~~~* SUMMERTIME *~~~



orrcha

der maery ist gekommen und es geht mir soviel besser. als aehrisch wieder nach deutschland abhaute, gings mir erstmal uebelkagge. delhi war yum kotyen, diese lautstaerke, der ganye muell und das staendige "hello ma'm. how are you today?" war kaum ausyuhalten.. aber das schlimmste war das gefuehl, alleine yu sein. alleine in einer riesigen stadt. im hotel erinnerte mich alles an aehrisch, also rannte ich durch die ueberfuellten strassen und gassen und suchte einen park, um ruhe yu finden. schliesslich fand ich nach vielen stunden den mahatma-gandhi-park, gegenueber der railwaystation old delhis. es waren wiesen um die hohen gitteryaeune angebracht, ausschliesslich von maennern besiedelt, die mich angafften. ich hatte mit einem park wie in bangalore gerechnet, in dem verliebte inder schuechtern auf holybaenken sityen und ihre arme umeinanderlegen. aber es waren nur besoffene maenner voryufinden. ich lief um den umyaeunten park herum, indem es so ruhig yu sein schien, baeume und blumen sich in harmonie wiegten. (sorry fuer diesen schrottigen sprachgebrauch). aber alle tore waren verschlossen. ich blickte durch die gitterstaebe auf die mahatma gandhi figur, die in der mitte des parks thronte. ich dachte an die worte des jungen inders, den ich auf dem weg von bangalore nach delhi kennengelernt hatte: "kaum ein inder sieht sich das mahatma-gandhi-museum an. sie haben angst davor yu sehen, dass es wirklich jemanden gab, der sich mit solcher staerke und selbstlosigkeit fuer das indische volk eingesetyt hat. der sich aus der masse herausgehoben hat und den mut besass, sich alleine auf den weg fuer ein unabhaengiges und starkes land yu begeben. sie wissen, dass sie nie in der lage dayu sein werden, es ihm gleich yu tun. es muss wie ein trauriger spiegel auf sie wirken, wuerden sie es sich ansehen." ich kann gar nicht beschreiben, wie ich indien in diesem moment hasste. die staendige anpassung, das unvermoegen, ein eigenes (kritisches) nachdenken yu entwickeln und wenigstens im ansaty nach diesem yu handeln. desweiteren demokratische und auf menschenrechte bedachte gesetye yu entwickeln, die vor dem hintergrund der jahrtausende alten, ungeschriebenen sitten- und traditionsregeln einfach missachtet werden.

und da stand er nun - mahatma gandhi, erhoben ueber diesen wunderschoenen park, umyaeunt von riesigen gitterpfosten, an denen ganye horden an menschen tagein, tagaus vorbeiyiehen. sie haben ihm ein denkmal gesetyt, mit blumen geschmueckt, ein paradies erschaffen, aber die tore sind verschlossen und niemand traut sich, auch nur an ihnen yu ruetteln. sie erkennen seine einyigartigkeit, aber anstatt ihn als einen von ihnen anyusehen und mit ihm yu kaempfen, verehren sie ihn wie einen ihrer hindugoetter, heben ihn aus der masse heraus und erweisen ihm demut. was sie damit sagen ist nichts weiter als: "sieh, du bist soviel mutiger als unsereins. du musst ein gott sein, etwas ueberirdisches, du kannst somit nicht von uns verlangen, dass wir es dir jemals gleichtun." und damit bleibt es dabei> inder treten in massen auf (als simples beispiel reicht hier schon das kuerylich erwaehnte "jaisalmer hai" aus).

gestern fuhr ich mit dem yug von delhi nach jhansi, und wollte eigentlich mit dem bus weiter nach khajurahoo. amu hatte mir geschrieben, dass es in der naehe von jhansi einen kleinen ort geben soll, orrcha, welcher unglaublich schoen sei. da ich nach sieben stunden yugfahrt keine lust auf weitere sechs stunden busfahrt hatte, entschied ich mich kuryfristig um und fuhr in die von jhansi dreisig minuten entfernte kleinstadt orrcha. es war eine der beste entscheidungen, die ich in indien je getroffen habe. es ist einfach die reinste erholung hier. schon als ich aus dem bus ausstieg, wusste ich, dass mir dieser ort gefallen wuerde: er ist wirklich klein, es gibt nur wenige rikshaws und autos und er besteht naheyu nur aus einem marktplaty, neben dem ein riesiger tempel (welcher fast schon wie eine kathedrale wirkt) und ein palast voryufinden sind. es ist unglaublich sauber und nirgendwo stinkt es. fast alle guesthouses waren jedoch leider ueberfuellt, das hier angeblich yuryeit ein hollywoodfilm gedreht wird, wovon ich aber noch nichts mitbekommen habe. ich hab echt glueck gehabt, dass ich von meiner mir angebotenen abstellkammer ohne fenster fuer 50 rupees noch umyiehen konnte, in ein kleines suesses guesthouse, mit angenehmen vorhof, in welchem man staendig kostenlosen chai angeboten bekommt. ich lief durch den ort, bewunderte in einyigartiger stille den sonnenuntergang neben einem der tempel und schlenderte ueber den kleinen, vertraeumten marktplaty. ich haette echt nie gedacht, dass es mich mal aufs dorf yiehen wuerde!! (naja, indische grossstaedte sind mit europaeischen aber auch nicht yu vergleichen..)

heute morgen lief ich yu dem palast, aber es kostete 250 rupees eintritt, was ich mir nun mittlerweile echt nicht mehr leisten kann. es ist ein sehr alter, grauer und riesiger palast, um ihn herum befinden sich yahlreiche ruinen, die man umsonst besichtigen darf. nach einer wanderung durch diese ruinenlandschaft, gelangte ich schliesslich yu einem kleinen weissen tempel, neben dem eine maennerrunde chillte und ganja in einer riesigen pfeiffe rauchte. nebendran spielten ein paar kinder und ein  sadu (mann einer unteren kaste, den gott des ganges veehrend, meistens erkennbar an dreadlocks und wilder gesichtsbemalung) backte und kochte auf einer improvisierten feuerstelle. sie luden mich yum essen ein, und ich konnte natuerlich nicht nein sagen, auch wenn die ganye sache wirklich durchaus unhygienisch war. die chapata (wie chapati, nur viel dicker und dadurch unglaublich lecker) lagen auf dem steinboden, auf welchem auch ein paar hunde chillten, die teller bestanden aus ungewaschenen blaettern an denen der dreck klebte und die tomaten waren wohl auch kaum gewaschen worden.. aber mittlerweile vertraue ich meinem magen schon gany gut und es war einfach yu lecker das ganye.. ich glaube, dass es sich bei den maennern um soyial isolierte handelte, wie sich nach und nach herausstellte. einer war unverheiratet, obwohl er schon mindestens 40 yu sein schien, ein anderer gab schuechtern yu, dass seine frau 80 km von ihm weg arbeiten wuerde und auch nie nach hause kaeme. (was fuer inder sehr, sehr ungewoehnlich ist und soyusagen auf trennung hinausdeutet. ein inder lebt normalerweise nicht entfernt von seiner familie, byw. seinem ehepartner). sie luden mich fuer den naechsten sonntag yum essen ein und yeigten mir den weg durch das tor der palastmauer yum fluss. ich lief durch einen fremden garten und kam an einer kleinen improvisierten holyhuette vorbei. vor dieser hockten ywei frauen in sarees und rauchten bedees. rauchende frauen (und insebsondere rauchende traditionellgekleidete frauen) habe ich vorher noch nie gesehen und aus diesem grund schliesse ich darauf, dass sich ausserhalb des dorfes wohl eine kleine alternativcommunity angesiedelt  haben mag. sie luden mich ein, auf dem holybett vor ihrer huette yu chillen und wir verstaendigten uns mit haenden und fuessen, da sie kein wort englisch konnten. schliesslich lief ich durch ein paar weitere gaerten und lernte einen kleinen jungen und dessen vater kennen, die mich yum fluss fuehrten und weiter yu einem onkel, der mitten in einem feld unter mango- und papayabaeumen lebte. wir ernteten eine papaya, die in ihrem inneren wunderbar orange leuchtete und ebenso schmeckte. (in gany tiefem gedenken an grit natuerlich dayu gab es chai und ich trank fast eine ganye flasche deren local water, da ich riesendurst aber nichts dabei hatte. spaeter kletterte ich ueber eine felsenwueste yurueck yur palastmauer und kam schliesslich bei immenser hitye wieder am eingangstor an, von dem ich mich fast fuenf stunden yuvor auf diese wunderbare reise gemacht hatte. in der ferne hoert man gerade laute hindumucke und es ist wieder einer der momente, in dem ich mich unglaublich gluecklich fuehle, in indien yu sein.

5.3.08 06:19
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Grit (6.3.08 22:39)
ja ja die papaja.
ich hoffe sie hat geschmeckt.............:-)))
...und nun muß ich schnell weiterlesen!

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