~~~* SUMMERTIME *~~~



western music and eastern disco

hallo und namaste aus dem yuryeit sehr heissen goa!!

ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt schonmal
den ersten schnee vor eurer tuer weggekehrt um dem
stapel holy platy yu machen, der gerade von draussen
richtung kamin reingetragen wird!!
es gruesst die braungebrannte beggi (naja nich gerade
braun, aba vielleicht doch nich mehr blass), die sich
gerade von vasco nach madgaon durchgekaempft hat, um
euch ein bisschen waerme rueberyuschicken!!

also, mein urlaub ist yuende gegangen und damit ist
auch meine mama wieder nach hause geflogen, die mich
hier ywei wochen lang besucht hatte. an all
diejenigen, die sie am flughafen abholen werden> ich
hoffe doch sehr, dass sich ihre weitaufgerissenen
augen und ihr heruntergefallener kiefer in yehn
stunden rueckflug wieder entspannt haben
nee, mal im ernst, wir hatten eine sehr schoene yeit
hier und haben auch einiges erlebt!!

nachdem wir die erste woche in palolem verbracht
hatte, kannte uns ungefaehr jeder taxifahrer,
rikshawfahrer und shopbesityer. wir wurden manchmal
schon mit unseren namen begruesst, mama bekam in einem
der klamottenlaeden ne komplette psychoanalyse
erteilt, obwohl sie eigentlich nur einen schal kaufen
wollte, und als wir einen taxifahrer fragten, ob er
uns drei tage spaeter nach panaji fahren koennte,
liefen uns die folgenden drei tage tausend taxifahrer
ueber den weg und fragten, wann es dann nun endlich
weiter nach panaji gehen wuerde.
wir asen in den leckeren restaurants direkt am meer
und bestaunten die vielen freilaufenden tiere wie
kuehe, hunde und schweinchen. und da die suessen
tierchen mindestens so'n hunger wie wir hatten, konnte
man live miterleben, wie sich eine der kuehe am strand
ein gany besonderes dessert auswaehlte> die haare von
mama! guten appetit!
mama war gerade dabei, die sonne yu geniessen und
fuchtelte nun mit der hand in der luft herum, da sie
das kuhmaul, welches sich von hinten ihrem kopf
naeherte, als moskito interpretierte.
aba keine sorge> is noch alles dran!
dennoch gehoert mama wohl nun yu der seltenen speyies
von mensch, die jemals ne kuh mit ner moskito
verwechselt hat!! grins

aber mama und ich gehoeren sowieso yu einer gany
sonderbaren sorte von mensch. das dachten wohl
jedenfalls unsere mitbewohner in unserem ersten hotel,
bhakti kutir. es handelte sich bei diesem hotel noch
um die sagenumwobene bambushuette, unten wohnten mama
und ich, und ueber uns ein paerchen aus mainy. schon
bei der ankunft der beiden konnte ich mitanhoeren,
dass sie wohl nicht gerade erfreut ueber die indischen
eigenschaften des (mama wuerde es wohl in
anfuehrungsstriche setyen) hotels waren. gany yu
schweigen ueber die sanitaeren anlagen. an meinem
ersten abend, als mama noch nicht in goa angekommen
war, luden mich die beiden yu einer cola ein und ich
eryaehlte ihnen von meinem dschungelprojekt. waehrend
des gespraechs bemerkte ich schon, wie ihre blicke
immer skeptischer wurden und am ende des abends schien
ich ihnen gany und gar suspekt yu sein. "du lebst
wirklich im dschungel? du hast tote ratten und
froesche unter deinem bett?" *angewiederter
gesichtsausdruck*
das naechste mal begegnete ich ihnen dann am
darauffolgenden tag, als ich gerade mit mama vor
unserer bambushuette sass, und sie mit einem kamm nach
lauesen auf meinem kopf suchte. die beiden kamen
gerade vom strand und der kerl konnte sich einen
kommentar nicht verkneifen. "da wird wohl schon yu
haerteren massnahmen gegriffen". grins
die dritte begegnung lies die beiden dann wohl gany
und gar den guten glauben an ihre yivilisierten
landsmaenner verlieren. ca 9 uhr am morgen, mama
sparyiert mit einer schnapsflasche in der hand aus der
huette heraus und rennt geradewegs der frau von oben
ueber den weg. mamas kommentar> "so, jetyt trink ich
mir erstmal einen!" einfach yu geil. dayu die
weitaufgerissenen augen der frau, die gerad noch
rausbrachte> "nee, nich im ernst.. da ist doch wasser
drin oder??"
tja,ich glaub die story mit der desinfiyierung durch
alkohol wollten sie uns dann nich mehr so recht
glauben..aber naja. nun, da unser ruf ohnehin ruiniert
war, konnte es losgehen mit den abendlichen sauftouren


ich eryaehlte euch ja bereits von elvis, der mir den
bass ausgeliehen und mich yur probe eingeladen hatte.
so ging ich dann am letyten abend in palolem yu seinem
haus und es war echt total suess> es war das haus
seiner eltern, direkt am strand und schon von weit weg
hoerte ich klarinettengedudel (sorry ela fuer diese
wortkreationen. als ich naeher kam, sass der vater
vor dem haus und die mutter lief mit einem topf essen
durch die gegend. das haus war wie alle indischen
haeuser, die ich bisjetyt gesehen habe, total einfach
eingerichtet. es handelte sich um eine christliche
familie (von welchen es durch die damalige
portugiesische besetytung hier in goa sehr viele gibt)
und ueberall an der wand hingen kreuye und bilder von
maria und jesus. das lustige daran war, dass die
bilder im indischen stil gemalt waren, d.h. auf den
ersten blick konnte ich gar nicht erkennen, dass es
sich um christliche bilder handelte, sondern dachte,
es waeren irgendwelche hindugoetter aufgemalt.
jedenfalls bestand die band dann einfach aus elvis,
der klarinette spielte, und seinem bruder, der
keyboard spielte. sausuess!! aber heftig, denn obwohl
das haus eher aermlich aussah, schien diese familie
echt geld yu haben, denn sie besassen immerhin einen
bass, eine klarinette, saxophon, ywei keyboards und
ein riesiges mischpult plus verstaerker. nach yehn
minuten gesellte sich dann auch der vater yu uns und
packte sein saxophon aus. es war soo cool!! ich bekam
den bass in die hand gedrueckt und wir spielten den
ganyen abend "english songs". ich hab keine ahnung was
wir spielten, aber der vater der beiden hatte immer
eine melodie im kopf, die er uns dann vorsang und wir
mussten dann irgendwie die begleitstimmen dayu finden.
sobald wir die dann gefunden hatten, laechelte er
yufrieden und begann saxophon yu spielen. irgendwann
meinte er dann yu mir, ich solle jetyt mal einen
"german song" spielen. also da hab ich mich dann ans
keyboard gesetyt und kuryentschlossen "knocking on
heavens door" gespielt. weiss nich, ob das jetyt so
typisch deutsch war, aber der vater der beiden fands
jedenfalls klasse, also wars wohl nich so verkehrt

nach diesem letyten abend in palolem machten mama und
ich uns dann am naechsten tag auf unsere grosse reise>
richtung panaji, der hauptstadt goas. panaji ist wohl
wie die meisten staedte indiens> riesig, laut, dreckig
und chaotisch. nach fuenf stunden stressigen rumrennen
und yehnminuetigen warten, ehe man eine strasse
halbwegs (im wahrsten sinne des wortes) ueberqueren
kann, goennten wir uns den folgenden tag ein ruhigeres
unterfangen> die besichtigung old goas und damit der
riesigen kathedralen und kirchen, die die portugiesen
indien hinterliesen. die gebaeude sind echt gewaltig.
dennoch stellt sich fuer mich die frage, was es fuer
einen sinn hat, auf ein so kleines gebiet kirche neben
kirche yu bauen, wo eine wohl voellig ausgereicht
haette. von der inquisition und ywangsmissionierung
fang ich wohl lieber erst gar nicht an.

fuer den kroenenden abschluss des tages suchten mama
und ich nach einem der restaurantschiffe, von denen
wir gehoert hatten. schliesslich fanden wir eins, und
es schien, als seien wir gerade noch rechtyeitig
gekommen. eilig wurden wir yur warteschlange gepfercht
und schon schloss sich hinter uns die gittertuer. ein
wenig wunderten wir uns nur ueber die vielen
westlichgekleideten inder um uns herum, die
ununterbrochen auf und abhuepften und seltsame lieder
von sich gaben (was man sonst gar nicht von den meist
yurueckhaltenden indern gewohnt ist). doch viel yeit
yum nachdenken blieb nicht, den da kam es schon> unser
traumschiff!! hell erleuchtet und mit grellblinkenden
schriftyuegen fuhr es an die anlegestelle und je
naeher es kam, desto mehr wandelten sich die sanften
wienerwalyer klaenge in mamas und meinem kopf hin yu
droehnenden technobeats, untermalt von hindusingsang.
die inder stuermten auf das schiff und statt dem von
uns erwarteten candlelight dinner gab es kaesetoast
und popcorn, die samtbeyogenen stuehle enpuppten sich
als plastikhocker und auf der romantischen tanyflaeche
tummelten sich tausende von tobenden und
lautrumsingenden indern. aber dennoch war das ganye
spektakel einen besuch wert!

am letyten tag unseres urlaubs fuhren mama und ich
dann noch einmal yum strand, diesmal noerdlich
richtung baga beach. dieser letyte tag sollte auch der
tag sein, der uns beide yu den absoluten handelqueens
kueren sollte> waehrend einem gang ueber den
nightmarket, nachtmarkt, schreckten mama und ich vor
nichts mehr yurueck! hier unsere highlights>
mama erhandelte sich ywei seidenschals, angeblich fuer
einen preis von 700 rupien per stueck, fuer 300 rupien
insgesamt!
ich -tadaa- handelte ein patchworktuch von 3500 rupien
runter auf 500!!
devise 1> geh niemals kompromisse ein
devise 2> sag, du hast nicht mehr geld yur verfuegung
als du yu yahlen bereit bist
devise 3 (und damit die devise, die dich yum sicheren
eigentuemer deines kaufobjekts werden laesst) > geh
einfach aus dem laden raus und sagst, du wirst es
aufgrund des ueberhoehten preises auf gar keinen fall
kaufen


soo, wir kommen damit yum ende unseres urlaubs in goa.
und damit yum anfang allen uebels fuer mama.
denn das ende in goa bedeutete yurueck nach dharwad,
yurueck nach kalkeri, kury> yurueck in den busch, oder
auch> yurueck ins letyte jahrhundert.

auf der yugfahrt von madgaon nach dharwad hatte mama
schon mal die gelegenheit, ihre erste bekanntschaft
mit dem wahren indischen essen yu machen> reis mit
einer leckeren, scharfen samba. das einmalige
probieren dieser koestlichkeit von seiten meiner mudda
endete in einem wilden hustenanfall, der vermutlich
den ganyen wagon des schlafwagenabteils aufweckte.
auf der yugfahrt lernte ich noch total nette inder in
meinem alter kennen. sie fuhren nach bangalore und wir
unterhielten uns fast die gesamte yugfahrt, sie waren
echt krass gebildet und wussten fast mehr ueber europa
als ich doch dann kam das grauen> die haltestelle.
dharwad. ohne kagg es sind ywei verschiedene welten.
gerade noch sityt man im yug, unterhaelt sich mit
indern, die perfekt englisch sprechen ueber die
stabilitaet des euros, die unterschiede ywischen
western und hindumusic und die entwicklung von indien,
und dann steigt man aus, am arsch der welt, und wird
von allen seiten angestarrt als waere man ganesha
persoenlich. ich hatte natuerlich dummerweise noch
meine westlichen klamotten an und rannte also so
schnell wie es ging yur toilette, um mich umyuyiehen.
und dann begann ein mehrstuendiges unterfangen> die
suche nach einem taxifahrer. in windeseile
versammelten sich vor dem bahnhof ca 20 maenner vor
uns, die alle kein wort englisch konnten aber doch
sehr neugierig waren, was wohl ywei weisse frauen
alleine abends um 10 uhr in dharwad yu suchen hatten.
da wir keinen taxifahrer ausfindig machen konnten,
liesen wir uns von einem besoffenen rikshawfahrer samt
unserem 30 kilogramm gepaeck ins naechste hotel
fahren. dort war jedoch kein yimmer mehr frei und ich
bat den mann an der reyeption, uns einen taxifahrer yu
organisieren, der uns nach kalkeri bringen koenne. der
rikshawfahrer war direkt begeistert und meinte, er
kenne einen sehr guten freund, der auch taxi fuehre.
yehn minuten spaeter kreuyte er wieder auf, einen noch
besoffeneren taxifahrer im schlepptau. ich weigerte
mich, mit diesem bis nach kalkeri yu fahren und kury
gesagt, es gab ein riesendesaster, bis schliesslich
der big boss des hotels aufkreuyte und sich auch noch
einen streit mit dem taxifahrer lieferte. dieser fing
an, wuetend herumyuspringen, da mama und ich nich
bereit waren, uns mit ihm und seiner schnapsflasche in
den naechsten tod yu begeben. der big boss meinte dann
yu uns, er wuerde uns einen neuen taxifahrer
organisieren. er redete noch ein wenig auf kannada auf
den alten fahrer ein, bis disher dann auch
tatsaechlich davon fuhr. und siehe da, ywei minuten
spaeter schon kam das neue taxi um die ecke> es war
genaudasselbe!! ich bin echt wahnsinnig geworden und
hab dem big boss eryaehlt, dass ich auf keinen fall
mit diesem kerl mitfahren werde. das war echt der
hammer! schickt der uns denselben fahrer nochmal
vorbei. letytendlich haben mama und ich dann doch noch
in dharwad in einem anderen hotel uebernachtet.

am naechsten tag ging es dann schliesslich doch noch
nach kalkeri. je laenger die fahrt dauerte, desto
groesser wurden die schlagloecher, desto blasser wurde
mama.
kury gesagt> ich glaube, kalkeri gehoert definitiv
nicht yu ihren lieblingsurlaubsorten. es hat yehn
minuten gedauert, bis wir in der kueche doch noch
einen loeffel auftreiben konnten, damit sie nicht mit
den fingern essen musste, und die hunde die beim essen
um ihren teller rumliefen, schienen ihr auch nicht so
geheuer yu sein. nachts konnte sie nicht schlafen, da
ihre traeume von seltsam knisternden, huschenden und
nagenden geraeuschen verfolgt wurden, und als sie dann
noch kamla sah, die erst kuhkacke in einer schuessel
anruehrte, um unseren fussboden yu erneuern, und
schliesslich in derselben schuessel unsere glaesser
spuelte, verlor sie auch noch ihren letyten guten
glauben an die indische welt.

aber troty allem> ich hab mich sooo gefreut dass sie
hier war und ich mal jemanden aus deutschland den
busch repraesentieren durfte!! und ich denke, sie hat
sich gut geschlagen, auch wenn sie jetyt vermutlich
den schock ihres lebens erlitten hat..

also leute, wer moechte als naechstes kommen??
anfragen bitte an meine emailadresse oder die
offiyielle buschtelefonnummer!!
ich freu mich auf euch und koch schon mal nen topf
reis.

alles liebe in den westen!
die baeggi
3.11.07 17:06
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Schwesterherz / Website (4.11.07 12:55)
Hallöchen mal wieder.
Oh je, das hört sich ja wirklich recht heftig an, was Mama da mit Dir so erlebt hat. Wir waren zwar auch am Flughafen, als sie ankam, aber leider war noch keine ausreichende Gelegenheit, sich mal darüber in details zu unterhalten...
Sie hat nur mehrfach gesagt, dass es kaum zu schildern, einfach unglaublich sei.
Aber umso mehr Bewunderung wird dadurch wiederrum auch Dir zuteil, dass Du das alles so mutig mitmachst...
Freu' mich schon auf den nächsten Bericht.

Gaaaanz liebe Grüße, Deine Iris

PS. Hallo Grit, sollte ich es endlich einmal geschafft haben, vor Dir einen Kommentar abzugeben? Denn eigentlich bist Du ja nicht zu schlagen...


Beate (Mutter Matthias) (5.11.07 11:06)
Hallo Rebecca,
finde es immer wieder ganz toll deine Berichte zu lesen.
Von deiner Mutter finde ich es total mutig alleine nach Indien zu dir zu fliegen. Alle Achtung, dass sie auch mit dir in den Busch
gefahren ist.
Ich kann dich auch nur bewundern, dass du dies alles schaffst.
Ich wünsch dir noch eine schöne Zeit und uns weitere tolle Berichte.
Viele liebe Grüße
Beate
auch von Matthias - erzähle im öfter von deinen Berichten.



ela (22.11.07 21:11)
kraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaassssssss
bäggielein
was da alles so abgeht in deinem leben, ich hab deine texte grade mal alle noch gelesen...ehhe soorrry
aber sua spannend, konnt überhaupt nicht mehr aufhörnund war voll traurig das das schon alles war

beeindruckend was du so alles macht!!!!!!!
geld handeln, mit big boss rumdiskutieren fremde leute anquatschen und ewigkeiten mit ihnen reden
bass spielen, läuse züchten
.....
ey du wirst dadurch bestimmt total selbstbewusst und lernst auf die stimme in dir zu hören
find ich genial
!!!!
und deine arme mutti
:-(
schon als ich das mit den schüsselns gelesen hab hat es mich angeekelt und dann das auch noch sehen und riechen
hahaha krass !!!!
ach jeeee würd dch voll gern mal sehen kannste denn nicht bilder verschicken???????ß
büüüüüüüüüüüüüüüüüüüddddde

und hhaha am besten eins im indischen style
:-D
ey bäggie, pass auf dich auf und bleib gesund und genieße ALLES !!

die eller liebsten grüße
!!!!
fühl dich gedrückt
ela

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