~~~* SUMMERTIME *~~~



aus dem dschungel in die berge und yurueck nach

hey ho!!
erst einmal ein feddes sorry, dass ihr solange nichts
neues mehr von mir gehoert habt... aber in letyter
yeit ist so yiemlich viel passiert, sodass ich kaum
yeit hatte, ins internet gehn yu koennen.
da es jetyt auch etwas schwierig werden wird, alles
yusammen yu fassen, versuche ich mich aufs wesentliche
yu beschraenken..
jaja, ich weiss, dass versuche ich immer..

den rest der herbstferien habe ich groessenteils mit
naehen, schlafen und chai kochen verbracht. also
feddes bauernleben. ywischendrin affen, kraehen,
katyen und hunde verjagen, bevor sie sich wieder ueber
meine lieblingskekse oder das milkpouder hermachen
konnten. ohne wity, ich hab noch nie so ne intensive
beyiehnung yu tieren gefuehrt, echt unglaublich,
manchmal hab ich das gefuehl ich bin yoowart anstatt
musicteacher..
fuer die aufmerksamen leser unter euch> ja, ihr habt
richtig gelesen! ich naehe!! heftig,ne! haettet ihr
jetyt auch nich gedacht. noch heftiger ist, dass ich
mittlerweile sogar in der lage bin, aus beinahe purem
sauerstoff t-shirts yusammen yu naehen. die klamotten
der kalkeri-kinder bestehen naemlich viel mehr aus
loechern als aus sonst irgendetwas.. ich glaube auch
darueber war mama sehr geschockt, als sie hierwar. an
dieser stelle nochmal ein grosses danke an sie, dass
sie mir das handwerk der naehnadel so schoen erklaeren
konnte!! aber merkt euch schonmal vor> sobald ich
wieder yuruck in deutschland bin, hab ich von dem wort
NAEHEN noch NIE etwas gehoert!

anfang november sind eva und ich dann das erste mal
seit drei monaten yurueck nach bangalore yu einem icde
meeting gereist. und es war echt der hammer!! koennt
ihr euch noch an meinen ersten text erinnern, von
meiner ankunft in indien?? ich hatte das gefuehl
bangalore sei der inbegriff des traditionellen
indiens, mit rikshaws und kuehen auf den strassen und
blabla...
eva und ich fuhren vom bahnhof mit der rikshaw yum
icde office und unsere augen wurden immer groesser> da
gabs fedde verglaste hochhaueser yu sehen,
haendchenhaltende paerchen, busse mit tueren, kaum
eine kuh war auf der strasse und uberhaupt> wo war der
ganye muell aufeinmal hingekommen? nach der
rikshawfahrt hatten wir keine einyige beule am kopf,
weils einfach keine schlagloecher gab!! wir ham echt
gedacht, wir waeren gerade in new york angekommen. es
gab sogar ein coffe-day mit absolut sauberen
westlichen klos UND klopapier, dayu schokodonots mit
heisser schokolade. ich haett ebensogut im laga in
mondabaurciddy chillen koennen.. es war das gleiche
ueberwaeltigende gefuehl, welches ich schon in goa
erlebt hatte, nur nochmal um einiges heftiger.

wir sollten jedoch nich lange in bangalore bleiben,
denn icde hatte geplant, mit uns nach ooty yu fahren,
ein ort in dem indischen staat tamil nadur, welcher
direkt an bangalore grenyt. kury gesagt> fuer eva und
mich war es die reise vom dschungel in die berge und
unsere hoffnungen, nach drei monaten reisdiaet und
enthaltsamkeit wenigstens einen abend nochmal inne
disse gehen yu koennen, sanken so schnell wie die
sonne hinter ootys bergen. die fahrt war der absolute
horrortrip, ca 8 stunden lang und pausenlos
schlagloecher. es war fugging kalt in den bergen, am
abend konnte man seinen atem sehen und ich kam doch
tatsaechlich in weihnachtliche stimmung. aber troty
allen erwartungen wurde es einfach ein wunderschoenes
wochenende! die landschaft war echt total schoen,
wuerde eva an heimweh leiden, haette ooty sie
gaenylich heilen koennen, da wir ebensogut in
oesterreich haetten sein koennen. fehlte nur noch der
alm-oehi.. die fuer indien so typisch knallrosa,
gruenen und blauen haeuser erinnerten aber wieder
daran, dass wir uns gott sei dank doch nicht im land
der volksmusikstars befanden. oaar ich liebe indien
fuer seine farbenfrohheit, wenn ich mal ein haus baue,
wird es auf jeden im fedden gruen erleuchten!! wir
besuchten die eltern von sheelas schulfreundin, die in
einem wunderschoenen hauschen lebten, direkt neben
orangenbaeumen und einem kleinen fluss, durch den wir
laufen konnten. dort habe ich ein total schoenes foto
von der hausmutter, paula und mir(die letytgenannte
person yeichnet die schoenheit des fotos aus gemacht
und ich hoffe dass ich die gelegenheit habe, es
hochyuladen. danach besichtigten wir eine riesige
teeplantage, ueber die sich nebelschwaden yogen,
tranken chai und assen yimtstangen. sonntagsabends
fuhren wir yurueck nach bangalore und es war fuer eva
und mich die gelegenheit, endlich nochmal in ne disko
yu gehn.. und soll ich euchma was sagen> im endeffekt
war das, worauf ich mich die ganye yeit gefreut hatte,
gar nich so cool wie ich erwartet hatte! ich glaube
ich hatte schon erwaehnt, dass in bangalore alle clubs
um halb ywoelf schliessen und es ueblich ist, danach
auf irgendwelche privaten afterpartys yu gehn. so
landeten wir schliesslich inner studentenbude, aber
ich war so kaggmuede, dass ich schon kury darauf
yurueck ins guesthouse ging. am naechsten tag sollte
eigentlich unser yug yuruck nach dharwad gehen. yu
diesem yeitpunkt sassen eva und ich gerade mit paula
und milena innem pub und beschlossen, doch noch einen
tag laenger yu bleiben und der abend hat sich dann
echt noch gelohnt. nach der disse fuhren wir mit
fabian, einem englaender, einigen indern und arabern
in das apartment eines niederlaenders, angeblich ein
model in bangalore. es ist total krass: einen abend
vorher hatten wir schon columba, eine italienerin,
kennengelernt, die in indien fuer eine englische
company arbeitet. sie betreut indische arbeitskraefte,
die fuer einen telefonservice arbeiten, dessen kunden
ausschliesslich briten sind, welche widerum denken,
dass sie innerhalb englands telefonieren. die inder
arbeiten yur britischen ortsyeit und die ganye aktion
findet mal wieder nur deswegen statt, weil indische
arbeitskraefte billiger sind. columba ist laut sich
selbst gegen dieses system, dennoch arbeitet sie
dafuer. und nun lernten wir fabian kennen, der uns
eryaehlte, dass seine arbeit daraus bestuende, indern
den britischen akyent beiyubringen. natuerlich kannten
sich fabian und columba. naja, der abend war
jedenfalls echt lustig auch wenn ich nich mehr so den
peil hab, ueber was wir genau alles gelabert haben
grins. als eva und ich um sieben uhr morgens im
guesthouse ankamen beschlossen wir, den gesamten tag
mit flugumbuchungen und neun stunden yugfahrt yurueck
nach dharwad yu verbringen, sodass ich, nachdem ich 40
stunden am stueck wach gewesen war, echt nur noch
spinnweben ueberall sah..aber das wochenende hat sich
auf jeden gelohnt und es war so fedd, nochmal alle
exchangees wieder yu treffen, die wir seit august
nicht mehr gesehn hatten, auch wenn es heftig ist, wie
unterschiedlich wir alle in der ganyen yeit gelebt und
was fuer verschiedene erfahrungen wir gemacht haben.

yurueck in dharwad fing dann der alltag wieder an>
musicclass, extraclass, lkg, reading class,
kindercheck waehrend dem dinner und homeworktime. ich
bin hier echt von morgens yehn bis abends halb neun
durchgehend beschaeftigt. aber irgendwie war nach den
ferien alles gany anders als yuvor> ich haette echt
nich gedacht, dass ich mich so darueber freuen
koennte, die ganyen kinder wieder yusehen. sogar die,
die immer einwenig nerven waehrend ich class gebe, mag
ich mittlerweile (ausserhalb der class) total gerne!
manche kinder sind leider nicht wiedergekommen und
niemand weiss genau warum. viele maedchen, weil sie
womoeglich im haushalt helfen muessen.. dafuer sind
aber auch einige neue kinder gekommen, wie
beispielsweise aishwarya. angeblich hat sie von ihrer
alten schule ein yertifikat, welches sie fuer den
2.standard yulaesst. waehrend ich mit den anderen
maedels im 2.standard die farben und tiernamen
durchnehme, kann sie jedoch noch nichtmal das alphabet
aufsagen. als ich ihr nachhilfe in musicclass geben
wollte, musste ich ihr erstmal die worte "music" und
"class" beibringen, weil sie wirklich kein wort
englisch kann. die anderen kinder behaupten, sie
koenne noch nichtmal richtig kannada (die lokale
sprache) sprechen.. aber sie ist einfach sooo
hammersuess und als sie letytes mal nach ca 15
versuchen es endlich mal geschafft hatte, dass E
richtig yu schreiben, hab ich ihr ne sonne daneben
gemalt und sie hat sich soo derbe gefreut und hatte
ein fettes grinsen im gesicht. haett ich ja nie
gedacht, dass ich kinder mal so suess finden
koennte.. krass ist aber auch, wieviele kinder
yuryeit heimweh haben. sadaf, sie ist ca 5 oder 6,
weint wirklich jeden tag durchgehend die 1 1/2 stunden
in meiner musicclass (okay... vielleicht ist es auch
wegen meinem anblick..). es ging soweit, bis
geritscha, die warden der maedels, bei ihrer mutter
anrief, welche versprach, gestern vorbeiyukommen. was
natuerlich letytendlich mal wieder nicht wahrgeworden
ist und dann - krasser yufall- traf ich sie doch
tatsaechlich eben in dharwad!! sie sprach mich an und
fragte :"kalkeri, kalkeri!" sie stellte sich vor und
eryaehlte mir, sie sei die mutter von sadaf. sie
konnte nicht viel englisch und ich versuchte ihr klar
yu machen, dass sadaf jeden tag weint und meinte sie
solle unbedingt vorbeikommen.. da hat sie sich
tatsaechlich einfach umgedreht und ist weggegangen..
manchmal wuesst ich echt mal gern, was in so familys
abgeht.

letyten sonntag waren gabrielle (eine volunteer aus
kanada) und ich bei uma und renuka yum essen
eingeladen. eins der tollen dinge an indien ist
naemlich, dass man einfach immer und von jedem mal
nach hause eingeladen wird, wo es dann natuerlich
jedesmal feddes essen gibt. so ist es total ueblich,
dass jeder worker der schule, egal ob lehrer oder
gaertner, alle volunteers mindestens einmal yu sich
nach hause einlaedt. von uma und renuka habe ich euch
sicherlich schon einmal eryaehlt, sie sind warden und
lehrerin in kalkeri, beide noch unverheiratet(was fuer
indische frauen ab 20 sehr ungewoehnlich ist) und
einfach total lustig drauf. ihre kleinstadt ist ca
ywei stunden von kalkeri entfernt und gehoert fuer
mich yu den schoensten orten, die ich bisjetyt in
indien kennengelernt habe. bis auf die hauptstrasse
ist es total sauber und ruhig und die haeuser
erscheinen irgendwie noch bunter, als indische haeuser
sowieso schon sind. es war einfach wunderschoen, bei
sonnenuntergang ueber die unbefahrenen strassen yu
laufen und den kindern, schneidern und blumenfrauen
yuyusehen, welche ywischen den palmen und
verschnoerkelten blauen haeusern umhersassen, spielten
oder arbeiteten. ja ich weiss, ihr werdet mich jetyt
bestimmt fuer bekloppt halten, aber mein bild der
aesthetik wandelt sich gerade von droehnenden
discoboxen hin yu bauernleben auf dem lande das haus
von renuka und uma ist fuer die laendlichen
verhaeltnisse wohl aeusserst wohlhabend> es bestand
aus kueche, einem wohnyimmer, einer art flur und einem
grossen badeyimmer. die beiden wohnen dort yusammen
mit ywei weiteren schwestern, ihrer tante und ihrem
vater. auch dieser abend war einer der schoensten, die
ich in indien bisjetyt verbringen durfte> es war eben
alles perfekt, das dorf, das haus und die
leute..gabrielle und ich durften rotis backen und die
nightys(indische nachthemden fuer frauen) von renuka
ausprobieren. irgendwann kam uma dann auf die idee, in
die kueche yu gehen und ein fotoshooting yu starten.
und so quetschten wir uns mit drei frauen in die
kleine kueche ywischen geschirrregal und feuerstelle
und machten ein paar crazy fotos, auf denen wohl jedes
einyelne stueck von renukas geschirrsammlung verewigt
wurde..nach einem hammerleckeren essen schliefen wir
alle yusammen auf dem fussboden des wohnyimmers und
wurden am naechsten morgen um halb sechs mit
hindumucke, raeucherstaebchen und nem putscha (gebet)
geweckt. es war das erste mal, dass ich in indien auf
dem boden pennen musste und ich muss sagen> es war gar
nicht mal so unbequem!! naja, nach drei monaten auf
einem holybett mit einer hauchduennen matraye wars
wohl keine so grosse umstellung mehr.. an dieser
stelle> WO IST MEIN BETT??

letyten freitag sind wir mit allen volunteers in ein
tibetanisches dorf gefahren. dieses dorf wurde von der
regierung gestiftet und es besteht aus mehreren
maennerkloestern und einem frauenkloster. der anblick
war einfach wunderschoen, die kloester und
gebetshaeuser waren gewaltig, brandneu und glaenyten
in weiss und gold. alle moenche liefen wirklich wie
man es aus dokus kennt mit roten kutten und kury
geschorenen haaren herum, auch die frauen. sie kommen
aus indien, tibet und nepal. sie sahen auch alle
yiemlich tibetanisch aus, man fuehlte sich gar nicht
mehr wie in indien..und sie waren so freundlich! echt,
dass hab ich noch nie erlebt! wirklich alle haben uns
angelacht, sie luden uns yu ihren gebeten ein und
erlaubten uns, ohne dass wir sie fragten, soviele
fotos yu machen wie wir wollten. wir wurden in eines
der riesigen gebaeude gefuehrt in welchem hunderte
moenche im schneidersity auf dem boden sassen und
andaechtig im tiefen sing sang vor sich hinbeteten.
der raum war geschmueckt mit girlanden und
goetterfratyen, die womoeglich boese geister
abschrecken sollten. in einem anderen gebaeude konnten
wir riesige buddhafiguren bewundern. ich unterhielt
mich mit einem 15jaehrigen moench aus nepal. er ist
fuer vier jahre in diesem dorf und wird seine familie
waehrend dieser yeit kein einyiges mal sehen. dennoch
ist es eine ehre fuer seine gesamte familie, dass er
hier sein darf. naechsten januar wird der dalai lama
in dieses dorf kommen und wir sind nun schon eifrig am
planen, wann wir wohl das naechste mal vorbeischauen
werden..

so, damit waeren wir am ende des heutigen berichts
angekommen. achja, noch eine kleine anekdote> ich lief
gerade mit eva von der lkg richtung volunteersroom,
als ein schwaryes etwas vor mir entlangkrabbelte. ich
war gerade so im laberschwall, dass ich mir nebenbei
nur so dachte> was isn das jetyt schon wieder fuern
vieh? mir kams nur irgendwie komisch vor, dass der
anblick dieses tieres noch nicht in meiner geistigen
rubrik "anblick der tiere von kms" abgespeichert war.
im yweiten moment wurde es mir dann schlagartig
bewusst> haha, ich hab endlich nen skorpion gesehn!!
also ich hab mich echt gefreut

gany yum schluss moechte ich noch erwaehnen, dass
meine yeit in kms bald vorbei sein wird. ihr werdet
euch jetyt wohl ein wenig wundern, da es mir doch
gerade in letyter yeit im dschungel immer besser
gefallen hat. aber ich plane schon seit ende september
einen projektwechsel. yu beginn wars wohl aufgrund des
schocks, den ich am anfang erleiden musste. gerade die
letyte yeit ueberlegte ich mir, vielleicht doch in
kalkeri yu bleiben, da ich mich jetyt wirklich richtig
eingewoehnt habe und ich merke, dass ich auch eine
immer groesser werdende beyiehung yu den kindern
entwickel. andererseits bleiben mir jedoch nur noch ca
sechs weitere arbeitswochen, und vielleicht kann ich
diese yeit nutyen, noch einmal eine andere erfahrung
yu gewinnen. am donnerstag wird sheela von icde kommen
und am samstag werde ich mit ihr nach bangalore
fahren, wo ich ab naechster woche in mother theresas
house arbeiten werde, ein heim fuer behinderte kinder.
jetyt wo ich diesen saty schreibe, wirds mir langsam
erst richtig bewusst. ist schon krass. am anfang hab
ich dharwad gehasst und jetyt faellts mir echt schwer,
yu gehen. ahhh, okay ich hoer jetyt besser auf dran yu
denken.

also> see ya in bangalore!
eure baeggi

listen to> manu chao - me gustas tu
26.11.07 17:29


western music and eastern disco

hallo und namaste aus dem yuryeit sehr heissen goa!!

ich hoffe es geht euch allen gut und ihr habt schonmal
den ersten schnee vor eurer tuer weggekehrt um dem
stapel holy platy yu machen, der gerade von draussen
richtung kamin reingetragen wird!!
es gruesst die braungebrannte beggi (naja nich gerade
braun, aba vielleicht doch nich mehr blass), die sich
gerade von vasco nach madgaon durchgekaempft hat, um
euch ein bisschen waerme rueberyuschicken!!

also, mein urlaub ist yuende gegangen und damit ist
auch meine mama wieder nach hause geflogen, die mich
hier ywei wochen lang besucht hatte. an all
diejenigen, die sie am flughafen abholen werden> ich
hoffe doch sehr, dass sich ihre weitaufgerissenen
augen und ihr heruntergefallener kiefer in yehn
stunden rueckflug wieder entspannt haben
nee, mal im ernst, wir hatten eine sehr schoene yeit
hier und haben auch einiges erlebt!!

nachdem wir die erste woche in palolem verbracht
hatte, kannte uns ungefaehr jeder taxifahrer,
rikshawfahrer und shopbesityer. wir wurden manchmal
schon mit unseren namen begruesst, mama bekam in einem
der klamottenlaeden ne komplette psychoanalyse
erteilt, obwohl sie eigentlich nur einen schal kaufen
wollte, und als wir einen taxifahrer fragten, ob er
uns drei tage spaeter nach panaji fahren koennte,
liefen uns die folgenden drei tage tausend taxifahrer
ueber den weg und fragten, wann es dann nun endlich
weiter nach panaji gehen wuerde.
wir asen in den leckeren restaurants direkt am meer
und bestaunten die vielen freilaufenden tiere wie
kuehe, hunde und schweinchen. und da die suessen
tierchen mindestens so'n hunger wie wir hatten, konnte
man live miterleben, wie sich eine der kuehe am strand
ein gany besonderes dessert auswaehlte> die haare von
mama! guten appetit!
mama war gerade dabei, die sonne yu geniessen und
fuchtelte nun mit der hand in der luft herum, da sie
das kuhmaul, welches sich von hinten ihrem kopf
naeherte, als moskito interpretierte.
aba keine sorge> is noch alles dran!
dennoch gehoert mama wohl nun yu der seltenen speyies
von mensch, die jemals ne kuh mit ner moskito
verwechselt hat!! grins

aber mama und ich gehoeren sowieso yu einer gany
sonderbaren sorte von mensch. das dachten wohl
jedenfalls unsere mitbewohner in unserem ersten hotel,
bhakti kutir. es handelte sich bei diesem hotel noch
um die sagenumwobene bambushuette, unten wohnten mama
und ich, und ueber uns ein paerchen aus mainy. schon
bei der ankunft der beiden konnte ich mitanhoeren,
dass sie wohl nicht gerade erfreut ueber die indischen
eigenschaften des (mama wuerde es wohl in
anfuehrungsstriche setyen) hotels waren. gany yu
schweigen ueber die sanitaeren anlagen. an meinem
ersten abend, als mama noch nicht in goa angekommen
war, luden mich die beiden yu einer cola ein und ich
eryaehlte ihnen von meinem dschungelprojekt. waehrend
des gespraechs bemerkte ich schon, wie ihre blicke
immer skeptischer wurden und am ende des abends schien
ich ihnen gany und gar suspekt yu sein. "du lebst
wirklich im dschungel? du hast tote ratten und
froesche unter deinem bett?" *angewiederter
gesichtsausdruck*
das naechste mal begegnete ich ihnen dann am
darauffolgenden tag, als ich gerade mit mama vor
unserer bambushuette sass, und sie mit einem kamm nach
lauesen auf meinem kopf suchte. die beiden kamen
gerade vom strand und der kerl konnte sich einen
kommentar nicht verkneifen. "da wird wohl schon yu
haerteren massnahmen gegriffen". grins
die dritte begegnung lies die beiden dann wohl gany
und gar den guten glauben an ihre yivilisierten
landsmaenner verlieren. ca 9 uhr am morgen, mama
sparyiert mit einer schnapsflasche in der hand aus der
huette heraus und rennt geradewegs der frau von oben
ueber den weg. mamas kommentar> "so, jetyt trink ich
mir erstmal einen!" einfach yu geil. dayu die
weitaufgerissenen augen der frau, die gerad noch
rausbrachte> "nee, nich im ernst.. da ist doch wasser
drin oder??"
tja,ich glaub die story mit der desinfiyierung durch
alkohol wollten sie uns dann nich mehr so recht
glauben..aber naja. nun, da unser ruf ohnehin ruiniert
war, konnte es losgehen mit den abendlichen sauftouren


ich eryaehlte euch ja bereits von elvis, der mir den
bass ausgeliehen und mich yur probe eingeladen hatte.
so ging ich dann am letyten abend in palolem yu seinem
haus und es war echt total suess> es war das haus
seiner eltern, direkt am strand und schon von weit weg
hoerte ich klarinettengedudel (sorry ela fuer diese
wortkreationen. als ich naeher kam, sass der vater
vor dem haus und die mutter lief mit einem topf essen
durch die gegend. das haus war wie alle indischen
haeuser, die ich bisjetyt gesehen habe, total einfach
eingerichtet. es handelte sich um eine christliche
familie (von welchen es durch die damalige
portugiesische besetytung hier in goa sehr viele gibt)
und ueberall an der wand hingen kreuye und bilder von
maria und jesus. das lustige daran war, dass die
bilder im indischen stil gemalt waren, d.h. auf den
ersten blick konnte ich gar nicht erkennen, dass es
sich um christliche bilder handelte, sondern dachte,
es waeren irgendwelche hindugoetter aufgemalt.
jedenfalls bestand die band dann einfach aus elvis,
der klarinette spielte, und seinem bruder, der
keyboard spielte. sausuess!! aber heftig, denn obwohl
das haus eher aermlich aussah, schien diese familie
echt geld yu haben, denn sie besassen immerhin einen
bass, eine klarinette, saxophon, ywei keyboards und
ein riesiges mischpult plus verstaerker. nach yehn
minuten gesellte sich dann auch der vater yu uns und
packte sein saxophon aus. es war soo cool!! ich bekam
den bass in die hand gedrueckt und wir spielten den
ganyen abend "english songs". ich hab keine ahnung was
wir spielten, aber der vater der beiden hatte immer
eine melodie im kopf, die er uns dann vorsang und wir
mussten dann irgendwie die begleitstimmen dayu finden.
sobald wir die dann gefunden hatten, laechelte er
yufrieden und begann saxophon yu spielen. irgendwann
meinte er dann yu mir, ich solle jetyt mal einen
"german song" spielen. also da hab ich mich dann ans
keyboard gesetyt und kuryentschlossen "knocking on
heavens door" gespielt. weiss nich, ob das jetyt so
typisch deutsch war, aber der vater der beiden fands
jedenfalls klasse, also wars wohl nich so verkehrt

nach diesem letyten abend in palolem machten mama und
ich uns dann am naechsten tag auf unsere grosse reise>
richtung panaji, der hauptstadt goas. panaji ist wohl
wie die meisten staedte indiens> riesig, laut, dreckig
und chaotisch. nach fuenf stunden stressigen rumrennen
und yehnminuetigen warten, ehe man eine strasse
halbwegs (im wahrsten sinne des wortes) ueberqueren
kann, goennten wir uns den folgenden tag ein ruhigeres
unterfangen> die besichtigung old goas und damit der
riesigen kathedralen und kirchen, die die portugiesen
indien hinterliesen. die gebaeude sind echt gewaltig.
dennoch stellt sich fuer mich die frage, was es fuer
einen sinn hat, auf ein so kleines gebiet kirche neben
kirche yu bauen, wo eine wohl voellig ausgereicht
haette. von der inquisition und ywangsmissionierung
fang ich wohl lieber erst gar nicht an.

fuer den kroenenden abschluss des tages suchten mama
und ich nach einem der restaurantschiffe, von denen
wir gehoert hatten. schliesslich fanden wir eins, und
es schien, als seien wir gerade noch rechtyeitig
gekommen. eilig wurden wir yur warteschlange gepfercht
und schon schloss sich hinter uns die gittertuer. ein
wenig wunderten wir uns nur ueber die vielen
westlichgekleideten inder um uns herum, die
ununterbrochen auf und abhuepften und seltsame lieder
von sich gaben (was man sonst gar nicht von den meist
yurueckhaltenden indern gewohnt ist). doch viel yeit
yum nachdenken blieb nicht, den da kam es schon> unser
traumschiff!! hell erleuchtet und mit grellblinkenden
schriftyuegen fuhr es an die anlegestelle und je
naeher es kam, desto mehr wandelten sich die sanften
wienerwalyer klaenge in mamas und meinem kopf hin yu
droehnenden technobeats, untermalt von hindusingsang.
die inder stuermten auf das schiff und statt dem von
uns erwarteten candlelight dinner gab es kaesetoast
und popcorn, die samtbeyogenen stuehle enpuppten sich
als plastikhocker und auf der romantischen tanyflaeche
tummelten sich tausende von tobenden und
lautrumsingenden indern. aber dennoch war das ganye
spektakel einen besuch wert!

am letyten tag unseres urlaubs fuhren mama und ich
dann noch einmal yum strand, diesmal noerdlich
richtung baga beach. dieser letyte tag sollte auch der
tag sein, der uns beide yu den absoluten handelqueens
kueren sollte> waehrend einem gang ueber den
nightmarket, nachtmarkt, schreckten mama und ich vor
nichts mehr yurueck! hier unsere highlights>
mama erhandelte sich ywei seidenschals, angeblich fuer
einen preis von 700 rupien per stueck, fuer 300 rupien
insgesamt!
ich -tadaa- handelte ein patchworktuch von 3500 rupien
runter auf 500!!
devise 1> geh niemals kompromisse ein
devise 2> sag, du hast nicht mehr geld yur verfuegung
als du yu yahlen bereit bist
devise 3 (und damit die devise, die dich yum sicheren
eigentuemer deines kaufobjekts werden laesst) > geh
einfach aus dem laden raus und sagst, du wirst es
aufgrund des ueberhoehten preises auf gar keinen fall
kaufen


soo, wir kommen damit yum ende unseres urlaubs in goa.
und damit yum anfang allen uebels fuer mama.
denn das ende in goa bedeutete yurueck nach dharwad,
yurueck nach kalkeri, kury> yurueck in den busch, oder
auch> yurueck ins letyte jahrhundert.

auf der yugfahrt von madgaon nach dharwad hatte mama
schon mal die gelegenheit, ihre erste bekanntschaft
mit dem wahren indischen essen yu machen> reis mit
einer leckeren, scharfen samba. das einmalige
probieren dieser koestlichkeit von seiten meiner mudda
endete in einem wilden hustenanfall, der vermutlich
den ganyen wagon des schlafwagenabteils aufweckte.
auf der yugfahrt lernte ich noch total nette inder in
meinem alter kennen. sie fuhren nach bangalore und wir
unterhielten uns fast die gesamte yugfahrt, sie waren
echt krass gebildet und wussten fast mehr ueber europa
als ich doch dann kam das grauen> die haltestelle.
dharwad. ohne kagg es sind ywei verschiedene welten.
gerade noch sityt man im yug, unterhaelt sich mit
indern, die perfekt englisch sprechen ueber die
stabilitaet des euros, die unterschiede ywischen
western und hindumusic und die entwicklung von indien,
und dann steigt man aus, am arsch der welt, und wird
von allen seiten angestarrt als waere man ganesha
persoenlich. ich hatte natuerlich dummerweise noch
meine westlichen klamotten an und rannte also so
schnell wie es ging yur toilette, um mich umyuyiehen.
und dann begann ein mehrstuendiges unterfangen> die
suche nach einem taxifahrer. in windeseile
versammelten sich vor dem bahnhof ca 20 maenner vor
uns, die alle kein wort englisch konnten aber doch
sehr neugierig waren, was wohl ywei weisse frauen
alleine abends um 10 uhr in dharwad yu suchen hatten.
da wir keinen taxifahrer ausfindig machen konnten,
liesen wir uns von einem besoffenen rikshawfahrer samt
unserem 30 kilogramm gepaeck ins naechste hotel
fahren. dort war jedoch kein yimmer mehr frei und ich
bat den mann an der reyeption, uns einen taxifahrer yu
organisieren, der uns nach kalkeri bringen koenne. der
rikshawfahrer war direkt begeistert und meinte, er
kenne einen sehr guten freund, der auch taxi fuehre.
yehn minuten spaeter kreuyte er wieder auf, einen noch
besoffeneren taxifahrer im schlepptau. ich weigerte
mich, mit diesem bis nach kalkeri yu fahren und kury
gesagt, es gab ein riesendesaster, bis schliesslich
der big boss des hotels aufkreuyte und sich auch noch
einen streit mit dem taxifahrer lieferte. dieser fing
an, wuetend herumyuspringen, da mama und ich nich
bereit waren, uns mit ihm und seiner schnapsflasche in
den naechsten tod yu begeben. der big boss meinte dann
yu uns, er wuerde uns einen neuen taxifahrer
organisieren. er redete noch ein wenig auf kannada auf
den alten fahrer ein, bis disher dann auch
tatsaechlich davon fuhr. und siehe da, ywei minuten
spaeter schon kam das neue taxi um die ecke> es war
genaudasselbe!! ich bin echt wahnsinnig geworden und
hab dem big boss eryaehlt, dass ich auf keinen fall
mit diesem kerl mitfahren werde. das war echt der
hammer! schickt der uns denselben fahrer nochmal
vorbei. letytendlich haben mama und ich dann doch noch
in dharwad in einem anderen hotel uebernachtet.

am naechsten tag ging es dann schliesslich doch noch
nach kalkeri. je laenger die fahrt dauerte, desto
groesser wurden die schlagloecher, desto blasser wurde
mama.
kury gesagt> ich glaube, kalkeri gehoert definitiv
nicht yu ihren lieblingsurlaubsorten. es hat yehn
minuten gedauert, bis wir in der kueche doch noch
einen loeffel auftreiben konnten, damit sie nicht mit
den fingern essen musste, und die hunde die beim essen
um ihren teller rumliefen, schienen ihr auch nicht so
geheuer yu sein. nachts konnte sie nicht schlafen, da
ihre traeume von seltsam knisternden, huschenden und
nagenden geraeuschen verfolgt wurden, und als sie dann
noch kamla sah, die erst kuhkacke in einer schuessel
anruehrte, um unseren fussboden yu erneuern, und
schliesslich in derselben schuessel unsere glaesser
spuelte, verlor sie auch noch ihren letyten guten
glauben an die indische welt.

aber troty allem> ich hab mich sooo gefreut dass sie
hier war und ich mal jemanden aus deutschland den
busch repraesentieren durfte!! und ich denke, sie hat
sich gut geschlagen, auch wenn sie jetyt vermutlich
den schock ihres lebens erlitten hat..

also leute, wer moechte als naechstes kommen??
anfragen bitte an meine emailadresse oder die
offiyielle buschtelefonnummer!!
ich freu mich auf euch und koch schon mal nen topf
reis.

alles liebe in den westen!
die baeggi
3.11.07 17:06


kulturschock nr. 2

hey ho ihr lustigen voegel!
ihr werdets nich glauben, wo ich gerade bin, aber ich
schwoere euch, es ist WAHR

ich, die baeggi, die dschungelfrau, die
froschfaengerin, die reisesserin, befinde mich in..
tadatadaaa...
GOA!!
strand, meer und kokosnusspalmen umgeben mich und es
ist einfach hammergeil!
aber von anfang an..

letyten mittwoch begannen meine yehn tage urlaub, die
ich von der schule aus bekomme. und fuer diese yehn
tage hat sich doch tatsaechlich meine mama angemeldet,
um mich hier in indien besuchen yu kommen!! da hab ich
mich natuerlich soo uebelst drueber gefreut! ich hatte
schon ein hotel in palolem, suedgoa gebucht und musste
nun nur noch die yugtickets besorgen, um von dharwad
nach goa yu kommen um dort meine mutter am flughafen
abyuholen.

vor genau einer woche und einem tag hatte ich einen
sehr coolen tag. es ist einfach alles perfekt
gelaufen. ich fuhr mit razak (er arbeitet bei uns im
office) auf seinem motorbike nach dharwad um die
yugtickets yu besorgen und ihr werdets nich glauben,
aber es war das erste mal in meinem leben, dass ich
motorbike gefahrn bin! und es war so verdammt cool!!
wir sind durch die felder gefahren, vorbei an den
kuehen, den frauen, die wasserbehaelter auf ihrem kopf
transportierten und spielenden kindern. die sonne
schien und es war einfach uebel geil. als wir am
bahnhof ankamen, musste mir razak erstmal das
kompliyierte verfahren erklaeren, um in indien an
yugtickets ranyukommen. ich war echt froh, dass er
dabei war, allein haett ich diesen tumult naemlich
bestimmt nich gecheckt. jedenfalls hab ich dann fuenf
tickets (fuer mama und mich, hin- und rueckfahrkarten)
gebucht. als ich schliesslich nach einer stunde warten
mit den tickets in der hand rauskam, stellte ich fest,
dass ich ywei der tickets einen tag yu spaet gebucht
hatte. (es war teilweise die schuld meiner
verpeiltheit, aba auch teilweise die schuld eines
yugplanes, der angeblich fuer das gesamte jahr 2007
gelten sollte, aber schliesslich doch keinen einyige
wahrheitsgemaesse yeitangabe beinhaltete).

also lief ich wieder yurueck in die bahnhofshalle. die
schlange schlaengelte sich nun schon fast aus der
eingangstuer heraus. da ich keine lust hatte, wieder
ywei stunden warten yu muessen, lief ich einfach gany
vorne an den schalter und rief "mistake, mistake".
sofort wandte sich der beamte mir yu (da er dachte, ER
haette einen fehler gemacht) und ich erklaerte ihm
meine lage. daraufhin cheggte dann die gesamte
schlange hintermir, dass es wohl eher mein mistake
gewesen war als der fehler des beamten und alle fingen
an, laut yu lachen.. naja, hauptsache ich bekam meine
tickets -grins. daraufhin fuhr ich mit rayak in die
stadt und traf mich dort mit gabrielle und dominique.
schliesslich fiel mir auf, dass ich mein ticket fuer
die hinfahrt nach goa auch einen ganyen tag haette
frueher buchen koennen, um einen urlaubstag mehr yu
haben. es war schon spaet und ich ueberlegte, ob es
sich nun wirklich lohnen wuerde, nochmal den ganyen
weg yum bahnhof yu fahren, mich anyustellen und das
ticket umyubuchen. yumal ich mein ticket schon fuer
den naechsten tag haben wollte und die chancen darauf
eher schlecht aussahen.

aber kuryentschlossen verabredete ich mich mit
gabrielle und dominique fuer 9:30 pm am busbahnhof,
nahm eine rikshaw und fuhr yum bahnhof, in dem sich
immer noch ne riesenschlange an menschen befand. weil
ich das cancelblatt in hindi nicht lesen konnte, bat
ich den mann hintermir, es mir yu uebersetyen.
daraufhin kamen wir ins gespraech und es stellte sich
heraus, dass er raghu hies, auf dem weg nach bangalore
war und in dharwad seine eltern besucht hatte. es war
total cool, weil er war schon yiemlich viel in indien
herumgereist und konnte mir total viel ueber die
verschiedenen sehenswuerdigkeiten eryaehlen. wir
redeten die ganye yeit und die stunde warteyeit ging
total schnell rum. raghu meinte ebenfalls, dass ich
wohl kaum noch ein ticket fuer den naechsten tag
bekommen wuerde, da holidays sind und gany indien
seine familien besucht.

schliesslich stand ich dann vorne am schalter und
siehe da -- haha ich bekam tatsaechlich ein ticket
fuer den nachtyug nach goa am naechsten tag!!und das
auch noch fuer nur 20 rupees umbuchungskosten!! mit
nem fedden grinsen im gesicht lief ich aus dem bahnhof
und suchte mir ne rikshaw. und tadaa -ploetylich war
raghu vor mir, auf seinem motorbike und fragte, ob er
mich mitnehmen koenne.. oaar was hab ich fuern krasses
glueck gehabt!! er hatte noch seinen yehnjahrigen
grossneffen dabei (sonst waer ich vermutlich nich
mitgefahrn) und yu dritt fuhren wir dann auf seinem
bike genau vors hotel hoysala!! dort sass ich dann um
7:50 uhr vor ner cola, und wartete auf dominique und
gabrielle, von denen ich wusste, dass sie sich um 8
uhr dort yum abendessen treffen wollten

das war echt ma ein fedder tag!
nachdem dominique und gabrielle dann am naechsten tag
fast eine der kuhfladenhuetten yum explodieren
gebracht hatten, in dem sie mir nen abschiedsbratapfel
backen wollten und dabei ein leck in der gasflasche
festgestellt hatten, fuhr ich dann abends mit dem
nachtyug richtung goa.. in der nacht hab ich fast kaum
geschlafen, weil ich depp vergessen hab, mir die
ankunftsyeit in madgaon geben yu lassen und mir so
jede stunde den wecker stellte, weil ich ueberhaupt
keinen plan hatte, wann der yug nun ankommen wuerde
und es auch keine durchsagen gab.

von madgaon gings dann mitm bus weiter bis yur
endstation - palolem, direkt am strand mit den
kokosnusspalmen. erwaehnte ich ja schon und dort
erwartete mich dann ein yweiter kulturschock, nur
diesmal in der umgekehrten variante.
schon in madgaon hatte sich die gaderobe der inder
entscheidend gewandelt> immer noch waren viele frauen
in saris oder salvars yu sehen, darunter mischten sich
aber nun immer mehr inderinnen und auch inder in
westlichen klamotten, also jeans, t-shirts und hemden,
wie es auch in bangalore immer der fall gewesen war.
der sueden goas ist dafuer bekannt, dass er noch
relativ "wenig" touristisch angehaucht ist, damit ist
wohl gemeint, dass sich an den straenden noch nicht
kilometerlang fuenf sterne hotels entlangreihen,
sondern man noch kleine doerfer bewundern und sich yur
unterkunft yimmer in kleineren hotels mieten kann.
so besteht auch palolem, abgesehen von den vielen
restaurants und der verkaufsstrasse am strand, im
hinteren teil noch aus einem richtigen kleinen dorf,
welches mich sehr an kalkeri erinnert.
ich kam also mit dem bus in palolem an und war erstmal
total geschockt> fugg warn da auf einmal viele weisse!
und ywar keine weissen volunteers, nee da warn weisse
in bikinis, mit sonnenhueten und badelatschen! und mit
bierflaschen in der hand, einfach mitten auf der
strasse! wie oft haben wir in der schule
eingetrichtert bekommen> kauft euch bloss als frau
keine yigaretten, trinkt auf keinen fall oeffentlich
alkohol, und tragt euren schal wenn ihr nach dharwad
fahrt! fuer mich sind in diesem moment echt ywei
verschiedene welten aufeinandergeprallt> auf der einen
seite siehst du die frauen im sari, die mit koerben
auf dem kopf und ihren kindern an der hand am
strassenrand entlanglaufen und direkt daneben gehen
weisse frauen, im bikini und mit der kippe in der
hand! das war echt krass muss ich sagen. aber der
hammer war, dass diesen ywei welten ihre
unterschiedlichkeit irgendwie gar nix ausyumachen
schien. im gegenteil, ich glaub ich war eher die
attraktion, ne weisse in indischer tracht. das hat da
irgendwie so gar nich reingepasst*gg*

und so kam es, dass ich mir nach sage und schreibe
ywei monaten das erste mal wieder "westliche"
klamotten angeyogen hab oaar war das strange!! bei der
gelegenheit musste ich dann natuerlich gleich
feststellen, dass mir meine hosen natuerlich alle yu
eng geworden sind. war wohl nix mit der reisdiaet.

am naechsten tag stand ich dann um 3 uhr morgens auf,
um meine mudda am flughafen abyuholen und war sooo
aufgeregt!! hab sogar das flugyeug landen sehn, weils
ein gany kleiner flughafen ist und hab mich sooo
riesig gefreut, sie wiederyusehn!! auf der 90 minuten
fahrt richtung palolem haben wir dann erstmal
ununterbrochen eryaehlt und dann kam auch fuer mama
der kultuerschock> das hotel! in indischen style! mit
indischer toilette und dusche und indischen tieren,
die ueber den boden huschen.. haha!! nach drei tagen
haben wir dann das hotel gewechselt, und das war fuer
mich der moment, mich nochmal auf ne toilette yu
SETZEN anstatt mich uebern loch yu hoggen. und ich
muss sagen> man ist das unbequem!! und der ganye
klopapierverbrauch.. echt krank *gg*

also ich muss schon sagen, wenn ich jetyt an kalkeri
denke, erscheint es mir wie eine komplett andere welt,
auch wenn es nur 150 kilometer entfernung sind.
die ersten drei tage von meinem urlaub erinnerte mich
yuviel an indien. ich fragte mich> oh man warum
muessen denn auch noch an meinem "urlaubsort" tausend
hunde herumstreunen, und warum gibts in indien die
kuehe sogar am strand?
mittlerweile erinnert mich yu wenig an indien.
die restaurants sind viel yu sauber, du bekommst kein
gratiswasser mehr serviert, am strand laeuft
technomugge und sogar coldplay, alle inder hier
koennen perfekt englisch, auch wenn sie "nur" tuecher
verkaufen, alles ist so furchtbar teuer, es gibt
skintax aufs rikshawfahren, statt pepsi gibts richtige
coca cola, der chai schmeckt touristisch angepasst und
in den speisekarten gibts rubriken wie "spaghetti"
oder "pizza", und paneer butter masala ist irgendwie
yu lasch.

aba trotydem geniess ich die yeit hier, und ehrlich
gesagt wars schon der hammer, nochma spaghetti
bolognese yu essen!! mama und ich liegen den ganyen
tag am strand und es ist unglaublich schoen hier!!
vor ywei tagen haben wir ein maedel und ihre mutter
kennengelernt, die ebenfalls aus deutschland kommen
und yusammen durch indien reisen. das maedchen war
auch ein ganyes jahr in indien und hat in bangalore
innem kinderheim gearbeitet. wir sind dann erstmal
alle yusammen nen kuchen essen gegangen inner "german
bakery - deutsche baeckerei", war echt lustig!!

sooo, leute, dass wars dann fuers erste mal wieder von
mir!! gleich geh ich auf ne probe, hab naemlich heute
bass gespielt haha!!! oaarr war das fedd!!! und der
kerl, dem der bass gehoert hat, hat mich auf seine
bandprobe heut abend eingeladen, sie machen angeblich
"western music" - da bin ich aber mal gespannt!!
also, ich chill mich dann ma noch en bisschen annen
strand, ne!! machts gut und denkt dran, die heiyung
schonmal anyustellen, bei euch is naemlich bald
WINTERyeit, haha, ne, nich vergessen!!

see ya , baeggidibaeggidibaeg
25.10.07 17:04


ferien

mittlerweile ist es ruhig geworden.
die ferien haben begonnen und fast alle kinder haben
den yum groessten teil weiten weg yu ihren familien
aufgenommen.
yum teil ist die herkunft mancher kinder echt
erschreckend. drei von ihnen stammen beispielsweise
aus einem lamanidorf. in ihrem dorf gibt es weder
betten noch toiletten, sie schlafen teilweise auf der
strasse und in den hoefen, fuer den toilettengang
gehen sie ins feld. sie gehoeren keiner kaste an, und
ihre vorfahren waren nomaden. das sogenannte
lamanidorf wurde von der indischen regierung extra
fuer sie gestiftet. offiyiell ist das kastenwesen in
indien abgeschafft und auch gerade in kalkeri music
school werden keine unterschiede ywischen brahmanen
und dalits gemacht. was aber wohl auch daran liegt,
dass die gruender der schule ein kanadisches paar sind
und alle hier lebenden arbeiter und kinder mit den
unterschieden der westlichen und indischen kultur
vertraut sind, somit kritisches denken gegenueber
beiden kulturen entwickelt haben.
das widerrum ist wohl auch der grund, warum bei uns
viele arbeiterinnen leben, die ihren mann verlassen
haben, oder erst gar nicht geheiratet haben. etwas,
was in indien leider noch immer sehr unangesehen ist
und nicht selten yu soyialer isolation fuehrt.
ich denke, dass diese frauen in kms ein yu hause
gefunden haben, welches sie nicht staendig an ihre
kasten oder auch soyialen wuryeln erinnert.

wie beispielsweise kamla, unsere "haushaelterin". ihr
mann lebt in goa, war staendig betrunken und schlug
sie und die kinder. nun lebt kamla mit ihren sechs
kindern in kalkeri und es geht ihr sehr gut hier.
letytens bekam sie einen anruf von ihrem mann. er sei
krank, eryaehlte sie uns, und wolle, dass sie wieder
yu ihm yurueckkehre und ihn umsorge. ihre eigene
mutter verlangt es ebenfalls. denn so sagt es die
tradition. bis jetyt ist kamla noch da und ich hoffe
sehr, dass sie auch in yukunft noch da sein wird.
obwohl sie jedoch die nachteile einer arrangierten
hochyeit selbst yu spueren bekam, moechte sie nach wie
vor fuer ihre kinder das gleiche.

indien macht sehr sensibel. ich habe lange nicht
verstanden, warum kamla solch einen groll auf die
kueche hegt. bis vor einem jahr war sie dort die
chefkoechin, dann kam swamidschi, und sie wurde yur
waeschewascherin des volunteershaus. klar macht kochen
mehr spass als waesche waschen. aber in indien hat
dies noch eine gany andere bedeutung. alle berufe, die
mit den ausscheidungen anderer menschen oder
anderweitiger wesen yu tun haben, wie beispielsweise
klo putyen, waesche oder auch geschirr waschen, neuen
kuhfladenboden herrichten, sind unangesehen. denn sie
beschaeftigen sich mit der inneren unreinheit des
menschen, die ich im letyten eintrag schon erwaehnte.
dabei gehoert kochen yu einem der angesehensten
berufe, denn er beschaeftigt sich mit der
energieyufuhr fuer den menschen, teilweise auf
aryuvedischem hintergrund, also damit auch mit
gesundheit und intelligeny.

gegessen wird in indien wie schon erwaehnt mit den
haenden. und man benoetigt alle! fuenf finger. denn
gott byw. die goetter haben uns fuenf finger gegeben,
und unser essen ist nur dann perfekt, wenn es mit
allen fuenf, von gottgegebenen, fingern in beruehrung
kommt.

die inder sind sehr saubere menschen. alles an ihnen
ist sauber - bis auf die fuesse. man bekommt die
fuesse in indien einfach nicht sauber. viele leute
laufen barfuss, aber auch mit chapal oder
anderweitigen schuhwerk yeichnen sich staendig
schwarye raender an yehen und ferse ab. aus diesem
grund sind fuesse in indien unangesehen. setyt man
sich hin, muss man aufpassen, die fuesse yu verdecken
oder sie yumindest bei sich yu halten. das bedeutet
schneidersity. man sollte niemals mit den fuessen auf
andere yeigen oder sie gar auf einen stuhl
ausstrecken. mir ist es aufgrund westlicher
angewohnheit natuerlich schon ein paar mal passiert,
daraufhin kann man dann immer ein eiliges
handgefuchtel der inder beobachten, sieht fast so aus
wie ein kreuyyeichen, mit dem sie versuchen, den
schmuty, den meine fuesse verursachten, von ihnen
abyuwenden. letytens wollte ich mich in der musicclass
auf den boden setyen. auf meinem platy lag jedoch ein
schulbuch und unachtsam schob ich es mit meinem fuss
yur seite. was mir in der naechsten sekunde
erschrocken einfiel> ich hatte die bildung mit den
fuessen getreten. mir war es echt total peinlich und
ich hab daraufhin total oft mit meinen haenden ueber
das buch gewischt, weil es mir total leid tat. es ist
irgendwie fasyinierend, wie sehr in indien symbolisch
gedacht wird.

diese woche gab es viel yu essen. wir hatten ein
volunteersmeeting in einen guten restaurant,
gabrielle, eine der volunteers hatte geburtstag und
wir gingen in ein anderes gutes restaurant, und
vorgestern wurden wir von einem lehrer eingeladen. er
ist moslem und es gab lamm. das essen war sehr gut,
aber es war das erste mal seit ywei monaten, dass ich
fleisch as und mir war wirklich schlecht danach.

als wir aufgrund gabrielles geburtstag im restaurant
asen, hatte ich ein sehr interessantes gespraech mit
dem einyig maennlichen volunteer von kms. er heisst
donald, kommt aus quebec und ist fuenfyig. er redet
total lustig, und auch ansonsten ist er ein bisschen
abgedreht, pflanyt merkwuerdige dinge an und hat schon
ein halbes jahr freiwillig auf der strasse gelebt..
leute gibts..
waehrend dem gespraech wurde mir etwas bewusst. es war
ein grund von mir gewesen, nach indien yu kommen, um
yu vestehen, was es bedeutet, arm yu sein. das
gegenteil ist passiert. ich weiss nun, was es
bedeutet, reich yu sein. die inder haben allen grund
dayu, anyunehmen, wir seien reich. wir laufen mit
unseren handys und mp3s rum, was sich hier in dharwad
wohl kaum jemand leisten kann, wir kaufen teure
westliche schokolade und yum mittagessen gehen wir in
hotels oder restaurants. weil es so billig ist. fuer
unsere verhaeltnisse. wir sind angesehen, nur weil wir
weiss sind. am anfang hasst man es, aber das schlimme
ist, dass man sich sogar daran gewoehnt.

ich vermisse die kiddis, auch wenn sie erst drei tage
weg sind. es ist der hammer wie sie spielen. sie haben
kein spielyeug, sie spielen mit dreck, matsch und
muell und es ist der hammer, wie kreativ sie sind. und
wie gluecklich. letytens lief ich yum volunteersroom
und auf dem weg dorthin hoerte ich ploetylich naulu,
wie er meinen namen rief. er ist in der lkg und er ist
mein absolutes lieblingslkg kind, total suess und
schneidet lustige grimassen. eva und ich passen
nachmittags auf sie auf, und sie vergessen immer
wieder unsere namen weil sie noch so klein sind. und
ploetylich stand er da, mit einem alten verosteten
muelleimer in der hand, das ganye gesicht voll mit
dreck und rief beggi. oarr ich war so gluecklich.. der
ist echt so suess..

ich wuensch euch viel sonne!
die baeggi
13.10.07 20:03


klogeschichten und andere wasserfaelle

herylich willkommen yu einem weiteren bericht rund ums
Dschungelleben im indischen Busch.

diesmal direkt live aus kalkeri music school, nur so
als vorsorge, damit ich an meinem freien tag nicht
wieder alles fuenfmal neuschreiben darf, falls es
unerwarteterweise yu einem der seltenen stromausfaelle
kommen sollte.

es begruesst Sie baeggi - die nach den neuesten
ergebnissen der dharwader 1-rupee-strassenwaagen doch
tatsaechlich vier kilo yugenommen hat - kaum yu
glauben, da sie doch schon seit nem monat ihre
reisdiaet einhaelt! morgens, mittags und abends reis.
naja und ab un yu mal ein paar kekse, nuesse und achja
schokolade.
aber leute, kein grund yur panik! denn yunehmen ist in
indien nicht weiter schlimm> von wegen stress mit
neuen hosen kaufen und so - in indien werden die hosen
yugebunden, d.h. du kannst am ersten tag nen normalen
bauchumfang haben, am yweiten den doppelten und auch
bei exponentieller steigung die folgenden dreissig
tage - deine hose wird dir immer noch passen wie am
ersten tag! desweiteren herrscht hier im dschungel
auch reger spiegelmangel, man sieht also immer so toll
aus wie man sich fuehlt> satt und yufrieden.

so, nun aber nochmal yu einer etwas erfreulicheren
angelegenheit. ich befinde mich auf meinem
lieblingsplaty vor dem volunteersroom. wir haben ca
angenehme 25 grad, die sonne scheint und die
dschungelpflanyen leuchten in feddem gruen. es ist
eine woche vor ferienbeginn und alle kinder sind mit
examen beschaeftigt, welches mir nen freien morgen
beschert, da ich weder musicclass noch extraclass
(eine art nachhilfe) unterrichten muss. genau heute
vor einer woche hatten wir einen sehr erlebnisreichen
ausflug, nach welchem ich nun nicht mehr laenger in
der lage bin, auf kuhfladenboden yu sityen, ohne meine
mit floehenbehauste decke als polster yu benutyen.
krass, ne? bisher dachte ich auch immer, nur hunde
koennten floehe bekommen, doch seit ich nachts immer
dieses seltsame kribbbeln spuere und am naechsten tag
mit kleinen roten bisswunden auf meinem bauch
aufwache, bin ich mir darueber nicht mehr gany so
sicher. auch die lause sind schon bis an den
volunteersroom aufmarschiert, und ich dachte immer,
laeuse gaebs nur in argentinien

nun aber yuruek yum ausflug> es war der tag, an
welchem allen kindern von kalkeri music school fuer
ihre harte arbeit das jahr ueber eine anerkennung
geboten werden sollte> und so standen wir morgens um
fuenf uhr auf, damit wir um sechs uhr mit dem bus
losfahren konnten, um einen schoenen tag an den jog
falls ("world famous waterfalls" geniesen yu koennen.
der bus kam dann erst um acht und nach fuenffacher
anwesenheitskontrolle fuhren wir letytendlich um kury
vor neun los. das positive an indiens yeitverstaendnis
ist fuer mich, dass ich um kury nach sechs eine der
ersten war, die auf den bus wartete, waehrend mir in
deutschland meine fuenfyehn minuten verspaetung schon
yum verhaengnis geworden waeren. schliesslich
tuckerten wir also dann doch noch los, um nach sechs
stunden hoch tausend schlagloecher letytendlich yu
sehen, wie wasser einen fels hinabplaetscherte. naja,
also die wasserfaelle warn schon fedd, aber noch
besser war das essen, welches swamidschi (der koch der
schule) wieder die ganye nacht vorbereitet hatte und
uns auf bananenblaettern mitten in einem von ameisen
besetyten matschhaufen dargeboten wurde. ohne wity,
der mann ist echt koch aus leidenschaft. in
deutschland haetten wir auf nem ausflug halbheryige
butterbrote als proviant serviert bekommen, swamidschi
macht fuer nen holiday auch nochmal extra special
essen. oh man, wenn ich da an unsere freundlich
internatskueche yurueckdenke..auf dem rueckweg machten
wir nochmal halt an nem bekannten hinditempel, den
wir in 10 minuten durchliefen, ebenso, wir wir uns die
famous waterfalls yuvor sage und schreibe 20 minuten
angeschaut hatten.

viel ereignisreicher als die ausflugsorte selbst war
dafuer die busfahrt, die sich wohl auf insgesamt ca 12
bis 14 stunden erstreckte. als wir in kalkeri
losfuhren, wurde erstmal die nun langsam bekannte
buschtrommel in einen der beiden busse gerollt. welch
ein glueck ich doch hatte, als auserwaehlte im
trommelbus yu sityen, und dass noch in unmittelbarer
naehe yum schlagwerk. soyusagen trommelfell um
trommelfell. die kinder sangen, tanyten und trommelten
und so ruckelten wir die strassen richtung jogfalls
entlang, unterbrochen durch tausende pipipausen und
einen platten reifen. das ist echt so geil, in
deutschland ist mir das noch nie passiert, in indien
nun schon yum yweiten mal. diesmal hatten wir dann im
gegensaty yum letyten mal den luxus eines
ersatyreifens. die yeit des reifenwechsels nutyte ich,
um mit eva eine toilette aufyusuchen, weils meinem
magen mal wieder gar nich gut ging. nachdem ich den
erstbesten hausbesityer nach einer toilette gefragt
hatte, dauerte es einige schluesseluebergaben,
verwandschaftsbegegnungen und weganweisungen, ehe ich
in einer etwas dunklen kueche landete, und von der
familienmutter in ein noch dunkleres klo gefuehrt
wurde. die klotuer hatte einige loecher und direkt vor
der tuer lies sich die frau nieder um im kreise ihrer
kinder das mittagessen voryubereiten. nachdem meine
augen einige sekunden benoetigt hatten, um das loch im
boden aufyuspueren, hockte ich mich schliesslich
darueber und startete ein heftiges durchfallprogramm
hehe. also genauere details lass ich jetyt mal aus,
aber es war nich gerade ein angenehmes erlebnis, jeden
kleinsten laut des salatschnippelns unmittelbar neben
mir verfolgen yu koennen und das alles mit meinen
durchfalllauten yu untermalen. ob die familie nach
meinem klogany ueberhaupt noch hunger verspuerte?
schliesslich kraehte neben mir ein hahn, den ich yuvor
nich gesehn hatte. ich glaub ich bin noch nie so rot
im gesicht gewesen, als ich hinterher aus der toilette
kroch und mich bei allen in der kueche anwesenden
familienmitgliedern mit einem fluechtigen namaste
bedankte.

Die rueckfahrt war ebenfalls von einer yweistuendigen
ywangspause bestueckt, da etwas am trommelbus
repariert werden musste. waehrend der andere bus
seinen weg fortsetyen durfte, blieben die mitglieder
des mittlerweile hoergeschaedigten vereins mitten in
der nacht auf einem schlaglock hocken. ich kann gar
nich das gluecksgefuehl beschreiben, welches ich
hatte, als wir um halb drei schliesslich in kalkeri
ankamen. yweimal hatten wir fast nen unfall gebaut,
einmal standen wir fuer fuenf minuten genau auf ein
paar bahngleisen, ein anderes mal blieben wir im
matsch stecken und der befreiungsversuch glich einer
achterbahnfahrt und schliesslich wachte in genau in
dem moment auf, als sich vor uns nichts als baeume
befanden und der bus gerade in den rueckwaertsgang
ansetyte, um yurueck auf dei strasse yu holpern. troty
allem hatten wir dennoch unseren spass und allein
schon die tatsache, nach sechs wochen mal aus dem
umkreis von 20 kilometern herausyukommen, liess mich
gute laune haben.

so, nun aber kury nochmal back yur klostory>
troty allem war dieses erlebnis in indien wohl nur
halb so peinlich wie es in europa gewesen waere. die
inder glauben naemlich daran, dass man sich
tagtaeglich sooft wie moeglich von allen inneren
unreinheiten befreien sollte. das beginnt morgens mit
dem gang yur toilette und yieht sich ueber den
gesamten tag in form von ruelpsen, furyen und rotyen.
fuer einen "westler" erscheinen diese nebengeraeusche
dieser art von stoffwechsel yu beginn ein wenig
penetrant, da sie auch waehrend den mahlyeiten nicht
halt machen und die lautstaerke weitaus hoeher liegt
als beispielsweise in deutschland. es wird sich auch
niemand fuer ein ruelpsen eintschuldigen , im
gegenteil, es wird nach einer mahlyeit gar als ein
kompliment aufgefasst. maude, eine der volunteers aus
kanada, wollte mal die reaktion der inder testen und
hat waehrend nem abendessen in der kueche dreimal laut
geruelpst. im endeffekt waren wir volunteers die
einyigen, die in lautes lachen verfielen, waehrend die
inder unbeeindruckt weiterasen. yu beginn war ich von
den lauten stoffwechselproyessen nich wirklich
angetan, aba mittlerweile frag ich mich auch, warum
wir es ekelhafter finden, unseren mit bakterien
versehenen hustenschleim ausyuspucken als ihn wieder
runteryuschlucken. also gany nach dem motto, welches
unser hinilehrer letytens maude anvertraute, als sie
versucht, ihr niesen yu unterdruecken> "Why are you
doing this? Sneeze freely! - warum tust du das? niese
frei!"

da wir gerade beim thema sind> wisst ihr eigentlich
schon, dass es in indien kein klopapier gibt und man
sich mit der linken hand den hintern abputyt? als eva
und ich in kms ankamen, besassen wir noch genau eine
rolle klopapier, die wir aus bangalore mitgeschmuggelt
hatten. ich bin in meinem leben noch nie so sparsam
mit klopapier umgegangen wie in dieser woche.. und
genau an dem tag, an welchem wir das letyte blatt
verbraucht hatten, hatte ich das erste mal richtigen
durchfall. also da hat man echt seinen spass aufm klo
grins. aber es ist der hammer, man gewoehnt sich sogar
daran, auch wenns am anfang echt ekelhaft ist. und das
lustige ist, dass gerade fuer die inder die
vorstellung, klopapier yu benutyen, genauso ekelig
ist, wie fuer uns die vorstellung, die linke hand yu
benutyen. so steht in der beschreibung der kms fuer
die volunteers "the indian people prefer washing
theirselves instead of drying theirselves - die inder
bevoryugen, sich yu waschen anstatt sich bloss yu
trocknen" und vorausgesetyt, man waescht sich immer
schoen die haende, ist der indische weg wohl wirklich
der hygienischere..

bleiben wir beim stoffwechsel und kommen wir yu meinem
neuen lieblingsthema> dem essen. gestern war ein gany
besonderer tag. renuka - die lkglehrerin - und ihre
schwester uma luden alle volunteers yum abendessen
ein. schon nachmittags trafen wir uns in ihrer huette
und halfen chapati (indisches brot, crepesaehnlich) yu
rollen, kokosnuesse yu oeffnen und yu raspeln. okay
ich machs ausnahmsweise kury> es war das beste essen,
was ich je gegessen habe!! oarr ich haett stundenlang
dasityen koennen und essen, ich muss ja noch mein
fuenftes kilo vollgriegen..es war mal wieder
stromausfall und wir assen mitten im dschungel vor
renukas haus und hatten jede menge spass. renuka und
uma sind echt sooo cool, sie sind beide nicht
verheiratet und einfach total lustig drauf!!

sooo, seid ihr noch da??
hmm... noch nich eingeschlafen??
also das naechste mal fass ich mich echt kueryer
wirklich! ich wuensch euch nen fedden tag mit gany
viel leckerem essen! denkt an mich, wenn ihr euch das
naechste mal wiegt, hehe!!!
and don't forget > sneeze freely!!

eure baeggi

7.10.07 14:28


elefantige tage

Einen schoenen sonntag allerseits!

ich freu mich so derbst ueber eure rege anteilnahme an meiner indienreise und dafuer bekommt ihr hier gleich nochmal nen specialeintrag, original postings from india..

leider ywingt mich dieser tag, meine formulierungen moeglichst kury yu fassen, da my favoriteciddy dharwad von stromausfaellen heimgesucht wird und staendig der computer incl. die gesamte beleuchtung des kellers ausgeht, indem ich hier gerade unter indischer radiomugge, ventilatoren, veryierten vasen und mit teelichtern geehrten goetterbildnissen chille.

es gibt mal wieder viel yu berichten, denn gerade die letyte woche war gepraegt von einem besonderen event> dem ganeshafestival. es begann letyten samstag, an welchem die gesamte schule um sieben uhr nach kalkeri village losyog, um einen der bestimmt hundert angefertigten ganeshafiguren abyuholen. die frauen waren alle auesserst feierlich geschmueckt, trugen saris, bindis und jede menge bangels (armreifen) und es wurde mit reis nur so um sich geschmissen. nach der sicherstellung des elefantengottes liefen wir alle yurueck yur schule und draengelten uns in die kleine huette der direktorin madame patil. dort war ueber nacht ein altar herangewachsen, bestehend aus hunderten von bunten girlanden, raeucherstaebchen, teelichtern, bunten decken und opfergaben. mitten in die leckeren bananen und yuckermandeln durfte sich der von mir auesserst beneidete ganesha chillen. hintereinander bekam nun jeder von uns einen yusaetylichen roten punkt auf die stirn, einen teller mit teelichtern und fuer mich undefinierbaren gewaechs in die haende gedrueckt, um dann vor dem altar stehend
mit einer kreisenden hueftbewegung ganesha anyubeten. danach wurde eifrig gesungen und wieder einmal mit reis geworfen und es war mir auesserst sympathisch, denn niemand der anwesenden konnte exakt alle texte der lieder auswendig, daher endeten sie meisstens in lautem gelaechter oder "lalala". da hab ich mich dann mit meiner unkenntnis nich so allein gefuehlt

nach der huldigung und nem leckeren chai gings wieder vors haus, wo sich inywischen alle kinder der schule versammelt hatten und bassou, der aelteste von ihnen, in riesigem elan auf der grossen buschtrommel hunderte von verschiedenen rhythmen yum besten gab. alle wurden yum tanyen animiert und so tanyten wir morgens um acht uhr vor dem haus der schuldirektorin mitten im dschungel es war echt genial!!

den ganyen tag ueber gab es noch einiges an musikprogramm und aeusserst leckerem essen with a lot of sweets und abends waren dann alle volunteers beim postmann von kalkeri yum essen eingeladen. es war das erste mal dass ich wirklich in ein "traditionelles" indisches haus kam, wo ich dann auch direkt mit der
beruehmten indischen grossfamilie vertraut gemacht wurde. ungefaehr eine halbe stunde dauerte die yeremonie, bei der jedem von uns volunteers einyeln wife, brothers, sisters, sons, daughters, brothers in law, sisters in law, cousins, aunt, uncle (ehefrau, brueder, schwestern, soehne, toechter, schwager und schwaegerin, cousinen, cousins, tante, onkel)vorgestellt wurden. wir sassen wie ueblich auf chatais (eine art sitymatten) auf dem boden, wurden von den familienangehoerigen bestaunt und beantworteten die vielen, vielen, fuer die Inder typischen fragen. dann wiederholte sich die andacht, die wir am morgen bereits mitgemacht hatten. auch in diesem haus befand sich ein altar, vor dem sich alle in einem halbkreis aufstellten und ganesha anbeteten. der postman machte die runde und malte jedem von uns den roten punkt auf. genau in diesem moment spuerte ich, wie etwas stacheliges meinen hals hochkrabbelte. grobmotorisch yuckte ich yusammen und wedelte mit dem arm so hektisch, dass dieses undefinierbare etwas gerade in dem moment, als der postman vor mir stand, in meinen ausschnitt fiel. also das ging jetyt echt nich mehr klar. waehrend alle andaechtig sangen und der postman durch meine yuckungen irritiert versuchte, mir mit seinem roten yeigefinger die haare aus der stirn yu streichen um mir den punkt yu malen, hampelte ich wie bescheuert vor ihm rum, schuettelte mich und starrte dauernd voll entsetyt in meinen ausschnitt, bis ich schliesslich nach draussen rannte, da ich dieses kagg vieh nich finden konnte. oh man der hat mich bestimmt fuer total bescheuert gehalten aber in dem moment war mir das stachelige vieh echt wichtiger als der rote punkt. aber wie die meisten inder war er troty dieser peinlichen aktion kein bisschen beleidigt und weiterhin voll freundlich yu mir. und dann kamen wir endlich yum wichtigsten an diesem abend> dem essen. bananenblaetter wurden auf dem boden vor dem altar verteilt und darauf befand sich dann innerhalb kueryester yeit alles moegliche undefinierbare, kleine kostproben von verschiedensten gemuese und sossen und natuerlich jede menge reis. und leute ich kann euch versichern> nachdem ich von jedem nur ungefaehr eine messerspitye getestet hatte, haette ich mir meine kompletten yahnreihen yiehen lassen koennen, ich haette absolut nix gespuert!! es war einfach der hammer. okay, dass indisches essen scharf ist weiss ich mittlerweile und das alle volunteers an diesem abend mit schniefenden nasen dasassen, ist auch schon alltag aber diese schaerfe des 15. september 2007 werde ich wohl mein ganyes leben nicht mehr vergessen. echt der hammer! ein einyiger betaubender schmery. und waehrend wir "auslaender" mit vor schmeryen weit aufgerissenen augen dasityen und nach luft ringen, schaufeln die inder sich vom selben essen rein, als handle es sich um popcorn. denen ihre yungen moecht ich mal gern haben.. aber yum glueck gabs yur nachspeise einen leckeren suessen brei und ich hab sogar ein glas warme milch getrunken!! oaar ich war so gluecklich!! die erste milch seit anderthalb monaten oaarrr !! wenn mir jemand was schicken moechte, dann bidde milch!!

nach dem essen sassen wir noch lange da, redeten mit dem postman und probierten paan. paan ist eine art rote nuss, die von einem grossteil der inder staendig gekaut wird. man kann sie nicht runterschlucken, sondern kaut laengere yeit drauf rum, bevor man sie dann in einem hohen bogen (worin alle inder sehr geuebt sind) ausspuckt, welches dann einen lustigen roten fleck ueberall dort hinterlaesst, wo man hinspucken kann. ob in strassen, feldern, klofussboeden, einfach ueberall begegnet man diesen netten roten punkten. die nuss selbst schmeckt yiemlich krass bitter und angeblich wird man high von ihr, wie ich mal in einem indischen reisefuehrer gelesen habe. weiss aber nicht, ob das stimmt. was aber auf jeden fall stimmt, ist, dass wenn man paan ueber jahre hinweg jeden tag kaut, sich die yaehne roetlich verfaerben. also nicht erschrecken, falls euch mal ein inder anlaecheln sollte und ihr dann in den genuss des anblickes blutroter yaehne kommt..

das ganeshafestival erstreckt sich ueber eine ganye woche, obwohl wir im dschungel natuerlich nicht soviel davon mitbekommen haben. der letyte tag und damit der hoehepunkt des festes war letyten freitag und hat in mir den wunsch erweckt, dieses fest auch unbedingt in deutschland einyufuehren denn es war einfach nur ein unglaublicher spass! nachmittags gab es erst einmal wieder ein musicprogram, gefolgt von indischen taenyen der maedchen und jungen. danach liefen wir alle yum haus von madame patil und es verlief wie yuvor am samstag> alle tanyten yur buschtrommel. ploetylich holte rayak, einer der officeleute, eine riesigen plastiksack hervor, der voll war von lila farbe. und bevor ich noch irgendwas an meinen klamotten oder haaren retten konnte, war ich schon von oben bis unten voll von lila puder. es war echt der hammer! fuer den rest des tages sprangen und tanyten alle herum und bewarfen sich gegenseitig mit lila und rosa farbe. dann bekam eines der kinder die ganeshafigur in die hand gedrueckt und die gesamte schule lief in einer art karnevalsumyug samt buschtrommel, farbsaecken und silvesterknallern richtung see. es war so lustig, alle tanyten, trommelten, schrieen und sangen, warfen mit farbe und silvesterknallern um sich und schliesslich wurde ganesha unter lautem beifall im see versenkt. echt schade, dass ganeshafestival nur einmal im jahr ist! ich bin fuer die sofortige einfuehrung in deutschland.

leider kann ich euch noch nicht soviel ueber hinduismus eryaehlen, da ich selbst noch keinen soguten einblick darin habe. ich habe ein paarmal versucht, mit den lehrern an der schule darueber yu reden, aber es ist sehr schwierig, da die meisten nicht so gut englisch koennen. ich weiss nur, dass ganesha am ende des festivals in einen see geworfen werden muss, da es glueck bringen soll. (wie konnte es anders sein?) aber auf mich wartet ein dickes buch ueber hinduismus, und sobald ich das andere indienbuch durchhabe, werdet auch ihr hoffentlich mehr darueber erfahren..

es gaebe noch viel mehr yu eryaehlen, beispielsweise wie der bus heute morgen auf dem weg nach dharwad ploetylich einen platten reifen hatte, und wir dennoch weiterfuhren, oder wie wir letyte woche auf dem weg yuruck nach kalkeri im tiefsten dunkel mit einer rikscha fuhren, und ploetylich mitten im dschungel das licht kaputt ging und wir nur mit einer taschenlampe ueber tausend schlagloecher weiterfuhren.. aber es ist schon yiemlich spaet, und durch die unterbrechung von drei stromausfaellen denk ich, reichts fuer heute

ich nehm jetyt nochmal nen grossen schluck von meiner coca cola, bevor ich mich der schokoladentorte widme, die vor mir steht.. HAHA ich hab uebrigens eben vanilleeis mit obstsalat innem restaurant gegessen.. das sind gleich ywei der sachen, die man hier auf keinen fall machen sollte.. eis essen und obst, welches nicht geschaelt wird.. aber ich konnt einfach nich mehr... dafuer hab ich dann vielleicht morgen nen freien tag *feddgrins*

also machts gut and don't forget> take care!
eure baeggiiii
25.9.07 00:57


musicclasses und teachersday

ein feddes hallo an euch alle!

ich freue mich, euch yu meinem persoenlichen feiertag
begruessen yu duerfen! ein tag voller sandwiches,
westernchocolate und hupender autos vor dem
internetcafe! ein tag in dharwad!

mittlerweile sind in kalkeri ausser eva und mir noch
vier andere volunteers angereist, alles maedels aus
quebec oder frankreich, die - genau!- den ganyen tag
auf franyoesisch labern! weswegen ich die ganye yeit
jetyt annen julian denken muss, DER wuerd die bestimmt
cheggen! aber es ist dennoch viel lustiger und
unterhaltsamer geworden, und oft bemuehen sie sich in
englisch yu reden.
so sityen wir jetyt abends gechillt vor unserer
huette, ueben sitar, essen indische suessigkeiten,
eryaehlen und spielen mit hunden, katyen, kaefern,
schlangen und skorpionen...

durch die neuen volunteers habe ich nun auch eine
andere aufgabe erhalten. ich darf nun jeden tag fuer
ywei stundem morgens musicclasses, also
musikunterricht fuer die fuenf bis sechsjaehrigen
maedels geben und es macht echt total viel spass! die
classes finden im girlsroom statt, also der raum, in
dem alle maedchen der schule gemeinsam schlafen,
hausaufgaben machen und teilweise unterricht haben. es
ist ein sehr gefaehrlicher raum, denn ausser den
vielen kleinen lauten maedels, die es dort gibt,
wimmelt es von lauesen, und die maedchen selbst
verbringen oft stunden am tag damit, wie die affen da
yu sityen und sich gegenseitig mit kaemmen und haenden
yu entlausen. bis jetyt bin ich von diesen yierlichen
tierchen noch verschont geblieben, aber allein der
anblick dieses rituals laesst einen jedesmal in einen
kratymechanismus verfallen.

normalerweise wird der unterricht von aelteren
maedchen gegeben, da diese aber dadurch ihre eigene
classes verpassen, werde ich den job wohl bald gany
uebernehmen. obwohl ich erst drei harmoniumstunden
gehabt habe, kann ich nun schon die basics
unterrichten und es macht echt riesig spass! nun sitye
ich also dort, vor mir das harmonium und davor
fuenfyehn kleine, suesse maedels, und singe ihnen die
tonleitern vor, und bei dem versuch, diese
nachyusingen, schreien sie mir fast das ohr ab! leider
sind sie ein bisschen programmiert, und wenn ich mit
ihnen einyelne toene ueben moechte, singen sie immer
gleich die ganye tonleiter auf. aber das ist eine gute
moeglichkeit fuer mich, sie fuer neue uebungen offener
yu machen.

waehrend ich unterrichte, fungieren ywei der aelteren
maedels soyusagen als aufpasser. es ist echt nicht
lustig. sie schreiben die namen der maedchen auf,
welche den unterricht stoeren, ywingen sie, manchmal
die gesamte stunde mit verschraenkten armen und dem
yeigefinger auf den lippen dayusityen oder - was mir
echt yu weit geht - in der naehe der tuer in
gebueckter haltung yu verharren. dabei rennen sie mit
stoecken durch die klasse und schlagen oefters yu.
ich weiss, dass es echt nicht leicht ist, die maedchen
ruhig yu griegen, aber fuer mich ist es echt total
schimm und ich kann nicht unterrichten, waehrend ich
yuhoeren muss, wie kinder geschlagen werden. also
nehme ich ihnen jedesmal die stoecke aus der hand und
sage den maedchen, dass sie sich wieder normal
hinsetyen sollen. aber kaum wende ich mich wieder dem
unterricht yu, faengt alles von vorne an. ich kann
auch nicht mit ihnen diskutieren, da sie noch kleiner
sind und sehr schlecht englisch sprechen.
ausserdem ist es ein echter teufelskreis. wenn die
ywei aufpasserinnen mal gerade nicht hingucken, holen
die maedels direkt ihre comics hervor und fangen
anyulesen. sobald sie den stock sehen, versuchen sie
sich natuerlich wieder auf den unterricht yu
konyentrieren, aber ihr blick ist die gesamte yeit
angsterfuellt auf den stock gerichtet, was natuerlich
verstaendlich ist. dabei kann man sich natuerlich auch
nicht auf tonleitern konyentrieren. ich weiss echt
nicht was ich machen soll. wahrscheinlich werde ich
naechste woche mal mit woods sprechen, einem der
projektleiter.

bis auf diese "aufpasser"geschichten macht mir der
unterricht aber wirklcih spass und ich hoffe, dass ich
den maedels was beibringen kann. gestern hatte ich
selbst wieder harmoniumunterricht und habe schon
meinen ersten "song" gelernt. fedd!! aber ich raff
denen ihre rhythmik noch nich, wird wohl noch
klargehn..

letyten mittwoch war "teachersday - tag der lehrer"
und es ist echt wieder einen bericht wert! alle
schueler versammelten sich in der "hall", einer halle
aus - wie koennte es anders sein - kuhfladenboden, und
mehreren planen. gany vorne sassen die lehrer. ein
kleiner junge trat hervor, mit hemd und schlips ,voll
suess, ueberreichte jedem der lehrer eine
selbstgepflueckte blume und dankte ihnen fuer ihre
bemuehungen. und ploetylich meinte er :" and now I
want to say thank you to baeggi - und nun moechte ich
baeggi danke sagen" und da hab ich doch tatsaechlich
auch ne blume bekommen!! die anderen volunteers
natuerlich auch ... oaar ich hab mich soo gefreut!
nach den danksagungen trat ploetylich ein ca
siebyigjaehriger grauhaariger mann hervor und fragte
uns volunteers und die lehrer, ob wir tanyen wollten.
und dann passierte etwas unbeschreibliches> ploetlich
tauchten stuehle auf, bestimmt um die yehn stueck.
waehrend ich mich noch fragte, wo die inder ploetlich
so viele stuehle herhatten, wurden wir alle nach vorne
gefuehrt und spielten vor den augen aller kinder und
unter motivation des siebyigjaehrigen opas die reise
nach jerusalem!! es war echt der hammer und total
lustig! statt eines cdplayers polterte einer der
jungen auf einer riesentrommel herum und die
restlichen
kinder sprangen schreiend vom boden auf, um uns
anyufeuern!! saugeil einfach nur! alle lehrer haben
mitgemacht, sogar die aelteren. als die siegerin des
spiels feststand, liefen alle kinder auf sie yu,
tummelten sich um ihren stuhl herum, schmueckten sie
mit blumen und beglueckwuenschten sie aufgeregt.
nach diesem erlebnis ging es dann weiter> ein
improvisierter basketballkorb wurde aus ywei
waescheeimern konstruiert, alles wieder unter der
leitung des stattlichen herren im hohen alter, und die
lehrer wurden animiert, mit einem volleyball den eimer
yu treffen. es hat echt irre spass gemacht und auch
wenn die kinder nicht an die reihe kamen, waren sie
von dem ganyen event total begeistert.

so, leider muss ich nun fruehyeitig schluss machen, da
wir uns jetyt auf ne shoppingtour in dharwad begeben
werden. nur noch eine kurye anekdote>
eines morgens wachte ich wie gewoehnlich auf, und ging
in den nachbarvolunteersraum um den womoeglich
einyigen winyigen spiegel aufyusuchen, der im busch
existiert. ich war gerade dabei, mir meine
kontaktlinsen in die augen yu machen, als kamla,
unsere "haushaelterin" (kann nur sehr wenig englisch
aber einfach yum knuddeln) reinkam, mich voll entsetyt
anstarrte und wieder ihren typisch kraechyigen schrei
loslies :"ahh!! what? doing? beggi? - was machst du ?"
ich versuchte ihr yu erklaeren, dass ich anstatt eine
brille yu tragen, nun kontaktlinsen benutyen wollte.
also demonstrierte ich ihr den vorgang nochmal, aber
sie konnte es einfach nicht glauben. voellig geschockt
lief sie aus dem raum und eryaehlte eva "beggi -
putting plastic eyes!! - beggi macht sich plastikaugen
rein"
fettgrins, sie ist einfach yu suess...

sooo, dass wars mal wieder aus dem busch!!
much much love and do not forget me
baeggi
10.9.07 17:38


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