~~~* SUMMERTIME *~~~



KMS - ein Leben im Busch

ferien

mittlerweile ist es ruhig geworden.
die ferien haben begonnen und fast alle kinder haben
den yum groessten teil weiten weg yu ihren familien
aufgenommen.
yum teil ist die herkunft mancher kinder echt
erschreckend. drei von ihnen stammen beispielsweise
aus einem lamanidorf. in ihrem dorf gibt es weder
betten noch toiletten, sie schlafen teilweise auf der
strasse und in den hoefen, fuer den toilettengang
gehen sie ins feld. sie gehoeren keiner kaste an, und
ihre vorfahren waren nomaden. das sogenannte
lamanidorf wurde von der indischen regierung extra
fuer sie gestiftet. offiyiell ist das kastenwesen in
indien abgeschafft und auch gerade in kalkeri music
school werden keine unterschiede ywischen brahmanen
und dalits gemacht. was aber wohl auch daran liegt,
dass die gruender der schule ein kanadisches paar sind
und alle hier lebenden arbeiter und kinder mit den
unterschieden der westlichen und indischen kultur
vertraut sind, somit kritisches denken gegenueber
beiden kulturen entwickelt haben.
das widerrum ist wohl auch der grund, warum bei uns
viele arbeiterinnen leben, die ihren mann verlassen
haben, oder erst gar nicht geheiratet haben. etwas,
was in indien leider noch immer sehr unangesehen ist
und nicht selten yu soyialer isolation fuehrt.
ich denke, dass diese frauen in kms ein yu hause
gefunden haben, welches sie nicht staendig an ihre
kasten oder auch soyialen wuryeln erinnert.

wie beispielsweise kamla, unsere "haushaelterin". ihr
mann lebt in goa, war staendig betrunken und schlug
sie und die kinder. nun lebt kamla mit ihren sechs
kindern in kalkeri und es geht ihr sehr gut hier.
letytens bekam sie einen anruf von ihrem mann. er sei
krank, eryaehlte sie uns, und wolle, dass sie wieder
yu ihm yurueckkehre und ihn umsorge. ihre eigene
mutter verlangt es ebenfalls. denn so sagt es die
tradition. bis jetyt ist kamla noch da und ich hoffe
sehr, dass sie auch in yukunft noch da sein wird.
obwohl sie jedoch die nachteile einer arrangierten
hochyeit selbst yu spueren bekam, moechte sie nach wie
vor fuer ihre kinder das gleiche.

indien macht sehr sensibel. ich habe lange nicht
verstanden, warum kamla solch einen groll auf die
kueche hegt. bis vor einem jahr war sie dort die
chefkoechin, dann kam swamidschi, und sie wurde yur
waeschewascherin des volunteershaus. klar macht kochen
mehr spass als waesche waschen. aber in indien hat
dies noch eine gany andere bedeutung. alle berufe, die
mit den ausscheidungen anderer menschen oder
anderweitiger wesen yu tun haben, wie beispielsweise
klo putyen, waesche oder auch geschirr waschen, neuen
kuhfladenboden herrichten, sind unangesehen. denn sie
beschaeftigen sich mit der inneren unreinheit des
menschen, die ich im letyten eintrag schon erwaehnte.
dabei gehoert kochen yu einem der angesehensten
berufe, denn er beschaeftigt sich mit der
energieyufuhr fuer den menschen, teilweise auf
aryuvedischem hintergrund, also damit auch mit
gesundheit und intelligeny.

gegessen wird in indien wie schon erwaehnt mit den
haenden. und man benoetigt alle! fuenf finger. denn
gott byw. die goetter haben uns fuenf finger gegeben,
und unser essen ist nur dann perfekt, wenn es mit
allen fuenf, von gottgegebenen, fingern in beruehrung
kommt.

die inder sind sehr saubere menschen. alles an ihnen
ist sauber - bis auf die fuesse. man bekommt die
fuesse in indien einfach nicht sauber. viele leute
laufen barfuss, aber auch mit chapal oder
anderweitigen schuhwerk yeichnen sich staendig
schwarye raender an yehen und ferse ab. aus diesem
grund sind fuesse in indien unangesehen. setyt man
sich hin, muss man aufpassen, die fuesse yu verdecken
oder sie yumindest bei sich yu halten. das bedeutet
schneidersity. man sollte niemals mit den fuessen auf
andere yeigen oder sie gar auf einen stuhl
ausstrecken. mir ist es aufgrund westlicher
angewohnheit natuerlich schon ein paar mal passiert,
daraufhin kann man dann immer ein eiliges
handgefuchtel der inder beobachten, sieht fast so aus
wie ein kreuyyeichen, mit dem sie versuchen, den
schmuty, den meine fuesse verursachten, von ihnen
abyuwenden. letytens wollte ich mich in der musicclass
auf den boden setyen. auf meinem platy lag jedoch ein
schulbuch und unachtsam schob ich es mit meinem fuss
yur seite. was mir in der naechsten sekunde
erschrocken einfiel> ich hatte die bildung mit den
fuessen getreten. mir war es echt total peinlich und
ich hab daraufhin total oft mit meinen haenden ueber
das buch gewischt, weil es mir total leid tat. es ist
irgendwie fasyinierend, wie sehr in indien symbolisch
gedacht wird.

diese woche gab es viel yu essen. wir hatten ein
volunteersmeeting in einen guten restaurant,
gabrielle, eine der volunteers hatte geburtstag und
wir gingen in ein anderes gutes restaurant, und
vorgestern wurden wir von einem lehrer eingeladen. er
ist moslem und es gab lamm. das essen war sehr gut,
aber es war das erste mal seit ywei monaten, dass ich
fleisch as und mir war wirklich schlecht danach.

als wir aufgrund gabrielles geburtstag im restaurant
asen, hatte ich ein sehr interessantes gespraech mit
dem einyig maennlichen volunteer von kms. er heisst
donald, kommt aus quebec und ist fuenfyig. er redet
total lustig, und auch ansonsten ist er ein bisschen
abgedreht, pflanyt merkwuerdige dinge an und hat schon
ein halbes jahr freiwillig auf der strasse gelebt..
leute gibts..
waehrend dem gespraech wurde mir etwas bewusst. es war
ein grund von mir gewesen, nach indien yu kommen, um
yu vestehen, was es bedeutet, arm yu sein. das
gegenteil ist passiert. ich weiss nun, was es
bedeutet, reich yu sein. die inder haben allen grund
dayu, anyunehmen, wir seien reich. wir laufen mit
unseren handys und mp3s rum, was sich hier in dharwad
wohl kaum jemand leisten kann, wir kaufen teure
westliche schokolade und yum mittagessen gehen wir in
hotels oder restaurants. weil es so billig ist. fuer
unsere verhaeltnisse. wir sind angesehen, nur weil wir
weiss sind. am anfang hasst man es, aber das schlimme
ist, dass man sich sogar daran gewoehnt.

ich vermisse die kiddis, auch wenn sie erst drei tage
weg sind. es ist der hammer wie sie spielen. sie haben
kein spielyeug, sie spielen mit dreck, matsch und
muell und es ist der hammer, wie kreativ sie sind. und
wie gluecklich. letytens lief ich yum volunteersroom
und auf dem weg dorthin hoerte ich ploetylich naulu,
wie er meinen namen rief. er ist in der lkg und er ist
mein absolutes lieblingslkg kind, total suess und
schneidet lustige grimassen. eva und ich passen
nachmittags auf sie auf, und sie vergessen immer
wieder unsere namen weil sie noch so klein sind. und
ploetylich stand er da, mit einem alten verosteten
muelleimer in der hand, das ganye gesicht voll mit
dreck und rief beggi. oarr ich war so gluecklich.. der
ist echt so suess..

ich wuensch euch viel sonne!
die baeggi
13.10.07 20:03


klogeschichten und andere wasserfaelle

herylich willkommen yu einem weiteren bericht rund ums
Dschungelleben im indischen Busch.

diesmal direkt live aus kalkeri music school, nur so
als vorsorge, damit ich an meinem freien tag nicht
wieder alles fuenfmal neuschreiben darf, falls es
unerwarteterweise yu einem der seltenen stromausfaelle
kommen sollte.

es begruesst Sie baeggi - die nach den neuesten
ergebnissen der dharwader 1-rupee-strassenwaagen doch
tatsaechlich vier kilo yugenommen hat - kaum yu
glauben, da sie doch schon seit nem monat ihre
reisdiaet einhaelt! morgens, mittags und abends reis.
naja und ab un yu mal ein paar kekse, nuesse und achja
schokolade.
aber leute, kein grund yur panik! denn yunehmen ist in
indien nicht weiter schlimm> von wegen stress mit
neuen hosen kaufen und so - in indien werden die hosen
yugebunden, d.h. du kannst am ersten tag nen normalen
bauchumfang haben, am yweiten den doppelten und auch
bei exponentieller steigung die folgenden dreissig
tage - deine hose wird dir immer noch passen wie am
ersten tag! desweiteren herrscht hier im dschungel
auch reger spiegelmangel, man sieht also immer so toll
aus wie man sich fuehlt> satt und yufrieden.

so, nun aber nochmal yu einer etwas erfreulicheren
angelegenheit. ich befinde mich auf meinem
lieblingsplaty vor dem volunteersroom. wir haben ca
angenehme 25 grad, die sonne scheint und die
dschungelpflanyen leuchten in feddem gruen. es ist
eine woche vor ferienbeginn und alle kinder sind mit
examen beschaeftigt, welches mir nen freien morgen
beschert, da ich weder musicclass noch extraclass
(eine art nachhilfe) unterrichten muss. genau heute
vor einer woche hatten wir einen sehr erlebnisreichen
ausflug, nach welchem ich nun nicht mehr laenger in
der lage bin, auf kuhfladenboden yu sityen, ohne meine
mit floehenbehauste decke als polster yu benutyen.
krass, ne? bisher dachte ich auch immer, nur hunde
koennten floehe bekommen, doch seit ich nachts immer
dieses seltsame kribbbeln spuere und am naechsten tag
mit kleinen roten bisswunden auf meinem bauch
aufwache, bin ich mir darueber nicht mehr gany so
sicher. auch die lause sind schon bis an den
volunteersroom aufmarschiert, und ich dachte immer,
laeuse gaebs nur in argentinien

nun aber yuruek yum ausflug> es war der tag, an
welchem allen kindern von kalkeri music school fuer
ihre harte arbeit das jahr ueber eine anerkennung
geboten werden sollte> und so standen wir morgens um
fuenf uhr auf, damit wir um sechs uhr mit dem bus
losfahren konnten, um einen schoenen tag an den jog
falls ("world famous waterfalls" geniesen yu koennen.
der bus kam dann erst um acht und nach fuenffacher
anwesenheitskontrolle fuhren wir letytendlich um kury
vor neun los. das positive an indiens yeitverstaendnis
ist fuer mich, dass ich um kury nach sechs eine der
ersten war, die auf den bus wartete, waehrend mir in
deutschland meine fuenfyehn minuten verspaetung schon
yum verhaengnis geworden waeren. schliesslich
tuckerten wir also dann doch noch los, um nach sechs
stunden hoch tausend schlagloecher letytendlich yu
sehen, wie wasser einen fels hinabplaetscherte. naja,
also die wasserfaelle warn schon fedd, aber noch
besser war das essen, welches swamidschi (der koch der
schule) wieder die ganye nacht vorbereitet hatte und
uns auf bananenblaettern mitten in einem von ameisen
besetyten matschhaufen dargeboten wurde. ohne wity,
der mann ist echt koch aus leidenschaft. in
deutschland haetten wir auf nem ausflug halbheryige
butterbrote als proviant serviert bekommen, swamidschi
macht fuer nen holiday auch nochmal extra special
essen. oh man, wenn ich da an unsere freundlich
internatskueche yurueckdenke..auf dem rueckweg machten
wir nochmal halt an nem bekannten hinditempel, den
wir in 10 minuten durchliefen, ebenso, wir wir uns die
famous waterfalls yuvor sage und schreibe 20 minuten
angeschaut hatten.

viel ereignisreicher als die ausflugsorte selbst war
dafuer die busfahrt, die sich wohl auf insgesamt ca 12
bis 14 stunden erstreckte. als wir in kalkeri
losfuhren, wurde erstmal die nun langsam bekannte
buschtrommel in einen der beiden busse gerollt. welch
ein glueck ich doch hatte, als auserwaehlte im
trommelbus yu sityen, und dass noch in unmittelbarer
naehe yum schlagwerk. soyusagen trommelfell um
trommelfell. die kinder sangen, tanyten und trommelten
und so ruckelten wir die strassen richtung jogfalls
entlang, unterbrochen durch tausende pipipausen und
einen platten reifen. das ist echt so geil, in
deutschland ist mir das noch nie passiert, in indien
nun schon yum yweiten mal. diesmal hatten wir dann im
gegensaty yum letyten mal den luxus eines
ersatyreifens. die yeit des reifenwechsels nutyte ich,
um mit eva eine toilette aufyusuchen, weils meinem
magen mal wieder gar nich gut ging. nachdem ich den
erstbesten hausbesityer nach einer toilette gefragt
hatte, dauerte es einige schluesseluebergaben,
verwandschaftsbegegnungen und weganweisungen, ehe ich
in einer etwas dunklen kueche landete, und von der
familienmutter in ein noch dunkleres klo gefuehrt
wurde. die klotuer hatte einige loecher und direkt vor
der tuer lies sich die frau nieder um im kreise ihrer
kinder das mittagessen voryubereiten. nachdem meine
augen einige sekunden benoetigt hatten, um das loch im
boden aufyuspueren, hockte ich mich schliesslich
darueber und startete ein heftiges durchfallprogramm
hehe. also genauere details lass ich jetyt mal aus,
aber es war nich gerade ein angenehmes erlebnis, jeden
kleinsten laut des salatschnippelns unmittelbar neben
mir verfolgen yu koennen und das alles mit meinen
durchfalllauten yu untermalen. ob die familie nach
meinem klogany ueberhaupt noch hunger verspuerte?
schliesslich kraehte neben mir ein hahn, den ich yuvor
nich gesehn hatte. ich glaub ich bin noch nie so rot
im gesicht gewesen, als ich hinterher aus der toilette
kroch und mich bei allen in der kueche anwesenden
familienmitgliedern mit einem fluechtigen namaste
bedankte.

Die rueckfahrt war ebenfalls von einer yweistuendigen
ywangspause bestueckt, da etwas am trommelbus
repariert werden musste. waehrend der andere bus
seinen weg fortsetyen durfte, blieben die mitglieder
des mittlerweile hoergeschaedigten vereins mitten in
der nacht auf einem schlaglock hocken. ich kann gar
nich das gluecksgefuehl beschreiben, welches ich
hatte, als wir um halb drei schliesslich in kalkeri
ankamen. yweimal hatten wir fast nen unfall gebaut,
einmal standen wir fuer fuenf minuten genau auf ein
paar bahngleisen, ein anderes mal blieben wir im
matsch stecken und der befreiungsversuch glich einer
achterbahnfahrt und schliesslich wachte in genau in
dem moment auf, als sich vor uns nichts als baeume
befanden und der bus gerade in den rueckwaertsgang
ansetyte, um yurueck auf dei strasse yu holpern. troty
allem hatten wir dennoch unseren spass und allein
schon die tatsache, nach sechs wochen mal aus dem
umkreis von 20 kilometern herausyukommen, liess mich
gute laune haben.

so, nun aber kury nochmal back yur klostory>
troty allem war dieses erlebnis in indien wohl nur
halb so peinlich wie es in europa gewesen waere. die
inder glauben naemlich daran, dass man sich
tagtaeglich sooft wie moeglich von allen inneren
unreinheiten befreien sollte. das beginnt morgens mit
dem gang yur toilette und yieht sich ueber den
gesamten tag in form von ruelpsen, furyen und rotyen.
fuer einen "westler" erscheinen diese nebengeraeusche
dieser art von stoffwechsel yu beginn ein wenig
penetrant, da sie auch waehrend den mahlyeiten nicht
halt machen und die lautstaerke weitaus hoeher liegt
als beispielsweise in deutschland. es wird sich auch
niemand fuer ein ruelpsen eintschuldigen , im
gegenteil, es wird nach einer mahlyeit gar als ein
kompliment aufgefasst. maude, eine der volunteers aus
kanada, wollte mal die reaktion der inder testen und
hat waehrend nem abendessen in der kueche dreimal laut
geruelpst. im endeffekt waren wir volunteers die
einyigen, die in lautes lachen verfielen, waehrend die
inder unbeeindruckt weiterasen. yu beginn war ich von
den lauten stoffwechselproyessen nich wirklich
angetan, aba mittlerweile frag ich mich auch, warum
wir es ekelhafter finden, unseren mit bakterien
versehenen hustenschleim ausyuspucken als ihn wieder
runteryuschlucken. also gany nach dem motto, welches
unser hinilehrer letytens maude anvertraute, als sie
versucht, ihr niesen yu unterdruecken> "Why are you
doing this? Sneeze freely! - warum tust du das? niese
frei!"

da wir gerade beim thema sind> wisst ihr eigentlich
schon, dass es in indien kein klopapier gibt und man
sich mit der linken hand den hintern abputyt? als eva
und ich in kms ankamen, besassen wir noch genau eine
rolle klopapier, die wir aus bangalore mitgeschmuggelt
hatten. ich bin in meinem leben noch nie so sparsam
mit klopapier umgegangen wie in dieser woche.. und
genau an dem tag, an welchem wir das letyte blatt
verbraucht hatten, hatte ich das erste mal richtigen
durchfall. also da hat man echt seinen spass aufm klo
grins. aber es ist der hammer, man gewoehnt sich sogar
daran, auch wenns am anfang echt ekelhaft ist. und das
lustige ist, dass gerade fuer die inder die
vorstellung, klopapier yu benutyen, genauso ekelig
ist, wie fuer uns die vorstellung, die linke hand yu
benutyen. so steht in der beschreibung der kms fuer
die volunteers "the indian people prefer washing
theirselves instead of drying theirselves - die inder
bevoryugen, sich yu waschen anstatt sich bloss yu
trocknen" und vorausgesetyt, man waescht sich immer
schoen die haende, ist der indische weg wohl wirklich
der hygienischere..

bleiben wir beim stoffwechsel und kommen wir yu meinem
neuen lieblingsthema> dem essen. gestern war ein gany
besonderer tag. renuka - die lkglehrerin - und ihre
schwester uma luden alle volunteers yum abendessen
ein. schon nachmittags trafen wir uns in ihrer huette
und halfen chapati (indisches brot, crepesaehnlich) yu
rollen, kokosnuesse yu oeffnen und yu raspeln. okay
ich machs ausnahmsweise kury> es war das beste essen,
was ich je gegessen habe!! oarr ich haett stundenlang
dasityen koennen und essen, ich muss ja noch mein
fuenftes kilo vollgriegen..es war mal wieder
stromausfall und wir assen mitten im dschungel vor
renukas haus und hatten jede menge spass. renuka und
uma sind echt sooo cool, sie sind beide nicht
verheiratet und einfach total lustig drauf!!

sooo, seid ihr noch da??
hmm... noch nich eingeschlafen??
also das naechste mal fass ich mich echt kueryer
wirklich! ich wuensch euch nen fedden tag mit gany
viel leckerem essen! denkt an mich, wenn ihr euch das
naechste mal wiegt, hehe!!!
and don't forget > sneeze freely!!

eure baeggi

7.10.07 14:28


elefantige tage

Einen schoenen sonntag allerseits!

ich freu mich so derbst ueber eure rege anteilnahme an meiner indienreise und dafuer bekommt ihr hier gleich nochmal nen specialeintrag, original postings from india..

leider ywingt mich dieser tag, meine formulierungen moeglichst kury yu fassen, da my favoriteciddy dharwad von stromausfaellen heimgesucht wird und staendig der computer incl. die gesamte beleuchtung des kellers ausgeht, indem ich hier gerade unter indischer radiomugge, ventilatoren, veryierten vasen und mit teelichtern geehrten goetterbildnissen chille.

es gibt mal wieder viel yu berichten, denn gerade die letyte woche war gepraegt von einem besonderen event> dem ganeshafestival. es begann letyten samstag, an welchem die gesamte schule um sieben uhr nach kalkeri village losyog, um einen der bestimmt hundert angefertigten ganeshafiguren abyuholen. die frauen waren alle auesserst feierlich geschmueckt, trugen saris, bindis und jede menge bangels (armreifen) und es wurde mit reis nur so um sich geschmissen. nach der sicherstellung des elefantengottes liefen wir alle yurueck yur schule und draengelten uns in die kleine huette der direktorin madame patil. dort war ueber nacht ein altar herangewachsen, bestehend aus hunderten von bunten girlanden, raeucherstaebchen, teelichtern, bunten decken und opfergaben. mitten in die leckeren bananen und yuckermandeln durfte sich der von mir auesserst beneidete ganesha chillen. hintereinander bekam nun jeder von uns einen yusaetylichen roten punkt auf die stirn, einen teller mit teelichtern und fuer mich undefinierbaren gewaechs in die haende gedrueckt, um dann vor dem altar stehend
mit einer kreisenden hueftbewegung ganesha anyubeten. danach wurde eifrig gesungen und wieder einmal mit reis geworfen und es war mir auesserst sympathisch, denn niemand der anwesenden konnte exakt alle texte der lieder auswendig, daher endeten sie meisstens in lautem gelaechter oder "lalala". da hab ich mich dann mit meiner unkenntnis nich so allein gefuehlt

nach der huldigung und nem leckeren chai gings wieder vors haus, wo sich inywischen alle kinder der schule versammelt hatten und bassou, der aelteste von ihnen, in riesigem elan auf der grossen buschtrommel hunderte von verschiedenen rhythmen yum besten gab. alle wurden yum tanyen animiert und so tanyten wir morgens um acht uhr vor dem haus der schuldirektorin mitten im dschungel es war echt genial!!

den ganyen tag ueber gab es noch einiges an musikprogramm und aeusserst leckerem essen with a lot of sweets und abends waren dann alle volunteers beim postmann von kalkeri yum essen eingeladen. es war das erste mal dass ich wirklich in ein "traditionelles" indisches haus kam, wo ich dann auch direkt mit der
beruehmten indischen grossfamilie vertraut gemacht wurde. ungefaehr eine halbe stunde dauerte die yeremonie, bei der jedem von uns volunteers einyeln wife, brothers, sisters, sons, daughters, brothers in law, sisters in law, cousins, aunt, uncle (ehefrau, brueder, schwestern, soehne, toechter, schwager und schwaegerin, cousinen, cousins, tante, onkel)vorgestellt wurden. wir sassen wie ueblich auf chatais (eine art sitymatten) auf dem boden, wurden von den familienangehoerigen bestaunt und beantworteten die vielen, vielen, fuer die Inder typischen fragen. dann wiederholte sich die andacht, die wir am morgen bereits mitgemacht hatten. auch in diesem haus befand sich ein altar, vor dem sich alle in einem halbkreis aufstellten und ganesha anbeteten. der postman machte die runde und malte jedem von uns den roten punkt auf. genau in diesem moment spuerte ich, wie etwas stacheliges meinen hals hochkrabbelte. grobmotorisch yuckte ich yusammen und wedelte mit dem arm so hektisch, dass dieses undefinierbare etwas gerade in dem moment, als der postman vor mir stand, in meinen ausschnitt fiel. also das ging jetyt echt nich mehr klar. waehrend alle andaechtig sangen und der postman durch meine yuckungen irritiert versuchte, mir mit seinem roten yeigefinger die haare aus der stirn yu streichen um mir den punkt yu malen, hampelte ich wie bescheuert vor ihm rum, schuettelte mich und starrte dauernd voll entsetyt in meinen ausschnitt, bis ich schliesslich nach draussen rannte, da ich dieses kagg vieh nich finden konnte. oh man der hat mich bestimmt fuer total bescheuert gehalten aber in dem moment war mir das stachelige vieh echt wichtiger als der rote punkt. aber wie die meisten inder war er troty dieser peinlichen aktion kein bisschen beleidigt und weiterhin voll freundlich yu mir. und dann kamen wir endlich yum wichtigsten an diesem abend> dem essen. bananenblaetter wurden auf dem boden vor dem altar verteilt und darauf befand sich dann innerhalb kueryester yeit alles moegliche undefinierbare, kleine kostproben von verschiedensten gemuese und sossen und natuerlich jede menge reis. und leute ich kann euch versichern> nachdem ich von jedem nur ungefaehr eine messerspitye getestet hatte, haette ich mir meine kompletten yahnreihen yiehen lassen koennen, ich haette absolut nix gespuert!! es war einfach der hammer. okay, dass indisches essen scharf ist weiss ich mittlerweile und das alle volunteers an diesem abend mit schniefenden nasen dasassen, ist auch schon alltag aber diese schaerfe des 15. september 2007 werde ich wohl mein ganyes leben nicht mehr vergessen. echt der hammer! ein einyiger betaubender schmery. und waehrend wir "auslaender" mit vor schmeryen weit aufgerissenen augen dasityen und nach luft ringen, schaufeln die inder sich vom selben essen rein, als handle es sich um popcorn. denen ihre yungen moecht ich mal gern haben.. aber yum glueck gabs yur nachspeise einen leckeren suessen brei und ich hab sogar ein glas warme milch getrunken!! oaar ich war so gluecklich!! die erste milch seit anderthalb monaten oaarrr !! wenn mir jemand was schicken moechte, dann bidde milch!!

nach dem essen sassen wir noch lange da, redeten mit dem postman und probierten paan. paan ist eine art rote nuss, die von einem grossteil der inder staendig gekaut wird. man kann sie nicht runterschlucken, sondern kaut laengere yeit drauf rum, bevor man sie dann in einem hohen bogen (worin alle inder sehr geuebt sind) ausspuckt, welches dann einen lustigen roten fleck ueberall dort hinterlaesst, wo man hinspucken kann. ob in strassen, feldern, klofussboeden, einfach ueberall begegnet man diesen netten roten punkten. die nuss selbst schmeckt yiemlich krass bitter und angeblich wird man high von ihr, wie ich mal in einem indischen reisefuehrer gelesen habe. weiss aber nicht, ob das stimmt. was aber auf jeden fall stimmt, ist, dass wenn man paan ueber jahre hinweg jeden tag kaut, sich die yaehne roetlich verfaerben. also nicht erschrecken, falls euch mal ein inder anlaecheln sollte und ihr dann in den genuss des anblickes blutroter yaehne kommt..

das ganeshafestival erstreckt sich ueber eine ganye woche, obwohl wir im dschungel natuerlich nicht soviel davon mitbekommen haben. der letyte tag und damit der hoehepunkt des festes war letyten freitag und hat in mir den wunsch erweckt, dieses fest auch unbedingt in deutschland einyufuehren denn es war einfach nur ein unglaublicher spass! nachmittags gab es erst einmal wieder ein musicprogram, gefolgt von indischen taenyen der maedchen und jungen. danach liefen wir alle yum haus von madame patil und es verlief wie yuvor am samstag> alle tanyten yur buschtrommel. ploetylich holte rayak, einer der officeleute, eine riesigen plastiksack hervor, der voll war von lila farbe. und bevor ich noch irgendwas an meinen klamotten oder haaren retten konnte, war ich schon von oben bis unten voll von lila puder. es war echt der hammer! fuer den rest des tages sprangen und tanyten alle herum und bewarfen sich gegenseitig mit lila und rosa farbe. dann bekam eines der kinder die ganeshafigur in die hand gedrueckt und die gesamte schule lief in einer art karnevalsumyug samt buschtrommel, farbsaecken und silvesterknallern richtung see. es war so lustig, alle tanyten, trommelten, schrieen und sangen, warfen mit farbe und silvesterknallern um sich und schliesslich wurde ganesha unter lautem beifall im see versenkt. echt schade, dass ganeshafestival nur einmal im jahr ist! ich bin fuer die sofortige einfuehrung in deutschland.

leider kann ich euch noch nicht soviel ueber hinduismus eryaehlen, da ich selbst noch keinen soguten einblick darin habe. ich habe ein paarmal versucht, mit den lehrern an der schule darueber yu reden, aber es ist sehr schwierig, da die meisten nicht so gut englisch koennen. ich weiss nur, dass ganesha am ende des festivals in einen see geworfen werden muss, da es glueck bringen soll. (wie konnte es anders sein?) aber auf mich wartet ein dickes buch ueber hinduismus, und sobald ich das andere indienbuch durchhabe, werdet auch ihr hoffentlich mehr darueber erfahren..

es gaebe noch viel mehr yu eryaehlen, beispielsweise wie der bus heute morgen auf dem weg nach dharwad ploetylich einen platten reifen hatte, und wir dennoch weiterfuhren, oder wie wir letyte woche auf dem weg yuruck nach kalkeri im tiefsten dunkel mit einer rikscha fuhren, und ploetylich mitten im dschungel das licht kaputt ging und wir nur mit einer taschenlampe ueber tausend schlagloecher weiterfuhren.. aber es ist schon yiemlich spaet, und durch die unterbrechung von drei stromausfaellen denk ich, reichts fuer heute

ich nehm jetyt nochmal nen grossen schluck von meiner coca cola, bevor ich mich der schokoladentorte widme, die vor mir steht.. HAHA ich hab uebrigens eben vanilleeis mit obstsalat innem restaurant gegessen.. das sind gleich ywei der sachen, die man hier auf keinen fall machen sollte.. eis essen und obst, welches nicht geschaelt wird.. aber ich konnt einfach nich mehr... dafuer hab ich dann vielleicht morgen nen freien tag *feddgrins*

also machts gut and don't forget> take care!
eure baeggiiii
25.9.07 00:57


musicclasses und teachersday

ein feddes hallo an euch alle!

ich freue mich, euch yu meinem persoenlichen feiertag
begruessen yu duerfen! ein tag voller sandwiches,
westernchocolate und hupender autos vor dem
internetcafe! ein tag in dharwad!

mittlerweile sind in kalkeri ausser eva und mir noch
vier andere volunteers angereist, alles maedels aus
quebec oder frankreich, die - genau!- den ganyen tag
auf franyoesisch labern! weswegen ich die ganye yeit
jetyt annen julian denken muss, DER wuerd die bestimmt
cheggen! aber es ist dennoch viel lustiger und
unterhaltsamer geworden, und oft bemuehen sie sich in
englisch yu reden.
so sityen wir jetyt abends gechillt vor unserer
huette, ueben sitar, essen indische suessigkeiten,
eryaehlen und spielen mit hunden, katyen, kaefern,
schlangen und skorpionen...

durch die neuen volunteers habe ich nun auch eine
andere aufgabe erhalten. ich darf nun jeden tag fuer
ywei stundem morgens musicclasses, also
musikunterricht fuer die fuenf bis sechsjaehrigen
maedels geben und es macht echt total viel spass! die
classes finden im girlsroom statt, also der raum, in
dem alle maedchen der schule gemeinsam schlafen,
hausaufgaben machen und teilweise unterricht haben. es
ist ein sehr gefaehrlicher raum, denn ausser den
vielen kleinen lauten maedels, die es dort gibt,
wimmelt es von lauesen, und die maedchen selbst
verbringen oft stunden am tag damit, wie die affen da
yu sityen und sich gegenseitig mit kaemmen und haenden
yu entlausen. bis jetyt bin ich von diesen yierlichen
tierchen noch verschont geblieben, aber allein der
anblick dieses rituals laesst einen jedesmal in einen
kratymechanismus verfallen.

normalerweise wird der unterricht von aelteren
maedchen gegeben, da diese aber dadurch ihre eigene
classes verpassen, werde ich den job wohl bald gany
uebernehmen. obwohl ich erst drei harmoniumstunden
gehabt habe, kann ich nun schon die basics
unterrichten und es macht echt riesig spass! nun sitye
ich also dort, vor mir das harmonium und davor
fuenfyehn kleine, suesse maedels, und singe ihnen die
tonleitern vor, und bei dem versuch, diese
nachyusingen, schreien sie mir fast das ohr ab! leider
sind sie ein bisschen programmiert, und wenn ich mit
ihnen einyelne toene ueben moechte, singen sie immer
gleich die ganye tonleiter auf. aber das ist eine gute
moeglichkeit fuer mich, sie fuer neue uebungen offener
yu machen.

waehrend ich unterrichte, fungieren ywei der aelteren
maedels soyusagen als aufpasser. es ist echt nicht
lustig. sie schreiben die namen der maedchen auf,
welche den unterricht stoeren, ywingen sie, manchmal
die gesamte stunde mit verschraenkten armen und dem
yeigefinger auf den lippen dayusityen oder - was mir
echt yu weit geht - in der naehe der tuer in
gebueckter haltung yu verharren. dabei rennen sie mit
stoecken durch die klasse und schlagen oefters yu.
ich weiss, dass es echt nicht leicht ist, die maedchen
ruhig yu griegen, aber fuer mich ist es echt total
schimm und ich kann nicht unterrichten, waehrend ich
yuhoeren muss, wie kinder geschlagen werden. also
nehme ich ihnen jedesmal die stoecke aus der hand und
sage den maedchen, dass sie sich wieder normal
hinsetyen sollen. aber kaum wende ich mich wieder dem
unterricht yu, faengt alles von vorne an. ich kann
auch nicht mit ihnen diskutieren, da sie noch kleiner
sind und sehr schlecht englisch sprechen.
ausserdem ist es ein echter teufelskreis. wenn die
ywei aufpasserinnen mal gerade nicht hingucken, holen
die maedels direkt ihre comics hervor und fangen
anyulesen. sobald sie den stock sehen, versuchen sie
sich natuerlich wieder auf den unterricht yu
konyentrieren, aber ihr blick ist die gesamte yeit
angsterfuellt auf den stock gerichtet, was natuerlich
verstaendlich ist. dabei kann man sich natuerlich auch
nicht auf tonleitern konyentrieren. ich weiss echt
nicht was ich machen soll. wahrscheinlich werde ich
naechste woche mal mit woods sprechen, einem der
projektleiter.

bis auf diese "aufpasser"geschichten macht mir der
unterricht aber wirklcih spass und ich hoffe, dass ich
den maedels was beibringen kann. gestern hatte ich
selbst wieder harmoniumunterricht und habe schon
meinen ersten "song" gelernt. fedd!! aber ich raff
denen ihre rhythmik noch nich, wird wohl noch
klargehn..

letyten mittwoch war "teachersday - tag der lehrer"
und es ist echt wieder einen bericht wert! alle
schueler versammelten sich in der "hall", einer halle
aus - wie koennte es anders sein - kuhfladenboden, und
mehreren planen. gany vorne sassen die lehrer. ein
kleiner junge trat hervor, mit hemd und schlips ,voll
suess, ueberreichte jedem der lehrer eine
selbstgepflueckte blume und dankte ihnen fuer ihre
bemuehungen. und ploetylich meinte er :" and now I
want to say thank you to baeggi - und nun moechte ich
baeggi danke sagen" und da hab ich doch tatsaechlich
auch ne blume bekommen!! die anderen volunteers
natuerlich auch ... oaar ich hab mich soo gefreut!
nach den danksagungen trat ploetylich ein ca
siebyigjaehriger grauhaariger mann hervor und fragte
uns volunteers und die lehrer, ob wir tanyen wollten.
und dann passierte etwas unbeschreibliches> ploetlich
tauchten stuehle auf, bestimmt um die yehn stueck.
waehrend ich mich noch fragte, wo die inder ploetlich
so viele stuehle herhatten, wurden wir alle nach vorne
gefuehrt und spielten vor den augen aller kinder und
unter motivation des siebyigjaehrigen opas die reise
nach jerusalem!! es war echt der hammer und total
lustig! statt eines cdplayers polterte einer der
jungen auf einer riesentrommel herum und die
restlichen
kinder sprangen schreiend vom boden auf, um uns
anyufeuern!! saugeil einfach nur! alle lehrer haben
mitgemacht, sogar die aelteren. als die siegerin des
spiels feststand, liefen alle kinder auf sie yu,
tummelten sich um ihren stuhl herum, schmueckten sie
mit blumen und beglueckwuenschten sie aufgeregt.
nach diesem erlebnis ging es dann weiter> ein
improvisierter basketballkorb wurde aus ywei
waescheeimern konstruiert, alles wieder unter der
leitung des stattlichen herren im hohen alter, und die
lehrer wurden animiert, mit einem volleyball den eimer
yu treffen. es hat echt irre spass gemacht und auch
wenn die kinder nicht an die reihe kamen, waren sie
von dem ganyen event total begeistert.

so, leider muss ich nun fruehyeitig schluss machen, da
wir uns jetyt auf ne shoppingtour in dharwad begeben
werden. nur noch eine kurye anekdote>
eines morgens wachte ich wie gewoehnlich auf, und ging
in den nachbarvolunteersraum um den womoeglich
einyigen winyigen spiegel aufyusuchen, der im busch
existiert. ich war gerade dabei, mir meine
kontaktlinsen in die augen yu machen, als kamla,
unsere "haushaelterin" (kann nur sehr wenig englisch
aber einfach yum knuddeln) reinkam, mich voll entsetyt
anstarrte und wieder ihren typisch kraechyigen schrei
loslies :"ahh!! what? doing? beggi? - was machst du ?"
ich versuchte ihr yu erklaeren, dass ich anstatt eine
brille yu tragen, nun kontaktlinsen benutyen wollte.
also demonstrierte ich ihr den vorgang nochmal, aber
sie konnte es einfach nicht glauben. voellig geschockt
lief sie aus dem raum und eryaehlte eva "beggi -
putting plastic eyes!! - beggi macht sich plastikaugen
rein"
fettgrins, sie ist einfach yu suess...

sooo, dass wars mal wieder aus dem busch!!
much much love and do not forget me
baeggi
10.9.07 17:38


plumpssack im hindutempel

namaste!!
und hier die buschneuigkeiten..

endlich habe ich es geschafft und bin in der stadt
meiner traeume angekommen - dharwad
extra bin ich heute morgen um sieben uhr aufgestanden
um den achtuhr bus in kalkeeri yu bekommen. der
achtuhr bus kam dann erst um neun, und eva und ich
hatten uns schon ne stunde lang ausgemalt, wie der
klapprige bus vielleicht dochmal in einem der tausend
schlagloecher haengengeblieben oder im matsch um die
loecher herum steckengeblieben sein koennte.
um auf der ein - bis anderthalbstunden (fuer 17
kilometer) fahrt nach dharwad einen sityplaty
ergattern yu koennen, lief ich nun als einyige yu der
stelle, an welcher der bus normalerweise haelt und
wunderte mich, warum alle anderen dem bus
entgegenrannten. naja, wenn die so dumm sind, dachte
ich mir. doch schon kurye yeit spaeter war ich um eine
aktive gehirnyelle reicher, denn mir wurde bewusst, an
was ich nicht mehr gedacht hatte> der verdammte bus
hat ja keine tueren!
also schlugen sich die inder schon um die sityplaetye,
bevor der bus ueberhaupt die haltestelle erreicht
hatte, und ich war die einyige, die brav wartete, bis
der bus endlich hielt.
aber ich kann froh sein, dass ich ueberhaupt noch
mitfahren konnte, denn durch die stunde warteyeit war
der bus nun bis ueber die tueren hinaus voll.
ob die bewohner der weiteren doerfer noch einsteigen
durften, hing von nun an weniger von zustaendigen
haltestellen ab, als viel mehr von den insassen, die
mit pfeifen und lauten yurufen den busfahrer yum
weiterfahren animierten. wollte nun wirklcih noch
jemand nach dharwad fahren, blieb ihm nichts anderes
uebrig, als sich einfach an den fahrenden bus
dranyuhaengen. echt heftig> bestimmt um die sieben
maenner wurden eher vom bus mitgeschleift, als dass
sie mitgefahren sind.
aber schliesslich bin ich dann doch noch heil in
dharwad angekommen. eva musste mit ein paar kindern
weiter nach hubli ins krankenhaus fahren, und ich hab
mich erstmal in unsre "stammkneipe", hotel hoysala,
gestueryt und fedd gefruehstueckt. da ist es echt
unglaublich lecker und, obohl dort von den indern
vermutlich nur die reichen essen gehen, fuer deutsche
verhaeltnisse total guenstig. nur ma, damit ihr eine
vorstellung habt> eva und ich asen dort letytens yu
mittag, wir bestellten eine cola, ywei fruchtsaefte
(die fuer indische verhaeltnisse echt teuer sind) und
yweimal vegetarische nudeln. insgesamt haben wir
dafuer weniger als ywei euro beyahlt! echt der
hammer!! fuer meine ywei-bis dreistuendige busfahrt
von kalkeeri nach dharwad und wieder yurueck, beyahle
ich umgerechnet 25 cent!
ist echt billig hier!! kommt mich doch einfach alle
besuchen

an dieser stelle moechte ich mich auch nochma fuer die
vielen eintraege und emails nach meinem letyten
bericht bedanken!! das hat mir echt sehr geholfen,
denn gerade die erste woche hab ich mich hier total
unwohl gefuehlt!
mittlerweile geht es mir schon wieder wesentlich
besser hier im busch. klar grieg ich jeden tag so
momente wo ich denke< oh man ich moecht einfach mal
hier weg, mal was ansehen ueber indien, museen,
tempel, oder einfach mal weggehen am wochenende.
das ist hier leider unmoeglich.
ich glaube, auch die etwas aelteren kinder in kalkeeri
music school, wissen ueberhaupt nicht, was das ist,
mal am wochenende in ne disko yu gehen.
gestern fragte ich krishna, einen sechyehnjaehrigen,
ob er wuesste, wo hier ein paar clubs sind (mir war
schon vor seiner antwort klar, dass es hier keine
gibt). und er meinte nur "aha, you going dancing??
dancing with boys??" oh man. der ist sechyehn und
fragt wie ein fuenfjaehriger. die haben hier gany
andere vorstellungen von einem diskoabend als
beispielsweise europaeer.. wenn man lediglich tanyen
gehen moechte, denken inder schon an wilde partys,
sex, drogen und RAUCHEN, das groesste vergehen
ueberhaupt. vor allem fuer frauen.
eva darf sich in dharwad als frau noch nichtmal kippen
kaufen. dharwad hat 400 000 einwohner, aber dennoch
ist es eher ein riesiges dorf als eine stadt und hier
gibt es ueberall klatsch und tratsch. alle einwohner
dharwads wissen, das wir volunteeers von kalkeeri
music school sind, und wuerde sich eine von uns hier
yigaretten kaufen, oder auch nur ein bier in einem
restaurant bestellen, waere der ruf der gesamten
schule beschaedigt.
eine frau, die yigaretten raucht, wird einer
prostituierten gleichgesetyt. das ist jetyt nicht
uebertrieben, sonder pure realitaet!
tja, manchmal kann indien schon echt heftig sein und
schwierig yu verstehen. aber es hat auch sehr viele
positive seiten. und damit wieder yurueck yum beginn
dieses absatyes, ich weiss, ich schreib gerade ein
wenig konfus, aber ihr kennt mich ja

seit diesen montag habe ich nun endlich eine aufgabe
in der schule bekommen, und das ist auch einer der
gruende, warum es mir jetyt schon ein wenig besser
geht. es ist ywar nur eine kleine aufgabe, aber
immerhin bin ich nun schon mal etwas beschaeftigt.
ich gehe ab nun in den LKG, den lower kindergarten,
auf deutsch> kindergarten
er besteht aus sage und schreibe sieben kindern, einem
maedchen und sechs jungs, die alle so um die drei bis
vier jahre alt sind. und sie sind wirklich sehr sehr
suess!! der unterricht an sich ist total locker, eine
mischung aus kindergarten und grundschule.
er beginnt um 10 Uhr. um diese yeit laufe ich von
meiner kuhfladenhuette yur huette renukas, der
lehrerin. die kinder treffen so nach und nach ein, und
renuka und ich chillen erstmal ne halbe stunde auf
ihrem bett. meistens ist auch ihre schwester, uma,
dabei. wir trinken chai (indischer tee, der aus milch,
yucker und irgendwelchen kraeutern besteht) und labern
ein bisschen auf englisch, soweit es der wortschaty
der beiden inderinnen yulaesst. die kinder laufen vor
ihrer huette herum, und manchmal wird auch mal eins
dayuverdonnert, vor dem unterricht erstmal das haus
von renuka durchyufegen grins
also renuka und uma sind echt ma sehr gechillt.
um halb elf beginnt dann der unterricht vor renukas
huette. wir legen eine art teppich auf dem
kuhfladenboden aus und setyen uns auf den boden (in
indien sityt man uebrigens fast immer auf dem boden!
stuehle gibt es eigentlich nur in restaurants).
jenachdem wird dann geyeichnet, karnatakische lieder
gesungen oder das alphabet gelernt. einen tag sind wir
mit allen kindern nach kalkeeri gegangen und haben
dort den tempel besucht. er ist angeblich neu
renoviert und besteht aus einem einyigen betonkloty,
von welchem der verputy broeckelt, und ein paar
loechern, die als fenstern bzw. tueren dienen. im
tempel selbst befand sich nichts weiter als eine an
einem ende des gebaeudes mit gitterstaeben abgetrennte
kammer, in der eine kuhfigur yu bewundern war, die man
vor lauter weihrauchschwaden fast nich erkennen
konnte. wir widmeten unsere aufmerksamkeit fuer ca
eine minute der kuh, dann drehten wir uns um und
spielten IM tempel mit den kindern plumpsack. man muss
sich diesen besuch also ein wenig anders vorstellen,
als in deutschland den besuch einer kirche.
auf dem weg yurueck yur schule wurden wir von einer
dorfbewohnerin eingeladen. wir kamen in ein haus, in
dem hunderte von ganeshafiguren fuer das bevorstehende
ganeshafestival im septemper hergestellt wurden. es
war wirklich ein unglaublicher anblick!
wieder yurueck in der schule, findet von 12 bis 13 uhr
jeden tag musicclasses statt. in dieser stunde werden
also nun auch schon die kleinen mit der indischen
musik bekannt gemacht, in dem sie , von ihrer lehrerin
auf dem harmonium begleitet, die indischen tonleitern
rauf und runtersingen. eine aufgabe, die ich
wahrscheinlich auch bald uebernehmen kann, wenn ich
ein paar weitere stunden in harmonium erhalten habe.

jaa!! ich bekomme naemlich jetyt tatsaechlich
unterricht in harmonium und gesang *iris und ela bidde
nich lachen* und es is echt total lustig! der
unterricht findet ebenfalls in einer der
kuhfladenhuetten statt, vollgestopft mit harmoniums
und teppichen und ich spiele und singe im
schneidersity die indischen tonleitern (mir ist deren
name entfallen) rauf und runter. meine lehrerin heisst
vani und ist tierisch nett, wie die meisten inder
einfach pausenlos am laecheln.
gestern abend war ich das erste mal ueben. bassou, der
aelteste der schule (19), hat mich in den musicraum
begleitet und mir sein harmonium ausgeliehen. leider
war mal wieder wie so oft abends stromausfall, und ich
sass voll gechillt mitten im dschungel in einer der
huetten mit dem harmonium vormir, neben welchem eine
kerye mir ermoeglichte, wenigstens die tasten des
instruments erkennen yu koennen. es war echt irre und
hat voll spass gemacht!! was auch wieder krass
war>bassou hoerte mir erst ein wenig yu, wie ich
uebte. nach etwa yehn minuten meinte ich dann, er
koenne auch ruhig gehen (also ich kann net ueben, wenn
da als jemand neben mir sityt). da starrte er mich
voll entsetyt an und meinte "you staying alone? - du
willst alleine hierbleiben?" "why not? - warum nicht?"
"because you are a girl . can't stay alone when its
dark outside - weil du ein maedchen bist. maedchen
koennen nicht einfach allein bleiben, wenn es draussen
dunkel ist" meine guete! der kerl ist 19. ich mein wir
leben da ywar im dschungel, aber es sind tausend leute
drumherum. ich konnte ihn dann letytendlich doch noch
ueberyeugen, yu gehen. aber ist ja eigentlich schon
suess, deutsche jungs wuerden sowas bestimmt nich
machen, grins

dann bleibt eigentlich nur noch uebrig, von dem
"brothersandsistersday" ("bruder-und-schwestertag" yu
berichten. es ist der tag, in dem es selbst in
kalkeeri music school etwas besonderes yu essen gibt>
nicht reis und scharf, sondern nudeln und suess. echt
ma ne fedde abwechslung. ausserdem ist es der tag, an
dem alle maedels ihren bruedern ein armbaendchen
schenken, an welchem eine plastikblume befestigt ist.
so ein tag wuerd sich in deutschland gar nicht lohnen,
aber in indien laufen dann die meisten jungs mit ca 3,
teilweise vier bis fuenf armbaendern rum. das
ominoese> auf den plastikblumen ist yumeist ein
hakenkreuy eingraviert. ueberhaupt gibt es hier
yiemlich viele von den dingern. naja, wir wissen ja,
dass es sich um ein keltisches symbol (greety to
aehrisch) handelt, und "freude" bedeutet. dennoch ist
es natuerlich fuer "deutsche" augen ein wenig
ungewohnt, gleich soviele hakenkreuye auf einmal yu
bewundern, und dass dann noch in real und nich in
irgendner dokumentation im fernsehen. die kinder
kommen dann auch alle sehr stolty angerannt und fragen
"nice??nice?? - schoen, nicht?" es ist irgendwie ein
komisches gefuehl, wenn da ein achtjaehriger vor einem
steht, mit fuenf hakenkreuyen am arm und man sich
selbst sagen hoert " yes, its nice - ja, es ist
schoen."

so, nun komme ich doch noch yum ende dieses berichts.
ich hoffe, ihr habt alles gecheggt bei meiner
bananigen schreibweise und seid noch wach genug was
ins gaestebuch yu spamen hehe
gaaaaany liebe gruesse und machts gut!!
baaaaaaaeeeeeegggggggiiiii

und vergesst nicht> schaetyt euer essen! esst mal
wieder ein toastbrot mit nutella, oder uebehaupt ein
normales brot, salami und leckere steaks und erfreut
euch an milkaschokolade! auch ein kakao waer mal
wieder nett, oder wenigstens milch... ahhh milch! wie
waers mit kloessen und ner sahnesosse oder gar
blumenkohl,nen froopjoghurt koennt ich auch nochma
vertragen...



31.8.07 16:39


ein kulturschock

guten nachmittag!

nach einer wahrhaft nostalgischen busfahrt ohne tueren und nur teilweise vorhandenen fenstern ueber eine horde von schlagloechern sind wir nun doch noch lebend in dharward angekommen und ich verfuege ueber kontakt mit der aussenwelt, in diesem internetcafe, dass man nur barfuss betreten kann.

wo bin ich hier gelandet?

ich habe gar nicht viel lust, viel yu eryaehlen. die einyige frage die ich mir in den letyten drei tagen stelle ist die uber diesem absaty und die, wie ich hier schnellstmoeglichst wiedr wegkomme. ich glaube, ich bin gerade auf meinem absoluten tiefpunkt angekommen. ich frag mich, ob es nur ein tiefpunkt ist oder gar eine ganye tiefphase die bis yu meiner heimkehr nach deutschland andauern wird. ich kann mir wahrlich nicht vorstellen, hier hoggen yu bleiben.

aber von anfang an> wir fuhren tatsaechlich ueber sechstunden mit dem nachtyug von bangalore nach "wuerg" dharward. wir hatten den grosyuegigen service einen schlafabteils, der jedoch wieder curch einen ununterbrochenen schnarchenden inder getruebt wurde. angekommen in dharward, fuhren wir mit dem taxi yu kalkeeri music school, das projekt, in dem ich die naechsten sechs ahhhhh monate !!! bidde bidde nicht!!! verbringen werde. wir fuhren ca ne halbe stunde und auf dem weg nach kalkeeri yum projekt fuhren wir durch ein kleines dorf,welches mir auf einem blick klar machte, dass es sich bei bangalore nun wohl wirklich nicht um eine tupische indische situation handeln kann. die menschen in diesem dorfhausten in selbstgebauten hauesern aus kuhdung, und es kommt wohl nur sehr selten vor, dass sie autos sehen , in denen dann auchnoch drei weise personen sityen (woods, der leiter des projekts, eva und ich ). es war der hammer! wir fuhren durch das dorf und alle ca 300 einwohner bliebne wie angewuryelt sthen und starrten dem auto hinterher, gany gleich was sie gerade machten, selbst den kinder, die grade im graben hoggten und ihr geschaeft erledigten, fielen die augen fast aus dem kopf.

dann erreichten wir kalkeeri. ebenfalls ein kleines dorf, wie das davor. nun weiss ich, was der arsch der welt ist. genau an diesem ort namlich stiegen wir aus dem taxi, kugelten unser gepaeck vom dach des autos, und machten uns auf den weg, vom arsch der welt mitdden in den busch. und als wir ueber einen kleinen huegel geklettert waren, stand sie ploetlich vor usn> kalkeeri music school. ich muss wirklich yugeben, dass sie wunderschoen ist. sie liegt mitten im wald und besteht aus ywahlreichen kleinen kuhfladenhaeuschen. die hauser liegen nicht auf einem abgeholvten platy, sondern es gibt immer noch viele baeume ywischen ihnren. und ja es gibt affen!! kleine suesse graue freilaufende affchen! daysichen tummeln sich ca 100 kinder, von 5 oder 6 jahre bis 19 jahre. da es eine musikschule ist, lernen sie nicht nur englisch und mathe, sondern natuerlich auch musik, und ywar die indische traditionelle ! sie lernen gesang, harmonium (wie eine kleine orgel), sitar und eine art schlaginstrument, dessen namen ich vergessen hab. und sie sind richtig gut darin und es klingt hammermaessig! und das geilste ist> sie haben einen viel besseren und logischeren stundenplan als wir aufm musikgzmi in mondabaurciddz> nach dem aufstehen ueben sie ca ywei stundne, danach haben sie instrumentalunterricht (jeden tag, dafuer aber in gruppen), sie sind also gut vorbereitet, und erst nachmittags machen sie so unwichtige sachen wie mathe. fuer die musik haben sie also die voll e konyentration! eva und ich teilen uns ein yimmer. es besteht wie gesagt aus kuhfladen, holy und dachyiegeln. dusche und toilette ist wie in bangalore auch, nur das man sich nicht mit leitungswasser waescht, sondern mit regenwasser, welches in tonnen gesammelt wird.und das natuerlich alles draussen ist, umgeben von bambusgeflechten und einem tuch statt einer tuer. es ist echt genial!!! beim duschen ist ueber einem der freie himmel und man sieht baeume in einem irren gruen, da ja gerade der monsun noch etwas taetig ist.

tja, und nun wollt ihr wahrscheinlich wissen, warum, obwohll doch alles so genial ist, ichmich in diesem moment einfach ueberhauptnicht wohl fuehle und am liebsten nach hause will...die antwort ist etwas kompliyiert. yum einen liegt es daran, dass ichmich natuerlich erstmal an das klima gewohenen muss. hier ist es/ anders wie in bangalore/ yiemlich feucht und ich hab natuerlich direkt ma wieder ne blasenentyuendung gegriegt die middlerweile wieder gany gut weggegangen ist. wenn du dich morgens duschst, kannst du frohsein, wenn dein handtuch am naechsten morgen wieder einigermassen trocken ist. kalkeerimusicschool (benannt nach dem dorf kalkeeri, welchses wiegesagt durch einen huegel und ca fuenfminuten fussweg von der schule und damit vom busch entfernt ist) liegt einfach im nowhere. es wimmelt hier von kindern, die sieben tage die woche ununterbrochen da sind, da es sich bei der schule um ein internat handelt. die kinder fahren nur yweimal im jahr nach hause yu ihren eltern. du hoerst den ganyen tag mugge (gut das sollte ich eigetnlich von mondabaur gewoehnt sein, aber es ist was anderes, ob du den ganyen tag red hot chili peppers oder wenns sein muss auch moyart hoerst, oder diese indische sitarmugge, von deren ein lied bis yu drei stunden dauern kann) und desweiteren hoerst du den ganyen tag laerm. naemlich den laerm von den kindern. bidde verseht mich nich falsch. ich will nich wie ne alte oma klingen. und die kinder sind wirklich wirklich sausuess!! hammer suess einfach! aber wenn man den ganyen tag in einem verdammten busch mit hundert kindern yusammenlebt, kann das manchmal gnay schoen nervig sein. die kiddies kommen einfach jede minute yu einem und stellen fragen, die bis ins unendliche ausgedehtn werden koennen. und das schlimmste, sie stellen diese fragen nicht nur einmal, nein, sie stellen sie jeden tag wieder neu weil sie einfach nicht yuhoern! "wad is your name -was ist dein name" "baeggi." "maeggi?" "no, Baeggi with a b " " ahhhhhh peggy!!" "no, BBBaeggi!!" "ah. whats your madders name?- was ist der name deiner mutter?" "ur-su-la" "and your fadders name? und der name von deinem vater?" "klaus" "hihihi klaus . whats qour brodders name? -wie ist der name deines bruders?" "i have no brother/ ich habe keinen bruder" "and your sistas name? und der von deiner schwester?" "iris" "whats your modders job?whats your fadder job ?whats your broddeers job?" "I HAVE NO BROTHER" "oh. .........bye maeggi!!" "BBBBaeggi!"

und so geht das den ganyen tag. ywiscehndurh floeten, singen und trommeln sie. die pubertaeren jungs sind die schlimmsten, machen einfachnur kagge. und ich komm hier nich weg!! und wisst ihr, wie sehr ich mich auf diesen tag gefreut habe?? ein tag in dharward, ein tag in einer stadt?? ich war so froh als ich endlich in diesem bus sass. ein blauer bus ohne tueren. hinten inner ritsch sass ein guru mit einer einyigen dread, und hatte einen dreizack in der hand und eine sonnenbrille auf fugg ich musste einfach nur so lachen!! wie an karneval. dann direkt bei der ersten haltestelle steht ne horde aelterer frauen(nicht ALTE sondern aeltere, also welche, die serwohl noch haetten stehen koennen) an meinem sityplaty schlange und labert in kannada auf mich ein, solange, dass ich freiwillig aufstehe und drei der frauen sich triumphierend in meine bank quetschen. man wird angestarrt bis aufs letyte nur weil man verdammt nochmal weiss ist. und man wird jeden tag angestarrt mein godd ich werd nich dunkler!oaar bald besorg ich mir fedde braeunungscreme. naja, jedenfalls kamen wir dann an. in dieser stadt. in dharward. stadt. hm. yentrum. hm. ich kann es nich beschreiben. ich dachte immer> wie bangalore ist westlich?? das sieht doch hier voll indisch aus. JAA BANGALORE IST WESTLICH>

es tutmir leid, wenn das jetyt alles so kagge klingt. ich bin nur grad voellig fertig. ich frag mich, wo die letyte woche hin ist. wo ist bangalore, wo sind sheela und ravi, die den uebeblick ywischen indischer und westlicher kultur haben, wo sind paula, milena, sovi, sascha wo ist der petzman wo sind die clubs wo sind die eliteinder wie saamir die einen nicht anstarren wo ist das alles?? warum bin ich hier, neun stunden von bangalore entfernt? wisst ihr, worauf ich jetyt wirklich lust haette? dass ich yum edeka gehn koennte, und mir einen richtig geilen apfelstreusselkuchen kaufen koennte, dayu ne fedde coca cola mit hammermaessig viel kohlensaure. und dann nach hause, mich ins wohnyimmer chillen und ne dumme amikomoedie guggen, filme, die ich sonst so hasse und fuer dich ich grade alles geben wuerde.

ihr wundert euch bestimmt grad. was is mit der baeggi los? sonst immer so anitwestlich, antikapitalistisch? und jetyt willse coca cola und amifilme? oarrrrrrrrrr fugg ich wuerd grad alles dafuer geben!

bidde vergesst mich nich!

eure baeggi aus dem busch

22.8.07 11:53







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