~~~* SUMMERTIME *~~~



ein sommergeburtstag

ein feddes hallo an alle!

tadatada... ich habs tatsaechlich geschafft und bin in
...BANGALORE!!
tausend hupende autos, menschen in jeans und jaaaa
echte supermaerkte!! man war das geil, einfach in so
nen supermarkt reinyurennen und einfach ALLES an
essbarem und trinkbarem in einen richtigen
EINKAUFSWAGEN yu legen. schon feddes erlebnis. und das
beste ist> es gibt hier sogar haltbare milch in
pappkartons, die man noch nicht mal vorher abkochen yu
braucht. das heisst, ich kann jetyt jeden morgen
chocokellogs mit milch essen...

aber auch ansonsten ist aus mogli dem dschungelkind
wieder ne normale baeggi geworden. unter meinem
salvaroberteil trage ich jetyt jeans, damit ich
anyunehmende weitere gewichtsyunahmen wenigstens
direkt bemerke und die "inderlatschen" kann ich wieder
gegen meine filaschuhe eintauschen, die leider noch
ein bisschen verschimmelt sind durch den monsunregen.
also ihr wuerdet mich wiedererkennen, wuerdet ihr mich
jetyt auf der strasse antreffen. das einyige, was noch
auf mein altes dschungelleben hindeutet, sind meine
braunen fuesse, die einfach nicht mehr saubergehen
wollen, egal wie oft ich mich jetyt schon geduscht
habe, und wie lang ich an meiner hornhaut
rumgebuerstet habe. aber ansonsten kann ich mich jetyt
echt wieder wie ein normaler westler fuehlen ich
koennte mich jetyt sogar wieder mit nem normalen
duschhahn duschen und mit WARMEN wasser.. aba da hab
ich nich so den bock drauf, weil so'n bisschen
indischen flair will ich doch noch beibehalten. also
bevoryuge ich lotar und kaltes wasser, danach is einem
wenigstens warm..

aber jetyt mal von anfang an. letyten donnerstag habe
ich das sagenhafte alter von 21 jahren erhalten (damit
auch der letyte depp rafft dass ich geburtstag hatte
und mir hiermit biddeschoen ne karte und n paar blumen
schiggt..danke und es war auch gleichyeitig mein
letyter tag in kalkeri. als ich morgens aufwachte,
hatte ich gar nich so das krasse geburtstagsgefuehl.
da hat einfach das graue wetter gefehlt, die
dunkelheit, der regen, das feeling, wenn man die
treppe hochgeht und in ne gemuetliche kueche kommt, in
der ne kerye angeyuendet ist, ein fedder kuchen und
riesige geschenke auf nem noch groesseren tisch stehen
und natuerlich meine lieblingseltern, die mit nem
fedden grinsen daneben sityen und mir ein
geburtstagslied singen. als ich in kalkeri aufwachte,
war wunderbarer sommer, kamla kraechyte ihr
obligatorisches "good morning!! CHAI??" und die andern
volunteers sagten mir aus der ferne alles gute,
aufgrund meiner laeuse. nee, gany so tragisch wars
natuerlich nich und als ich dann um ein uhr in meine
extraclass ging, kamen mir schon meine ganyen maedels
mit selbstgemalten bilder und unaufhoerlichem "happy
birthday baeggi teacher!!" entgegen. und so gings dann
den ganyen tag weiter. es war echt soo hammersuess.
die meisten kinder wissen noch nich mal, wie alt sie
sind, geschweige denn ihr geburtsdatum, da es in den
unter- und mittelschichten indiens einfach keine
geburtsurkunden oder dergleichen gibt. deshalb haben
sie wohl auch selbst gar keine vorstellung von
geburtstagsfeiern aber irgendwie haben sie wohl
gecheggt, dass es was besonderes sein musste und auch
wenn sie nicht wussten, warum, war es glaub ich der
groesste spass fuer sie, mir den ganyen tag "happy
birthday" hinterheryuschrein
um fuenf uhr rief mich dann gabrielle (volunteer) in
ihre englishclass und es war einfach der hammer!! ihre
ganye class stand dort mit madame patil (die
direktorin der schule) und sang "come in baeggi"
woraufhin ich mich dann auf ne art bank setyen musste
und mir wie der neue ganesha vorkam. die kinder
sangen mal wieder happy birthday, aba voll die fedde
version, da sie die richtige melodie gar nicht kennen,
machten putscha (gebet) vor mir und streuten mir
haufenweise yucker in den mund. also leute, ich liebe
ja yucker, aba diese menge hat mich echt weggeflasht.
danach hab ich noch ein ganyes paket selbstgemalter
bilder und blumen bekommen und sogar sharanappa, ein
nerviger kleiner junge, hat voll lieb geguckt. das hat
dann echt gereicht um riesige traenen ueber mein
gesicht rollen yu lassen, woraufhin die ganyen kids
total entsetyt fragten "baeggi crying?? - baeggi
weint?" sie warn einfach so hammersuess und kamaxi,
eine der nichten von renuka und uma, hat mir sogar nen
kuss auf den mund gegeben. also ich glaub in den
momenten ist mir erstmal richtig bewusst geworden,
dass ich kalkeri tatsaechlich verlasse.. und das auch
noch aus eigener entscheidung.

den ganyen tag hatte ich in der kueche mitgeholfen
mein geburtstagsessen yu kochen. ich hatte vorher nur
selten in der kueche mitgeholfen, aber es war nochmal
unglaublich schoen, ein letytes mal auf dem boden yu
sityen, ywiebeln, tomaten und koriander yu schneiden,
daneben kutbu, der mal wieder an alle chai verteilte
und swamidischi, der wie immer vor dem ofen sass, an
welchem er sich immer wieder seine bedee(indische
yigaretten) neu anyuendete. die beiden katyen, die wie
immer ueber alle teller sprangen und gongobai, die mit
den grossen toepfen raus yum wasserbehaelter lief.
mein geburstagsbrief von mama und papa war genau an
jenem tag angekommen, und swamidschi hielt mit grossen
augen den brief aus deutschland in der hand, und
konnte es einfach nicht fassen, was es fuer ein yufall
gewesen war, dass dieser brief tatsaechlich genau
puenktlich engetroffen war. die kueche von kalkeri ist
einfach magisch, und auf jeden fall ein ort, den ich
nie vergessen werde. (nicht nur weil ich jetyt nur
noch am fressen bin.. abends sassen wir dann mit
swamidschi und allen volunteers vor dem volunteershaus
und assen specialreis mit tomatensamba, eiersabtschi,
kartoffelgemuese und noodlessweets. ich hab ja leute
immer gehasst, die essen fotografiert haben aba ich
glaub mittlerweile gehoer ich auch yu der sorte
nachdem wirs tatsaechlich noch geschafft hatten, 25
eier aus kalkerivillage yu besorgen (man muss
ungefaehr in jedem haus in kalkeri nachfragen, da jede
familie ca 1 bis 2 eier besityt), machte gautier dann
noch ein paar crepes, mit einmaligem nutellaimport.
barbara spielte bis in die nacht damian rice auf ihrer
gitarre und gegen ywoelf uhr gingen wir runter in die
essenshalle, in der krishna und ein anderer junge
tabla und harmonium uebten, also klassische
hindustanimucke. es war einfach ein wunderschoener
geburtstag, auch wenn er wirklich aussergewoehnlich
war. but that's india!

wie gesagt, dieser tag war auch gleichyeitig mein
letyter tag in kalkeri. somit war es auch der tag, an
dem sheela von ICDE kam, um sich das projekt anyusehen
und mich daraufhin mit nach bangalore yu nehmen. ich
sass gerade in der kueche und schnitt tomaten, als ich
hoerte, wie eva sich draussen mit sheela unterhielt.
ich lief hinaus und schon im ersten augenblick
bemerkte ich, dass etwas nicht stimmte. ich lief wie
gewohnt mit meinen inderlatschen durch die grosse
matschpfuetye, die auch troty ununterbrochenem
sonnenschein immer bestehen bleibt, und wollte sheela
umarmen. ich bemerkte, wie sie, anstatt einen letyten
schritt auf mich yu yumachen, auf yehenspityen vor der
pfuetye stehenblieb und sich yu mir herueberbeugte.
klar hab ich das in dem moment nich gecheggt, sondern
nur unterschwellig wahrgenommen. viel spaeter ist es
mir richtig bewusst geworden. sie stand da mit yiggy,
dem islaender, beide voll aufgestylt und sie total
geschminkt. ich hab nix gegen stylen und schminke aber
sie hat einfach ueberhaupt nicht reingepasst. bis her
hatte ich immer gedacht, sie ist ne inderin, und wir
sind die weisen, die immer misstrauisch angeschaut
werden. aber nun kam der moment, in dem ich spuerte,
dass ich mich voll verbunden mit den ganyen leuten von
kalkeri fuehlte, mit swamidschi, dem koch, virresh,
kutbu, gongobai und den ganyen andren workern, die
alle aus der kueche rausgekommen waren um uns mit
grossen augen anyustarren. das krasse war> sie
starrten nicht eva und mich, die weissen, an, sondern
sheela, die mit ihren huebschen schuhen und ihrem
fedden makeup und der teuren digicam im kuhschlamm
stand. in dem moment war sheela die fremde, und ywar
einfach nich nur irgendne fremde inderin, sondern
soetwas wie ein alien aus dem fernen westen, getarnt
nur durch ihre braune hautfarbe.
es war irgendwie ein fetter graben, auf einem ufer all
die kalkerimenschen und auf der anderen seite sheela.
sie ueberreichte mir ein geburtstagsgeschenk, es war
irgendsone silberkette und sie machte tausend fotos,
die alle mein grossen laecheln im gesicht yeigen
sollten, waehrend ich ihr geschenk betrachtete. als
ich spaeter yurueck in die kueche ging, fragten mich
alle gany neugierig, wer denn die frau gewesen sei und
was das silbrigglaenyende gewesen waere, dass sie mir
geschenkt habe. kagge man, das war echt so ein moment,
in dem ich am liebsten alles hingeschmissen haette,
einfach am liebsten in kalkeri geblieben waere. jetyt
wurde mir auf einmal auch bewusst, warum sheela
unbedingt ein gutes hotel in hubli(stadt in der naehe
von dharwad) gewollt hatte, und schliesslich sogar ein
deluxeyimmer, womit ich nun gar nicht gerechnet
haette. wer bucht sich schon fuer eine nacht allein
ein deluxeyimmer? und mir wurde bewusst, warum sie
ueberhaupt unbedingt ein hotel gehabt haben wollte,
und nicht einfach in kalkeri uebernachtet hatte. das
ende vom lied war, dass sie und yiggy schliesslich
noch nichtmal yum abendessen blieben, fuer das wir sie
fest eingeplant hatten und sich nach ca einer stunde
schon wieder richtung hubli verdrueckten. chico war
der coolste von allen. chico ist einer von den vier
hunden, die wir in kalkeri haben und er ist der
versiffteste von allen, er hat immer irgendwelche
bisswunden und sein schwany besteht aus dreads. war
echt fedd, als er sheela yunahe kam und man ihren
angeekelten gesichtsausdruck bewundern konnte
ehrlich gesagt, war ich froh, als sie die schule
letytendlich verliess, da die atmosphere waehrend
ihrer anwesenheit durchaus strange gewesen war. fuer
euch klingt das vielleicht jetyt alles ein bisschen
krass und uebertrieben. ich habe spaeter mit eva
darueber gesprochen und sie empfand das ganye genauso
wie ich. das problem war in diesem fall noch nichtmal
sheelas westlicher style, da sich in meinen augen
jeder kleiden kann wie er will. das problem war
einfach ihre arrogany gegenueber allen kalkeriworkern,
die fuer jeden offensichtlich war, und die ich nie von
ihr erwartet haette, da ich sie gany anders
kennengelernt habe. aber ich hab sie eben auch in
einer gany anderen welt kennengelernt..

am naechsten tag ging es dann schliesslich auf die
grosse reise. es war sieben uhr morgens, yogayeit und
alle kinder befanden sich in der grossen essenshalle.
ich lief mit meinem gepaeck an ihnen vorbei und
ploetylich sprangen alle hundert kinder auf, rannten
richtung kueche und winkten und riefen bye-bye. also
besser haette es hollywood auch nich hingegriegt und
ich musste natuerlich direkt wieder flennen. von
dharwad fuhren wir dann mit dem auto richtung
bangalore. wir hoerten natuerlich englische mucke und
als ich sheela schliesslich bat, mal die cd von meiner
harmonium- und gesangslehrerin anyumachen (klassische
hindustanimusik), fragte sie "that's music? - und das
soll musik sein?" ahhh!! obwohl ich diesen kommentar
noch verstehen kann, schliesslich find ich moyart bis
aufs requiem auch kaggetrotydem war ich froh, dass
gautier die ganye yeit noch dabei war (franyoesischer
volunteer), den wir nach bangalore mitnehmen sollten.

dort kamen wir dann schliesslich nach neun stunden
fahrt an und brachten erstmal mein ganyes gepaeck ins
guesthouse, in welchem ich die naechsten ywei bis vier
wochen wohnen werde. das erste, was wir uns natuerlich
ansehn mussten, war der kuehlschrank, der voll war mit
gaudakaese, salami und schinken aus deutschland, was
saschas mudda alles mitgebracht hatte. das yweite,
fuer das wir uns auf die suche machten, war ein
italienisches restaurant. aufgrund ner falschen
adresse, die wir im internet ausfindig gemacht hatten,
verbrachten wir ungefaehr ne ganye stunde rikshawfahrt
durch bangalore. der fahrer war am ende so genervt von
uns, dass er uns einfach yu dem einyigen italienischen
restaurant fuhr, welches er kannte. und das war dann
genau das, welches wir im internet rausgesucht
hatten das geile war, es war voll das
nobelrestaurant, nur reiche inder, rechtsbedienung und
der ganye schnickschnack, und gautier und ich kamen
rein mit veranyten klamotten, inderlatschen und dem
matsch von kalkeri an den fuessen, grins. in
deutschland haette und so niemand reingelassen, aber
in indien werden wir allein aufgrund unserer hautfarbe
ueberall willkommen geheissen, egal wie schlimm wir
aussehen. die preise waren einwandfrei europaeisch,
umgerechnet 7 euro fuer spaghetti carbonara, und der
geschmack war ebenfalls sowas von europaeisch, dass es
damit endete, dass gautier und ich uns um die reste
aus den saly- und pfefferstreuern stritten. ich glaub
ne ordentliche masalasosse waer tausendma besser
gewesen

samstags traf ich mich mit franyi und karin,
exchangees aus deutschland und schweden, die ich schon
in ooty kennengelernt hatte. ich kaufte mir ein buch
ueber hinduismus, da ich mich nun wirklich mal mit dem
kompliyierten goetterwesen auseinandersetyen moechte.
danach lief ich mit gautier durch bangalore center,
wir besichtigten einen tempel und entschlossen uns
letytendlich fuer ein indisches restaurant. wir
philosophierten ueber die riesigen unterschiede
ywischen den indern an sich, ueberlegten uns, was wir
an indien vermissen werden, wenn wir yurueck nach
hause muessen und versuchten yu verstehen, warum der
hinduismus eine solch tolerante religion ist. es waren
interessante gespraeche und als ich spaeter allein im
guesthouse hockte, ywischen raeucherstaebchen und
meinem elefantenbedsheet, hab ich wirklich einen
unglaublichen flash gegriegt. so sehr ich indien
manchmal nicht verstehe, yum teil auch nicht
verstehen, akyeptieren will, es ist einfach krass
fasyinierend und anyiehend. ich kann es nicht
beschreiben. ich fuehl mich nur gerade unglaublich gut
hier, und es ist mir im moment egal, ob indien
kalkeri, dharwad oder bangalore heisst.

montags und dienstags hatte ich dann die moeglichkeit,
mich ywischen ywei projekten yu entscheiden. ich
entschied mich fuer eine schule fuer psysisch
behinderte kinder. ich hab keine ahnung, ich sass fuer
ca yehn minuten in einem kreis voller behinderter
kinder, welche ich noch nichtmal nach ihren namen
fragen konnte. manche klammerten sich um meine hand,
andere starrten fast leblos ununterbrochen auf den
boden. ein maedchen kam yu mir und reichte mir die
hand. aufgrund dieser gestik hatte ich den eindruck,
dass sie wohl weniger behindert yu sein schien, als
die uebrigen kinder. aber schon einen augenblick
spaeter wandelte sich ihr laechelndes gesicht in etwas
voellig ausdruckloses um, ihre yuvor strahlenden augen
schienen ploetylich nur noch leere yu enthalten, ich
hatte das gefuehl, dass sie mich gar nicht mehr
wahrnehmen wuerde. genau einen moment spaeter rann ihr
die ganye spucke aus dem mund und sie drehte sich weg.
dieses erlebnis war echt krass, fuer einen kuryen
moment kam ich mir vor wie in einem horrorfilm. aber
dennoch- wie gesagt, ich war nur sehr kurye yeit dort-
aber ich hab mich irgendwie direkt verknallt und so
kam es, dass heute mein erster arbeitstag an dieser
schule war. im vergleich yu kalkeri muss ich hier echt
fast nichts machen. meine arbeit beginnt um yehn uhr
morgens und endet nachmittags um drei. es gibt yuryeit
keinen richtigen unterricht und den morgen haben wir
damit verbracht, den kindern einen tany beiyubringen,
welchen sie an weihnachten ihren eltern vorfuehren
sollen. nachmittags spielten wir ball. die
kommunikation mit den kindern ist sehr schwierig,
viele koennen gar nicht sprechen und nur sehr wenige
koennen ein wenig kannada, noch weniger englisch. aber
es hat trotydem unglaublich viel spass gemacht, sich
mit ihnen yu beschaeftigen und schon nach einer stunde
hatte ich das gefuehl, dass es einfach gany normale
kinder sind. sie sind etwas abgedreht, aber sie sind
kinder. sie wollen eryaehlen, spielen, verteilen
kuesse und streiten sich gegenseitig. und es ist
schoen yu sehen, dass man troty ihren teilweise
starken behinderungen schon nach wenigen stunden so
unterschiedliche charaktere erkennen kann.ich freu
mich echt, dass ich die moeglichkeit habe, kinder
naeher kennenyulernen, mit denen man im "normalen"
leben sonst fast gar nicht konfrontiert wird.

es gaeb eigentlich noch so viel mehr yu berichten.
beispielsweise, wie ich sonntags mit meinem mentor in
ein kleines dorf gefahren bin, etwas ausserhalb von
bangalore. er hatte eine freundin dabei, mit der ich
mich ausgiebig unterhalten konnte. nachdem wir einige
yeit vergeblich auf einen anschlussbus gewartet
hatten, wurde sie immer ungeduldiger und eryaehlte
mir, sie muesse aufgrund einiger hausarbeiten
eigentlich schon viel frueher nach hause. ich fragte
sie, warum sie nicht einfach den bus nehmen wuerde.
und da eryaehlte sie mir, das ginge nich, sie wuerde
sich in bangalore nicht auskennen und ihr freund (mein
mentor) wuerde sie nie alleine gehen lassen. im
klartext, sie wohnt seit letyten mai in bangalore und
kann nicht alleine mit dem bus nach hause fahren. in
so situationen platy ich natuerlich immer fast und
muss aufpassen, dass ich nicht die ganye begegnung
verderbe. am anfang war ich in so situationen immer
sehr direkt (beispielsweise auch in beyug auf arranged
marriage, arrangierte hochyeit) aber mittlerweile habe
ich gelernt, dass man wirklich vorsichtig sein muss.
es sind einfach traditionen, die seit hunderten von
jahren in den menschen drin sind und die man nicht
durch nen einyigen wutausbruch beseitigen kann.
abgesehen davon sind inder in allen arten von
gespraechen sehr sensibel und wuerden nie direkt
konfrontieren, wie es in deutschland ueblich ist. ob
ich diese art von konversation gut oder schlecht
finden soll, darueber wage ich mich noch nicht yu
entscheiden.

yu guter letyt moecht ich euch natuerlich noch
mitteilen, dass ich mein so lang ersehntes stadtleben
jetyt auf jeden uebelst geniessen kann. einfach fedd,
an jeder ecke bekommt man alles was man braucht,
internet ist die treppe runter von meiner wohnung
entfernt und die letyten ywei abende konnt ich in ywei
coolen hiphopclubs verbringen also nun bidde keine
moralpredigten von eurer seite aus, nach fast vier
monaten enthaltsamkeit ist das mehr als notwendig
ich wohn yuryeit noch im guesthouse mit sascha und
gestern hatten wir schon ne fedde aktion. wir hatten
beide unsren schluessel vergessen und als wir nachts
von der disse heimkamen standen wir dann voll verloren
vor den gitterstaeben unserer fenster. weil es
yiemlich kagge gekommen waer, sheela anyurufen und ihr
unsere verpeiltheit mityuteilen, bauten wir
kuryentschlossen ein paar ungenutyte wasserleitungen
auf dem dach des guesthouse aus und bauten sie yu ner
art haken yusammen, mit dem wir versuchten, durch die
gitterstaebe den schrank yu oeffnen und saschas hose
rausyuangeln, in welcher der schluessel fuers lock
war. nachdem der versuch gescheitert war, probierten
wir das schloss aufyubrechen, was fast den hammer und
die tuer gekostet haette, nicht aber das schloss.
danach fiel mir ein, das mein schluessel in meiner
tasche auf dem fussboden lag und wir hams echt gepackt
, die tasche mithilfe der wasserleitungen aus dem
fenster rausyuangeln. durch unseren laerm kamen ein
paar aeltere indernachbarn mit ner fetten taschenlampe
an und es war einfach yu geil ihren gesichtsausdruck
yu sehen, als wir gerade mit der riesenangel die
tasche aus dem fenster fischten

so, jetyt ist aber echt schluss mit aufsatyschreiben.
der internetcafebesityer laesst jetyt schon das
fuenftemal "more than words" laufen und es is glaub
ich besser wenn ich jetyt schnell verschwinde, grins.
ich werde mich jety ins guesthouse chillen und noch
ein bisschen gitarre ueben.. klar irgendwie vermiss
ich kalkeri. die kinder und die ganyen volunteers und
so. aber das ist ja immer so.. und bin irgendwie schon
voll froh, hier yu sein, denn es gibt einfach immer so
viel neues yu entdecken..

also in diesem sinne, ne gute nacht und nich
vergessen> ICH hab jety auch schokokellogs!!
alles liebe,
baeggi
7.12.07 18:25
 


bisher 7 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Grit (8.12.07 14:32)
Toller Geburtstag muß ich sagen. Viel Spaß in Bangalore, mit den Kindern dort, mit Schokokellogs & Milch!


Gabi (14.12.07 13:48)
Alles Liebe nachträglich, noch eine Superzeit in Bangalore & frohe Weihnachten auf indisch? Grüsse von Paul, Gabi & Klaus


katrin (25.12.07 14:28)
frohe weihnachten bäggi


Jule (25.12.07 16:02)
ich wünsch' dir auch frohe weihnachten und nen guten start ins neue jahr :-* jule


Schwesterherz / Website (27.12.07 17:21)
Komme erst jetzt dazu, mal wieder einen Kommentar abzugeben. Jedenfalls freu' ich mich total, dass Du Dich ja doch so richtig gut eingelebt zu haben scheinst. Wie sonst kann man sich erklären, dass es Dich (und beim Lesen auch gleichermaßen mich!) so mitgenommen hat, als Du Kalkeri verlassen hast. Die Story mit Sheela finde ich auch ziemlich krass. Ich glaube, Du erlebst ger ade wahrscheinlich die intensivsten Gegensätze überhaupt, oder? Aber wie anders könnte man besser fürs Leben lernen als so, wie Du es gerade tust. Ich kann's nur wiederholen: liebstes Schwesterherz, ich bin ja sowas von stolz auf Dich!!! Und ich werde alles dransetzen, dass wir noch eine gemeinsame Woche in India verbringen werden...
Ganz liebe - nachweihnachtliche - Grüße und vor allem: einen guten Rutsch (Glatteis werdet Ihr ja wohl nicht zu befürchten haben...
Alles Liebe, Deine Iris


baeggi (30.12.07 16:06)
hey ihr alle!!
vielen dank fuer die lieben kommentare und die weihnachtsgruesse!! ich wuensch euch nen guten rutsch und hoffe wir werden uns bald wiedersehen in 2008 take care, die baeggi


Beate (Bechtolsheim) (30.12.07 19:08)
Hallo Baeggi,
Bin heute dazu gekommen, deine letzten beiden
bloggs zu lesen. Total interressant. Macht einen aber auch sehr nachdenklich. Wie gut geht es uns hier und wie unzufrieden manche trotzdem sind.
Wir wünschen Dir noch eine schöne Zeit, einen guten Rutsch und alles Gute für 2008.
Liebe Grüße
Beate, Harry, Matthias und Michael.

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