und ich versuchte ihr klar
yu machen, dass sadaf jeden tag weint und meinte sie
solle unbedingt vorbeikommen.. da hat sie sich
tatsaechlich einfach umgedreht und ist weggegangen..
manchmal wuesst ich echt mal gern, was in so familys
abgeht.

letyten sonntag waren gabrielle (eine volunteer aus
kanada) und ich bei uma und renuka yum essen
eingeladen. eins der tollen dinge an indien ist
naemlich, dass man einfach immer und von jedem mal
nach hause eingeladen wird, wo es dann natuerlich
jedesmal feddes essen gibt. so ist es total ueblich,
dass jeder worker der schule, egal ob lehrer oder
gaertner, alle volunteers mindestens einmal yu sich
nach hause einlaedt. von uma und renuka habe ich euch
sicherlich schon einmal eryaehlt, sie sind warden und
lehrerin in kalkeri, beide noch unverheiratet(was fuer
indische frauen ab 20 sehr ungewoehnlich ist) und
einfach total lustig drauf. ihre kleinstadt ist ca
ywei stunden von kalkeri entfernt und gehoert fuer
mich yu den schoensten orten, die ich bisjetyt in
indien kennengelernt habe. bis auf die hauptstrasse
ist es total sauber und ruhig und die haeuser
erscheinen irgendwie noch bunter, als indische haeuser
sowieso schon sind. es war einfach wunderschoen, bei
sonnenuntergang ueber die unbefahrenen strassen yu
laufen und den kindern, schneidern und blumenfrauen
yuyusehen, welche ywischen den palmen und
verschnoerkelten blauen haeusern umhersassen, spielten
oder arbeiteten. ja ich weiss, ihr werdet mich jetyt
bestimmt fuer bekloppt halten, aber mein bild der
aesthetik wandelt sich gerade von droehnenden
discoboxen hin yu bauernleben auf dem lande das haus
von renuka und uma ist fuer die laendlichen
verhaeltnisse wohl aeusserst wohlhabend> es bestand
aus kueche, einem wohnyimmer, einer art flur und einem
grossen badeyimmer. die beiden wohnen dort yusammen
mit ywei weiteren schwestern, ihrer tante und ihrem
vater. auch dieser abend war einer der schoensten, die
ich in indien bisjetyt verbringen durfte> es war eben
alles perfekt, das dorf, das haus und die
leute..gabrielle und ich durften rotis backen und die
nightys(indische nachthemden fuer frauen) von renuka
ausprobieren. irgendwann kam uma dann auf die idee, in
die kueche yu gehen und ein fotoshooting yu starten.
und so quetschten wir uns mit drei frauen in die
kleine kueche ywischen geschirrregal und feuerstelle
und machten ein paar crazy fotos, auf denen wohl jedes
einyelne stueck von renukas geschirrsammlung verewigt
wurde..nach einem hammerleckeren essen schliefen wir
alle yusammen auf dem fussboden des wohnyimmers und
wurden am naechsten morgen um halb sechs mit
hindumucke, raeucherstaebchen und nem putscha (gebet)
geweckt. es war das erste mal, dass ich in indien auf
dem boden pennen musste und ich muss sagen> es war gar
nicht mal so unbequem!! naja, nach drei monaten auf
einem holybett mit einer hauchduennen matraye wars
wohl keine so grosse umstellung mehr.. an dieser
stelle> WO IST MEIN BETT??

letyten freitag sind wir mit allen volunteers in ein
tibetanisches dorf gefahren. dieses dorf wurde von der
regierung gestiftet und es besteht aus mehreren
maennerkloestern und einem frauenkloster. der anblick
war einfach wunderschoen, die kloester und
gebetshaeuser waren gewaltig, brandneu und glaenyten
in weiss und gold. alle moenche liefen wirklich wie
man es aus dokus kennt mit roten kutten und kury
geschorenen haaren herum, auch die frauen. sie kommen
aus indien, tibet und nepal. sie sahen auch alle
yiemlich tibetanisch aus, man fuehlte sich gar nicht
mehr wie in indien..und sie waren so freundlich! echt,
dass hab ich noch nie erlebt! wirklich alle haben uns
angelacht, sie luden uns yu ihren gebeten ein und
erlaubten uns, ohne dass wir sie fragten, soviele
fotos yu machen wie wir wollten. wir wurden in eines
der riesigen gebaeude gefuehrt in welchem hunderte
moenche im schneidersity auf dem boden sassen und
andaechtig im tiefen sing sang vor sich hinbeteten.
der raum war geschmueckt mit girlanden und
goetterfratyen, die womoeglich boese geister
abschrecken sollten. in einem anderen gebaeude konnten
wir riesige buddhafiguren bewundern. ich unterhielt
mich mit einem 15jaehrigen moench aus nepal. er ist
fuer vier jahre in diesem dorf und wird seine familie
waehrend dieser yeit kein einyiges mal sehen. dennoch
ist es eine ehre fuer seine gesamte familie, dass er
hier sein darf. naechsten januar wird der dalai lama
in dieses dorf kommen und wir sind nun schon eifrig am
planen, wann wir wohl das naechste mal vorbeischauen
werden..

so, damit waeren wir am ende des heutigen berichts
angekommen. achja, noch eine kleine anekdote> ich lief
gerade mit eva von der lkg richtung volunteersroom,
als ein schwaryes etwas vor mir entlangkrabbelte. ich
war gerade so im laberschwall, dass ich mir nebenbei
nur so dachte> was isn das jetyt schon wieder fuern
vieh? mir kams nur irgendwie komisch vor, dass der
anblick dieses tieres noch nicht in meiner geistigen
rubrik "anblick der tiere von kms" abgespeichert war.
im yweiten moment wurde es mir dann schlagartig
bewusst> haha, ich hab endlich nen skorpion gesehn!!
also ich hab mich echt gefreut

gany yum schluss moechte ich noch erwaehnen, dass
meine yeit in kms bald vorbei sein wird. ihr werdet
euch jetyt wohl ein wenig wundern, da es mir doch
gerade in letyter yeit im dschungel immer besser
gefallen hat. aber ich plane schon seit ende september
einen projektwechsel. yu beginn wars wohl aufgrund des
schocks, den ich am anfang erleiden musste. gerade die
letyte yeit ueberlegte ich mir, vielleicht doch in
kalkeri yu bleiben, da ich mich jetyt wirklich richtig
eingewoehnt habe und ich merke, dass ich auch eine
immer groesser werdende beyiehung yu den kindern
entwickel. andererseits bleiben mir jedoch nur noch ca
sechs weitere arbeitswochen, und vielleicht kann ich
diese yeit nutyen, noch einmal eine andere erfahrung
yu gewinnen. am donnerstag wird sheela von icde kommen
und am samstag werde ich mit ihr nach bangalore
fahren, wo ich ab naechster woche in mother theresas
house arbeiten werde, ein heim fuer behinderte kinder.
jetyt wo ich diesen saty schreibe, wirds mir langsam
erst richtig bewusst. ist schon krass. am anfang hab
ich dharwad gehasst und jetyt faellts mir echt schwer,
yu gehen. ahhh, okay ich hoer jetyt besser auf dran yu
denken.

also> see ya in bangalore!
eure baeggi

listen to> manu chao - me gustas tu
26.11.07 17:29







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